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Workday-Aktie: Einmalige Einstiegschance?

KI-Boom statt KI-Bedrohung

Die Aktie von Workday steht seit Monaten unter starkem Druck. Trotz eines massiven Kursrückgangs zeigt ein genauer Blick auf die Geschäftszahlen jedoch ein Unternehmen, dessen operative Entwicklung deutlich stabiler verläuft, als es der Markt derzeit einpreist.

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Kursrückgang trifft den Cloud-Software-Spezialisten

Die Diskussion über mögliche Umbrüche durch künstliche Intelligenz hat viele Softwarewerte belastet. Auch Workday blieb von dieser Entwicklung nicht verschont. In den vergangenen sechs Monaten verlor die Aktie mehr als 40 Prozent an Wert, wobei der Großteil der Verluste in diesem Jahr entstand.

Die schwache Kursentwicklung steht allerdings in deutlichem Kontrast zu den jüngsten Geschäftszahlen. Weder beim Wachstum noch bei der Profitabilität zeigen sich bislang Anzeichen einer strukturellen Krise. Für langfristig orientierte Investoren rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob der Markt die Risiken derzeit überbewertet.

Künstliche Intelligenz als integraler Bestandteil der Plattform

Während Investoren befürchten, dass KI bestehende Softwareanbieter verdrängen könnte, hat Workday die Technologie längst tief in seine Unternehmenslösungen integriert. Die Plattform nutzt KI-gestützte Funktionen in zahlreichen Anwendungen und baut zugleich ein umfangreiches Ökosystem digitaler Assistenten und automatisierter Prozesse auf.

Zu diesem Umfeld gehören unter anderem spezialisierte Workday-Agenten, die verschiedene Aufgaben in Personal-, Finanz- und Unternehmensprozessen übernehmen können. Die schnelle Integration neuer Technologien deutet darauf hin, dass das Unternehmen aktiv auf die rasanten Entwicklungen im Bereich der agentenbasierten KI reagiert.

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Beschleunigtes Umsatzwachstum im Schlussquartal

Die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigen eine robuste operative Entwicklung. Workday erzielte einen Gesamtumsatz von 2,532 Milliarden Dollar und damit ein Wachstum von 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum dritten Quartal, in dem der Umsatz um 12,6 Prozent zulegte, bedeutet dies eine erneute Beschleunigung.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Kerngeschäft mit Abonnementlösungen. Die entsprechenden Einnahmen wuchsen um 15,7 Prozent und übertrafen damit ebenfalls die Wachstumsrate des vorherigen Quartals.

Auch im Jahresvergleich zeigt sich die Stabilität des Geschäftsmodells. Im entsprechenden Vorjahresquartal lag das Unternehmenswachstum bei rund 15 Prozent. Zwar sorgt künstliche Intelligenz bislang nicht für außergewöhnliche Wachstumsschübe, doch ebenso wenig hat sie die dramatischen Folgen ausgelöst, die von manchen Marktbeobachtern befürchtet wurden.

Der Konzern übertraf zudem die Erwartungen beim Umsatz leicht. Zusätzlich spricht die Kundenbindung für die Stabilität des Geschäfts: Die Bruttoumsatzbindung liegt derzeit bei rund 97 Prozent. Dieser Wert zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Kunden ihre Verträge verlängert und die angebotenen Lösungen weiterhin nutzt.

Deutlich steigende Profitabilität

Auch bei der Profitabilität präsentierte sich das Unternehmen im Schlussquartal stark. Die operative Marge auf Non-GAAP-Basis erreichte 30,6 Prozent und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 26,4 Prozent.

Der Anstieg um mehr als vier Prozentpunkte deutet sowohl auf eine disziplinierte Kostenkontrolle als auch auf eine weiterhin solide Preissetzungsmacht hin. Wären die Produkte des Unternehmens tatsächlich stark durch neue KI-Lösungen bedroht, wäre ein Rückgang der Margen wahrscheinlicher. Stattdessen zeigt die Entwicklung, dass Workday seine Marktposition bislang erfolgreich verteidigt.

Die starke operative Entwicklung spiegelte sich auch im Gewinn wider. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag im vierten Quartal bei 2,47 Dollar und damit rund 28,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

Prognose signalisiert weiterhin solides Wachstum

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management ein Umsatzwachstum zwischen 11 und 12 Prozent. Damit würde sich das Tempo im Vergleich zum Wachstum von 13,1 Prozent im Jahr 2026 etwas verlangsamen.

Auch bei den Abonnementumsätzen wird eine moderate Abschwächung erwartet. Nach einem Wachstum von 14,5 Prozent im vergangenen Jahr rechnet das Unternehmen künftig mit Zuwächsen zwischen 12 und 13 Prozent. Diese Entwicklung deutet auf eine leichte Abkühlung hin, jedoch keineswegs auf einen strukturellen Einbruch.

Bei der Profitabilität wird ebenfalls eine Verbesserung erwartet. Die operative Non-GAAP-Marge soll um etwa 44 Basispunkte steigen. Zwar wäre dies deutlich weniger als der kräftige Margenzuwachs des Vorjahres, dennoch würde die Ertragskraft weiter zulegen.

Ein Grund für das moderatere Tempo liegt in steigenden Investitionen in künstliche Intelligenz. Das Management plant, sowohl Produktentwicklung als auch Markteinführung neuer KI-basierter Lösungen deutlich auszubauen. Kurzfristig kann dies den Margenanstieg bremsen, langfristig soll es jedoch die Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Neue Kunden und Produkte unterstreichen Marktstellung

Die Nachfrage nach den Lösungen des Unternehmens bleibt hoch. So entschied sich der große Gesundheitsdienstleister Fairview Health Services dafür, seine Personal-, Finanz- und Lieferkettenprozesse künftig über die KI-gestützte Plattform von Workday zu steuern. Die Organisation beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und zählt damit zu den größeren Kundenprojekten.

Parallel treibt der Konzern seine Innovationsstrategie voran. Mit der Einführung der Produktfamilie Sana präsentierte Workday ein neues Portfolio von KI-Lösungen. Dazu gehören unter anderem der Sana Self-Service Agent sowie Sana Enterprise, die Unternehmen zusätzliche Automatisierungs- und Interaktionsmöglichkeiten bieten sollen.

Diese Entwicklungen zeigen, dass Workday nicht nur auf KI reagiert, sondern aktiv versucht, neue Anwendungsfelder innerhalb der Unternehmenssoftware zu erschließen.

Bewertung nahe langjähriger Tiefstände

Trotz der stabilen Geschäftsentwicklung ist die Bewertung der Aktie deutlich gesunken. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt derzeit bei rund 12,45 und bewegt sich damit in der Nähe mehrjähriger Tiefstände.

Ein solches Bewertungsniveau deutet darauf hin, dass der Markt derzeit ein deutlich schwächeres Wachstum oder strukturelle Risiken einpreist. Die aktuellen Fundamentaldaten liefern dafür bislang jedoch nur begrenzte Hinweise.

Fazit

Der starke Kursrückgang der vergangenen Monate steht in deutlichem Gegensatz zur operativen Entwicklung von Workday. Umsatzwachstum und Margenentwicklung zeigen bislang ein solides und widerstandsfähiges Geschäftsmodell.

Kurzfristig könnten höhere Investitionen in künstliche Intelligenz zu einem langsameren Margenanstieg führen. Gleichzeitig positioniert sich das Unternehmen damit für die nächste Entwicklungsphase der Unternehmenssoftware. Vor dem Hintergrund der deutlich gesunkenen Bewertung erscheint die Aktie aus langfristiger Perspektive deutlich attraktiver als noch vor einem Jahr.

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ℹ️ Workday in Kürze

  • Workday (WKN: A1J39P) ist ein US-amerikanischer Anbieter von cloudbasierter Unternehmenssoftware mit Sitz in Pleasanton in Kalifornien.
  • Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, komplexe Geschäftsprozesse in einer einzigen, zentralen Plattform zusammenzuführen.
  • Kernmodule von Workday sind die Personalverwaltung, das Finanzwesen und die Unternehmensplanung.
  • Seit 2025 setzt Workday massiv auf KI-Agenten, die Aufgaben wie die Terminplanung für Vorstellungsgespräche oder komplexe Datenanalysen autonom erledigen können.
  • Das Unternehmen ist Mitglied im Nasdaq 100 und ca. 35 Milliarden US$ wert.
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