iShares Bitcoin Trust: Jetzt auf Superzyklus setzen?
Befindet sich der Bitcoin bereits längst in einem Bärenmarkt, oder sieht der Markt lediglich eine tiefe Korrektur mitten in einem Superzyklus? An der Interpretation des gegenwärtigen Kursverlaufs scheiden sich die Geister. Klar ist: Wer auf eine baldige Rallye in Richtung neuer Höchststände setzt, hat mit dem iShares Bitcoin Trust eine komfortable Alternative.
Starker Abverkauf nach Turbulenzen an den Rohstoffmärkten
Bitcoin geriet kurz nach dem massiven Ausverkauf bei Gold und dem regelrechten Einbruch am Silbermarkt am vergangenen Freitag erheblich unter Verkaufsdruck. Am Wochenende fiel die Kryptowährung zeitweise unter 75.000 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 15 Prozent, womit Bitcoin deutlich hinter den meisten Anlageklassen zurückbleibt, die 2026 bislang positive Renditen verzeichnen.
Kryptomarkt bleibt klein im globalen Vergleich
Ein Blick auf die Größenordnung des Kryptomarktes relativiert die Bedeutung dieser Bewegungen. Nach Berechnungen von WisdomTree machen Kryptowährungen noch lediglich rund 1,2 Prozent des global investierbaren Portfolios aus. Jede höhere Gewichtung gilt damit bereits als Übergewichtung. Gold hingegen kam Mitte Januar auf einen Anteil von etwa zwölf Prozent, was einem Marktwert von über 30 Billionen US-Dollar entspricht.
IBIT erneut im Blickpunkt der Anleger
Vor dem Hintergrund der hohen Volatilität rückt der iShares Bitcoin Trust ETF erneut in den Fokus. Mit einem Fondsvolumen von rund 64 Milliarden US-Dollar beendete IBIT den Januar mit vergleichsweise niedriger impliziter Volatilität. Zwar schlugen sich IBIT und Bitcoin besser als viele kleinere Coins, dennoch verzeichnete die Mutter aller Kryptowährungen im ersten Monat des neuen Jahres ein Minus von rund zehn Prozent, während Ether sogar etwa siebzehn Prozent verlor. Noch vor wenigen Tagen wirkten die Rahmenbedingungen vergleichsweise stabil, doch innerhalb von 24 Stunden kippte die Stimmung deutlich.
Stärkerer Dollar als Belastungsfaktor
Die Risikobereitschaft in alternativen Dollar-Anlagen ist spürbar zurückgegangen. Der US-Dollar-Index zeigte technisch Anzeichen einer Fehlausbruchbewegung nach unten, während Diskussionen über eine mögliche Entwertung des Dollars ihren Höhepunkt erreichten. Zusätzliche Unsicherheit entstand durch die Ankündigung des Justizministeriums, Ermittlungen im Zusammenhang mit Aussagen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu Baukosten aufzunehmen. Sollte der Dollar seine jüngsten Verluste aufholen, könnte dies kurzfristig weiteren Abwärtsdruck auf Bitcoin und IBIT ausüben. Auch die Nominierung von Kevin Warsh wurde an den Anleihemärkten als eher restriktives Signal interpretiert.
Tiefe Korrektur trotz starker Aktienmärkte
Aus übergeordneter Perspektive befindet sich Bitcoin inzwischen rund 40 Prozent unter seinem Rekordhoch, das weniger als vier Monate zurückliegt. Der Rückgang vollzog sich bemerkenswert schnell, während globale Aktienmärkte neue Höchststände erreichten. Der All-Country World Index markierte im Januar mehrere Rekorde, was den Kontrast zur Entwicklung am Kryptomarkt weiter verschärft.
Offene Fragen zur Rolle von Bitcoin
Die jüngste Schwächephase wirft erneut grundsätzliche Fragen auf. Trotz jahrelanger institutioneller Adoption ist Bitcoin bislang keine verlässliche Zahlungsmethode. Zudem reagiert der Kurs weiterhin stark auf geopolitische Spannungen und verhält sich eher wie ein klassisches Risikoasset statt wie ein sicherer Hafen. Auch das Narrativ vom Inflationsschutz konnte sich in den vergangenen vier Jahren kaum bestätigen, da die Preisentwicklung während steigender Teuerung enttäuschte.
Technische Marken rücken in den Vordergrund
Charttechnisch hat Bitcoin inzwischen fast die Hälfte der Aufwärtsbewegung von Ende 2022 bis Herbst 2025 korrigiert. Der Kurs nähert sich den Hochs aus dem Jahr 2024, während die Tiefs aus dem Frühjahr 2025 getestet werden. Unterhalb von 74.000 US-Dollar rückt eine weitergehende Korrektur bis in den Bereich von 58.000 US-Dollar ins Blickfeld. Gleichzeitig signalisiert der Relative-Stärke-Index die stärksten überverkauften Bedingungen seit Sommer 2023.
Kurzfristig liegen markante Widerstände bei etwa 86.000 US-Dollar sowie nahe dem bisherigen Jahreshoch um 98.000 US-Dollar.
Saisonale Muster sprechen kurzfristig gegen den Trend
Historisch betrachtet zählt der Januar zu den stärkeren Monaten für Bitcoin, was den jüngsten Rückgang umso auffälliger macht. Auch der Februar weist langfristig positive Durchschnittsrenditen auf. Dennoch befindet sich der Markt inzwischen seit fünf Monaten in Folge im Minus. Ein vergleichbares Muster war zuletzt 2018 bis 2019 zu beobachten, ehe nach dem sechsten Verlustmonat eine kräftige Erholung einsetzte.
Fazit: Konträre Chance trotz hoher Risiken
Trotz der anhaltenden Schwäche bleibt die Einschätzung für IBIT positiv. Die Kombination aus erwarteter Volatilitätszunahme, klar definierten Unterstützungszonen und stark überverkauften technischen Indikatoren spricht für eine antizyklische Positionierung. Auch die saisonale Statistik liefert Argumente für eine Stabilisierung in den kommenden Monaten, wenngleich das Umfeld kurzfristig herausfordernd bleibt.
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