Meta Platforms-Aktie +7%: Visionär gut! Jetzt kaufen?
In den letzten Monaten konnte die Meta Platforms-Aktie nicht mit einer guten Performance überzeugen. Aber am Donnerstagmorgen legt der Kurs des Social Media-Giganten um +7% zu. Was steckt hinter dem Kurssprung und können Anleger nun wieder auf eine bessere Zukunft hoffen?
Weiteres Wachstum
Mark Zuckerberg hat einmal mehr fantastische Zahlen mit seinem Tech-Konzern abgeliefert. Der Umsatz von Meta Platforms schoss im vergangenen Quartal um satte 24% auf 59,9 Milliarden US$ hoch. Analysten hatten im Vorfeld nur 58,6 Milliarden US$ auf dem Zettel.
Auch bei den Nutzerzahlen verzeichnete der Social Media-Riese weiteres Wachstum. Die Zahl der Menschen, die täglich auf eine Meta-App zugreifen, stieg zuletzt um 7% auf 3,58 Milliarden. Laut Konzerninformationen nutzen jeden Tag mehr als 2 Milliarden Menschen Facebook und WhatsApp. Die User-Zahlen von Instagram liegen knapp darunter.
Und auch beim Ergebnis konnte Meta Platforms überzeugen. Der Gewinn je Aktie lag bei 8,88 US$. Das ist weit mehr als die vom Markt prognostizierten 8,23 US$.
Die Nummer 1 bei KI
Aber Mark Zuckerberg wäre nicht Mark Zuckerberg, wenn er sich damit zufrieden geben würde. Der Meta-Boss ist von der Vision besessen, seinen Konzern zur Nummer 1 in Sachen Künstliche Intelligenz zu machen.
Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, schaltet Zuckerberg bei den Investitionen noch einmal einen Gang hoch. Bereits im vergangenen Jahr investierte Meta Platforms rund 70 Milliarden US$ in seine Zukunft. Dieses Jahr sollen es mit 135 Milliarden US$ fast doppelt so viel werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf einem Projekt mit dem Codenamen „Avocado“. Nachdem sich das hauseigene KI-Modell Llama 4 nicht als großer Wurf erwies, kaufte Meta Platforms für über 14 Milliarden US$ die Firma Scale AI, um ein neues Hochleistungsmodell zu entwickeln. Es soll bereits in der ersten Jahreshälfte erscheinen und die Wettbewerber von Alphabet und ChatGPT überflügeln.
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Die Vision für Meta-Apps
Zuckerbergs übergeordnetes Ziel ist es, seine Social Media-Plattformen mittels KI stärker auf jeden einzelnen Nutzer auszurichten. Bislang werden die Dienste seines Konzern primär dazu genutzt, mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder interessante Dinge zu entdecken, so Zuckerberg. Er will erreichen, dass Nutzer in jeder Meta-App auf eine KI treffen, die sie versteht.
Der Meta-Chef kündigte deshalb im Rahmen der Zahlenvorlage an, dass die KI-Software einzigartige persönliche Ziele jedes Menschen erkennen kann. Sie soll jedem Einzelnen helfen, sein Leben durch die angezeigten Inhalte zu verbessern.
Ein Sorgenkind
Aber nicht überall im Meta-Konzern scheint die Sonne. Mit den Reality Labs hat der Konzern auch ein großes Sorgenkind, dass in den letzten Jahren Milliarden für die Entwicklung des sogenannten Metaversums verbrannt hat. Allein im vierten Quartal lag der operative Verlust bei über 6 Milliarden US$.
Das Metaverse hat bis heute nicht ansatzweise die Zuckerbergs Vision einer Parallelwelt erfüllen können. Der Meta-Boss zog deshalb die Reißleine und baut massiv Personal ab. In Zukunft wird sich das Personal von Reality Labs auf die Entwicklung von Kameras und Mikrofonen fokussieren, um die AR/VR-Brillen von Meta zu verbessern. Sie werden nach Einschätzung von Mark Zuckerberg dem Smartphone früher oder später den Rang ablaufen.
Kommt ein neuer Aufwärtstrend?
Nach ihrer gewaltigen Kursrallye von Ende 2022 bis Mitte 2025 musste die Meta Platforms-Aktie in den letzten Monaten erstmal durchatmen und korrigierte von knapp 800 auf rund 600 US$. Seit dieser Korrektur konnte sich der Tech-Titel in den letzten Wochen wieder leicht erholen. Mit dem Sprung über die Marke von 700 US$ könnte die Meta Platforms-Aktie einen neuen Aufwärtstrend einläuten.
Prädestiniert für KI-Erfolg
Ich glaube, dass Anleger in den kommenden Monaten wieder mit einer besseren Performance der Meta Platforms-Aktie rechnen können als zuletzt. Der prognostizierte Umsatz für das laufende erste Quartal liegt mit 53,5 bis 56,5 Milliarden US$ deutlich über dem Analystenkonsens von 51,4 Milliarden US$. Die Geschäfte des Social Media-Giganten laufen weiterhin blendend.
Es gibt für mich keinen Konzern, der so prädestiniert ist für den praktischen Einsatz von KI wie Meta Platforms. Kein anderes Unternehmen greift jeden Tag so tief in das Privat- und Arbeitsleben von Milliarden von Menschen ein wie Meta und kein anderes Unternehmen verfügt über so viele Nutzerdaten.
Mark Zuckerbergs Vision, durch KI das Leben der Menschheit Tag für Tag praktisch zu verbessern, ist deshalb gar nicht so visionär. In erster Linie wird der Meta-Chef natürlich daran denken, auch Umsatz und Gewinn seines Konzerns Tag für Tag zu verbessern.
Der Misserfolg von Reality Labs bei der Schaffung eines Metaversums wird von vielen als milliardenschwerer Griff ins Klo belächelt. Meiner Meinung nach zu Unrecht. Meta hat mit diesem Abenteuer zwar viel Geld versenkt, aber auch extrem viel Knowhow für die praktische Umsetzung von Parallelwelten aufgebaut.
Dieses Knowhow wird der Konzern noch sehr gewinnbringend über seine KI-Brillen einsetzen. Zuckerbergs Vision, dass Menschen eines Tages mit Brillen anstatt mit Handys herumlaufen, halte ich für sehr realistisch.
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ℹ️ Meta Platforms in Kürze
- Meta Platforms (ehemals Facebook) (WKN: A1JWVX) ist ein US-Technologieunternehmen und Mutterkonzern der weltweit größten sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.
- Darüber hinaus gehören auch die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger sowie der Virtual-Reality-Gerätehersteller Meta Quest zu Meta Platforms.
- Der Konzern hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park und ist sowohl Mitglied des Nasdaq 100 auch als des S&P 500 Index.
- Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 1,69 Billionen US$ liegt Meta Platforms gegenwärtig auf Platz 6 der wertvollsten Unternehmen der Welt.