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Trump Media-Aktie: Hoffnungsvoll oder hoffnungslos?

Auf dem Allzeittief

Beim Blick auf die Kursentwicklung der Trump Media-Aktie dürften selbst hartgesottene Fans des US-Präsidenten vom Glauben abfallen. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat sich der Aktienkurs der Muttergesellschaft der Social Media-Plattform Truth Social mehr als halbiert. Inzwischen ist die Trump Media-Aktie keine 10 US$ mehr wert. Was steckt hinter dem Absturz und gibt es noch Hoffnung für Trump Media?

Trump Media
stock.adobe.com/eqroy

Kein Umsatz und nur Verluste

Für die katastrophale Kursentwicklung der Trump Media-Aktie in den letzten Monaten gibt es gleich vier Gründe. Der erste und vielleicht wichtigste Grund ist die verheerende Geschäftsentwicklung der Holding.

Umsatz und Ergebnis stehen bei Trump Media in einem krassen Missverhältnis. 2025 machte das Unternehmen lediglich einen Umsatz von 3,7 Millionen US$, verbuchte aber einen Verlust von sage und schreibe 712 Millionen US$.

Die homöopathischen Umsätze von Trump Media zeigen, dass das Unternehmen nicht in der Lage ist, die Social Media-Plattform Truth Social in irgendeiner Form zu monetarisieren. Gleichzeitig leidet das Unternehmen unter massiven Abschreibungen auf seine Kryptowährungsbestände.

Was ist das Kerngeschäft?

A propos Kryptowährungen: Zuletzt kündigte Trump Media an, sich zunehmend von einer Social Media-Plattform zu einer Bitcoin-Treasury-Management-Firma entwickeln zu wollen. Das Unternehmen nutzt bereits seit geraumer Zeit einen erheblichen Teil seines Kapitals für spekulatives Trading mit Bitcoin-Optionen. Dieses Vorgehen hat vor allem konservativere Investoren abgeschreckt.

Völlig offen ist die Frage, was Trump Media in Zukunft eigentlich für ein Unternehmen sein will. Es laufen Diskussionen über einen Spin-off von Truth Social. Die Idee, den bisherigen Kernbereich in eine neue Firma auszugliedern, führt zu massiver Unsicherheit, welchem Geschäft Trump Media zukünftig nachgehen will.

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Institutionelle Anleger verabschieden sich

Angesichts dieser Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Geschäftstätigkeit haben in den letzten Monaten institutionelle Investoren ihre Positionen in der Trump Media-Aktie massiv reduziert. Ein prominentes Beispiel ist der Hedgefonds Alpine Global Management, der rund 70% seiner Aktien veräußerte.

Jede Menge juristischer Ärger

Und nicht zuletzt hat Trump Media auch jede Menge juristischen Ärger. Zahlreiche Verfahren und Untersuchungen laufen aktuell gegen das Unternehmen.

Ein Verfahren der US-Börsenaufsicht SEC richtet sich gegen Patrick Orlando, den ehemaligen Chef der SPAC-Firma Digital World Acquisition Corp., über die der Börsengang von Trump Media abgewickelt wurde. Der Vorwurf der SEC lautet, dass Orlando Investoren arglistig getäuscht haben soll, indem er verheimlichte, dass er bereits vor dem Börsengang der SPAC konkrete Fusionsverhandlungen mit Donald Trump und Trump Media geführt hatte. Dies ist bei dieser speziellen Form des Börsengangs gesetzlich untersagt.

Zudem prüfen US-Behörden Unregelmäßigkeiten bei den Finanzberichten und Buchhaltungspraktiken, insbesondere im Zusammenhang mit den massiven Verlusten von über 700 Millionen US$ im vergangenen Jahr.

Zusätzlich zu diesen staatlichen Untersuchungen sieht sich das Unternehmen mit Sammelklagen konfrontiert. Aktionäre werfen dem Management vor, durch geschönte Nutzerzahlen für Truth Social und irreführende Angaben zur Profitabilität den Aktienkurs künstlich aufgebläht zu haben.

Nur noch einstellig

Die Trump Media-Aktie befindet sich seit fast einem Jahr in einem steilen Abwärtskanal. Inzwischen hat der Kurs die psychologisch wichtige Marke von 10 US$ nach unten durchbrochen und ist auf ein neues Allzeittief gerutscht. Signale für eine Trendwende gibt es derzeit keine.

Trump als lame duck

Ich kann Anlegern nur den Rat geben, die Finger von der Trump Media-Aktie zu lassen. Die Gefahr, sich daran die Finger zu verbrennen, ist sehr hoch.

Zu den genannten Belastungsfaktoren kommt die aktuelle Unbeliebtheit des US-Präsidenten. Der Angriff auf den Iran und die Anhebung der Zölle auf ausländische Produkten haben auch in den USA zu einer deutlichen Verteuerung von Sprit und vielen anderen Produkten geführt.

US-Wähler verzeihen ihren Präsidenten traditionell recht viel, nicht aber einen Griff in ihr Portemonnaie. Bei den bevorstehende Midterm-Wahlen im November dürfte Trump deshalb eine herbe Klatsche kassieren. Man muss davon ausgehen, dass der Präsident in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit nur noch eine sogenannte „lame duck“ ist, also ein Präsident ohne große Macht gegenüber einem voraussichtlich demokratisch dominierten Kongress.

Das sind keine guten Vorzeichen für die weitere Kursentwicklung der Trump Media-Aktie. Sie scheint das Ende des US-Präsidenten bereits vorwegzunehmen. Also Finger weg von diesem fallenden Messer.

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ℹ️ Trump Media & Technology in Kürze

  • Die Trump Media & Technology Group (TMTG) (WKN: A3CYXD) ist ein amerikanisches Medien- und Technologieunternehmen.
  • Gegründet wurde das Unternehmen vom ehemaligen und voraussichtlich neuen US-Präsidenten Donald Trump, der Mehrheitseigentümer ist.
  • Im Zentrum der Geschäftstätigkeit steht die Social Media Plattform Truth Social. Zudem ist ein Streaming-Dienst namens TMTG+ geplant.
  • TMTG ging im März 2024 durch die Fusion mit dem SPAC Digital World Acquisition an die Börse.
  • Die Trump Media & Technology Group notiert an der US-Technologiebörse Nasdaq und ist ca. 2,7 Milliarden US$ wert.
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