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Valneva-Aktie -40%: Absturz mit Ansage!

Daten nicht überzeugend

Der französisch-österreichische Impfstoffentwickler Valneva und sein US-Partner Pfizer haben erste Ergebnisse ihrer entscheidenden Phase-3-Studie zum Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15 veröffentlicht – doch die Reaktion an der Börse fällt deutlich negativ aus. Während die Unternehmen weiterhin eine Zulassung anstreben, reagierten Investoren enttäuscht: Die Aktie von Valneva bricht zeitweise um rund 40% ein.

Valneva
stock.adobe.com/Rafael Henrique

Studie verfehlt primären Endpunkt

Der Impfstoffkandidat VLA15 wurde in einer großen Phase-3-Studie mit rund 9.400 Teilnehmern getestet, die eine vierdosige Impfserie erhielten. Nach Angaben der Unternehmen zeigte der Kandidat eine Wirksamkeit von rund 73 Prozent bei der Verhinderung bestätigter Lyme-Erkrankungen 28 Tage nach der vierten Dosis.

Trotz dieser grundsätzlich positiven Effektivität erreichte die Studie jedoch nicht ihr entscheidendes statistisches Ziel. Der Grund: Während der Studiendauer traten deutlich weniger Lyme-Infektionen auf als erwartet. In einer strengen Analyse lag die Wirksamkeit zunächst nur bei 15,8 Prozent und damit unter dem vorgegebenen Schwellenwert von 20 Prozent. Eine zweite vorab definierte Analyse ergab anschließend wieder eine statistisch signifikante Wirksamkeit von rund 74,8 Prozent.

Pfizer und Valneva betonen deshalb, dass der Impfstoff klinisch relevante Ergebnisse gezeigt habe und keine neuen Sicherheitsprobleme festgestellt worden seien.

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Unternehmen halten an Zulassungsplänen fest

Trotz des statistischen Dämpfers planen die Partner, auf Basis der Daten Zulassungsanträge einzureichen. Ziel bleibt eine Markteinführung in der zweiten Hälfte des Jahres 2027.

Der Kandidat VLA15 gilt als besonders wichtig für beide Unternehmen: Der Impfstoff könnte der erste zugelassene Schutz gegen Lyme-Borreliose seit über zwei Jahrzehnten sein. Der letzte Impfstoff, LYMErix, wurde 2002 nach schwacher Nachfrage wieder vom Markt genommen.

Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion, die jährlich rund 476.000 Menschen in den USA und etwa 132.000 in Europa betrifft.

Börse reagiert mit Vertrauensverlust und -40%

Für Anleger steht jedoch weniger das medizinische Potenzial als die statistische Unsicherheit im Vordergrund. Die Valneva-Aktie brach nach Bekanntgabe der Ergebnisse deutlich ein – zeitweise um mehr als ein Drittel –, während die Aktie von Pfizer nur geringfügig reagierte.

Der heftige Kursrutsch zeigt, wie stark Valnevas Börsenbewertung von diesem Projekt abhängt. Der Impfstoff gilt als zentraler Wachstumstreiber des Unternehmens und als entscheidender Faktor für dessen Investmentstory.

Analysten hatten bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass die Phase-3-Daten ein klassisches „binäres Ereignis“ darstellen: Ein klarer Erfolg hätte das Unternehmen strategisch neu positionieren können – während jede Unsicherheit das Vertrauen des Marktes erschüttern könnte.

Entscheidende Phase für Valneva

Damit bleibt die Zukunft des Projekts trotz der gemischten Studienresultate offen. Sollten die Behörden die Daten akzeptieren, könnte VLA15 dennoch als erster moderner Lyme-Impfstoff zugelassen werden.

Für Valneva steht dabei viel auf dem Spiel: Bei einer Markteinführung winken dem Unternehmen Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen von bis zu 22 Prozent aus der Partnerschaft mit Pfizer.

Kurzfristig jedoch hat die Börse ihr Urteil bereits gefällt – und das fällt deutlich skeptischer aus als die Kommunikation der Unternehmen.

Wir haben rechtzeitig gewarnt

Immer wieder hatten wir zuletzt auf das ungünstige Chance-Risiko-Profil der Valneva-Aktie verwiesen und hohe Kursverluste in Aussicht gestellt. In unserem letzten Update Anfang des Monats schrieben wir:

Angesichts der ambitionierten Marktkapitalisierung von mehr als 800 Millionen Euro und der eher schwachen Bilanz würde ein Phase-3-Fehlschlag zwangsläufig riesige Kursverluste von möglicherweise deutlich über 50% mit sich bringen.

Nun ist die größtmögliche Katastrophe zwar ausgeblieben, da Valneva sein Programm noch nicht abschreibt, doch jegliche Euphorie von Anlegerseite dürfte nun für lange Zeit erstickt sein.

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ℹ️ Valneva in Kürze

  • Valneva (WKN: A0MVJZ) ist ein französisch-österreichisches Biotech-Unternehmen mit Hauptsitz in Saint-Herbain. Es entwickelt und vermarktet Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten, darunter Chikungunya, Cholera und die Japanische Enzephalitis.
  • Der Vermarktung eines Vakzins gegen Covid-19 ist jedoch gescheitert.
  • Valneva notiert an der Börse Paris und ist mit rund 350 Millionen € bewertet.
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