Xpeng-Aktie: Großes Auf und Ab - wohin geht’s nun?

IPO der Flugautosparte

Die Xpeng-Aktie zeigt sich zu Beginn der neuen Handelswoche sehr volatil. Nachdem der Kurs des chinesischen Auto- und Technologiekonzerns am Montag um über +10% in die Höhe schoss, geht es am Dienstagvormittag wieder um -4% bergab. Was steckt hinter den Kursschwankungen und wie sollten Anleger darauf reagieren?

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Spin-off der Flugautosparte

Xpeng ist den meisten Anlegern als Autobauer bekannt. Eher weniger bekannt ist, dass der chinesische Konzern bereits seit geraumer Zeit eine ähnliche Strategie wie Elon Musk bei Tesla verfolgt. Auch Xpeng sieht seine Zukunft in einem Dreiklang aus selbstfahrenden Autos, Robotaxis und humanoiden Robotern.

Bei Xpeng kommt aber noch ein vierter Geschäftsbereich hinzu, und zwar Flugautos. Der Kurssprung der Xpeng-Aktie zum Wochenbeginn wurde durch die Nachricht ausgelöst, dass der Konzern seine Flugautotochter Aridge (ehemals Aeroht) für ein IPO vorbereitet.

Nach Informationen der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg wurden bereits Investmentbanken mandadiert, um den Börsengang von Aridge in Hongkong einzuleiten. Möglicherweise findet er bereits im laufenden Jahr statt.

Aridge ist als Anbieter von Mobilitätsleistungen im Low-Altitude-Segment, also im niedrigen Luftraum, angesiedelt. Zum Leistungsspektrum gehören sowohl Flugtaxis als auch unbemannte Drohnen.

Während dieser Markt in Europa noch im Reich der Fantasie angesiedelt ist, steht er in China und in den Golfstaaten an der Schwelle zur Realität. Unternehmen aus den Arabischen Emiraten, Katar und Kuwait haben bereits 600 Flugtaxis von Aridge bestellt.

Die aktuelle Bewertung von Aridge dürfte bei rund 1 Milliarde US$ liegen. Laut Angaben von Xpeng investierte der Konzern bislang über 750 Millionen US$ in die Vorbereitung der Serienfertigung, die Ende des Jahres anlaufen soll.

Ist der Aufschwung nachhaltig?

Der Chart der Xpeng-Aktie hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt. Mitte Dezember fand der Tech-Konzern einen Boden bei 7,70 €. Seitdem ist der Kurs stark angestiegen.

Von einem nachhaltigen Aufschwung kann man meiner Meinung nach aber erst sprechen, wenn der Aktienkurs von Xpeng wieder im zweistelligen Bereich notiert. In den vergangenen Monaten scheiterte die Aktie fast immer am Widerstand bei 10,50 €.

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Xpeng ist nicht Tesla

In Bezug auf chinesische Autobauer bin ich schon seit längerem sehr skeptisch eingestellt, nicht aber bei Xpeng. Der Konzern gehört nach wie vor zu den größten Wachstumsgeschichte auf dem Automarkt der Volksrepublik.

Auch der Gewinn entwickelt sich in die richtige Richtung. Möglicherweise schafft Xpeng 2026 den Sprung in die schwarzen Zahlen.

Was die Geschäftsbereiche über die reine Autoproduktion hinaus angeht, bin ich grundsätzlich sehr vorsichtig. Das hat mit den schlechten Erfahrungen von Tesla zu tun. Elon Musks Autofirma hat bislang bei Robotaxis und humanoiden Robotern nicht viel mehr als heiße Luft produziert.

Bei Xpeng scheint das jedoch anders zu sein. Der Spin-off der Flugtaxisparte ist in meinen Augen ein klares Signal dafür, dass dieses Zukunftssegment inzwischen in der Wirklichkeit angekommen ist.

Und auch bei Robotaxis und humanoiden Robotern machen die Chinesen große Schritte vorwärts. Bereits im kommenden Jahr erwartet Xpeng nennenswerte Erlöse aus diesen beiden Geschäftsbereichen.

Die Ziele sind ehrgeizig. Bis 2030 will der chinesische Konzern 1 Million Roboter in der Industrie, im Handel und in privaten Haushalten im Einsatz haben. Im Unterschied zu Tesla war Xpeng bei der Erreichung seiner Ziele bislang zuverlässiger.

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ℹ️ XPeng in Kürze

  • XPeng (kurz für Xiaopeng Motors) ist ein chinesischer Elektrofahrzeughersteller.
  • Der 2014 gegründete Autobauer produziert derzeit acht Fahrzeugmodelle, vorwiegend der Mittelklasse und SUVs.
  • Das Unternehmen mit Sitz in Guangzhou zählt mit rund 190.000 verkauften Autos (2024) zu den kleineren chinesischen Herstellern.
  • An der Börse ist XPeng mit ca. 20 Milliarden US$ bewertet.
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