Strategy-Aktie: Das Geschäftsmodell ist tot!

Sturz ins Bodenlose

Die Kursentwicklung der Strategy-Aktie treibt einem seit geraumer Zeit nur noch die Tränen in die Augen. Innerhalb der letzten sechs Monate hat der Kurs des Bitcoin-Treasurers gut zwei Drittel seines Wertes eingebüßt. Funktioniert das Geschäftsmodell von Strategy denn nicht mehr?

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Der Schneeball rollt nicht mehr

Ich will die Antwort auf die alles entscheidende Frage vorwegnehmen: Es sieht ganz danach aus, als wäre das Geschäftsmodell von Strategy tot. Das Market-to-Net-Asset-Value-Verhältnis ist unter 1 gesunken. Was sehr kryptisch klingt, lässt sich einfach erklären.

Bislang funktionierte das Geschäftsmodell von Strategy wie folgt: Das Unternehmen verkaufte eigene Aktien zu einem Preis über dem Wert der gehaltenen Bitcoins. Mit dem zusätzlichen Kapital konnte Strategy weitere Coins kaufen. Es war sozusagen ein sich selbst verstärkendes Schneeballsystem.

Doch nun rollt dieser Schneeball in die andere Richtung und wird immer kleiner. Zum ersten Mal seit 2023 ist der Kurs des Bitcoins unter die Anschaffungskosten von Strategy gefallen. Der Bitcoin-Preis fiel zum Wochenende unter die Marke von 76.000 US$. Die Kostenbasis von Strategy liegt knapp über diesem Wert.

Anleger müssen sich zwar keine Sorgen machen, dass Strategy in naher Zukunft der finanzielle Kollaps droht. Das Unternehmen verfügt über ein dickes Liquiditätspolster von über 2 Milliarden US$. Aber ohne eine Erholung des Bitcoin-Kurses könnte der finanzielle Spielraum der Bitcoin-Holding in den kommenden Quartalen zusammenschrumpfen.

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Wann ist der Sturzflug vorbei?

Zum Chart der Strategy-Aktie muss ich nicht mehr viel sagen. Der Kurs befindet sich seit Juli 2025 im Sturzflug, den bislang kein Support aufhalten konnte.

Inzwischen ist die Aktie auf unter 150 US$ abgerutscht. Sollte die Unterstützungszone zwischen 130 und 135 USS$ nicht halten, ist mit einem neuen 18-Monatstief bei rund 115 US$ zu rechnen.

Vom toten Pferd absteigen

Strategy-Chef Michael Saylor gab sich am Wochenende betonte offensiv und optimistisch und kündigte weitere Zukäufe an. Ich teile diesen Zweckoptimismus von Saylor ganz und gar nicht.

Das Marktsentiment in Bezug auf den Bitcoin hat sich in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert. Die Kryptowährung Nummer 1 wird von der Börse offenbar nicht mehr als sicherer Hafen gegen Inflation gesehen.

Eigentlich sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für einen steigenden Bitcoin-Kurs gegeben. Die Inflation in den USA liegt mit 2,7% immer noch über dem Zielwert der FED. Der US$ ist schwach und die Handelspolitik von Präsident Trump trägt wenig dazu bei, die Inflation zu senken.

Ich rate Anlegern deshalb dringend davon ab, auf einen Turnaround der Strategy-Aktie zu setzen. Sie setzen damit in meinen Augen auf ein totes Pferd. Und von toten Pferden soll man bekanntlich absteigen.

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ℹ️ Strategy in Kürze

  • Strategy (WKN: 722713) ist ein US-Unternehmen mit operativem Fokus auf den Vertrieb von KI-getriebener Analysesoftware.
  • Bekannt ist das Unternehmen aber vor allem als Bitcoin-Holding. Laut aktuellen Daten hält das Unternehmen etwa 712.000 BTC und damit rund 3,3% aller erzeugten Bitcoins.
  • Neben der Hauptbörse Nasdaq kann die Aktie auch über Tradegate gehandelt werden. Aktuell liegt der Marktwert bei rund 44 Milliarden US-Dollar.
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