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ThyssenKrupp-Aktie: Die rosarote Brille von der Nase

-40% in nur 6 Wochen

Nachdem die ThyssenKrupp-Aktie Mitte Februar auf ein neues 7-Jahreshoch geklettert ist, kennt sie nur noch eine Richtung, und zwar nach unten. Innerhalb der letzten sechs Wochen hat der Stahl- und Technologiekonzern satte -40% an Wert verloren. Was ist bloß los bei ThyssenKrupp und hatten Anleger viel zu lange die rosarote Brille auf der Nase?

Early morning smoking towers of an industrial steel company. silhouette concept. Rauchende Schornsteine
stock.adobe.com/HN Works

Scheitert der Verkauf der Stahlsparte?

Bei ThyssenKrupp potenzierten sich zuletzt die Sorgen und durch den Iran-Krieg werden diese Sorgen noch einmal multipliziert.

Größtes Sorgenkind ist nach wie vor die Stahlsparte. Seit über einem halben Jahr ziehen sich nun schon die Verhandlungen des deutschen Konzerns mit Jindal Steel aus Indien. Fortschritte scheint es nicht zu geben. Zumindest wurden zuletzt keine berichtet.

Knackpunkt könnte die Personalausstattung von ThyssenKrupp Steel sein. Berichten zufolge fordert Jindal deutlich härtere Kostensenkungen, als ursprünglich mit der Gewerkschaft IG Metall vereinbart. Zusätzlich zu den bereits geplanten 11.000 Stellenstreichungen sollen die Inder Gerüchten zufolge den Abbau weiterer 2.000 bis 3.000 Arbeitsplätze verlangen.

Der Iran-Krieg macht die Situation für beide Parteien nicht einfacher. Er dürfte sich nachtteilig auf die Automobilindustrie auswirken, eine der wichtigsten Abnehmerbranchen für ThyssenKrupp Steel.

Sorgen auch in anderen Sparten

Auch bei der Handelssparte Material Services nimmt dieser Tage der Stress zu. Bis Ende März will der Konzern auf Basis der operativen Fortschritte entscheiden, wie es mit der Sparte in Zukunft weitergehen soll.

Verschiedene Optionen liegen auf dem Tisch. Sie reichen von einem Börsengang Ende 2026 über eine Abspaltung als eigenständige Einheit an die bisherigen Aktionäre bis zu einem Verkauf.

Und von der Wasserstofftochter Nucera gab es zuletzt ebenfalls keine guten Nachrichten. Sie korrigierte vor wenigen Tagen ihre Prognose für das laufende Jahr nach unten. Die Umsatzerwartung wurde um 50 Millionen € auf 450 bis 500 Millionen € gesenkt und die EBIT-Erwartung wurde von 0 bis -30 auf -30 bis -80 Millionen € verringert.

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Bald ein neues 12-Monatstief?

Die jüngste Chartentwicklung der ThyssenKrupp-Aktie ist furchteinflößend. Der Kurs befindet sich im freien Fall und ist inzwischen auf ein neues 6-Monatstief gefallen. Bei einer Fortsetzung dieses rasanten Absturzes ist sogar ein neues 12-Monatstief bei 5,40 € in Kürze denkbar.

Die rosarote Brille musste ab

Vor einem Monat habe ich Anleger vor einem Investment in die ThyssenKrupp-Aktie mit den Worten gewarnt, dass zu viel Optimismus in den Aktienkurs eingespeist sei. Viel zu lange hat die Börse in Bezug auf den deutschen Traditionskonzern die rosarote Brille auf der Nase.

Auch beim aktuellen Kursniveau stehe ich noch zu meiner Warnung. Für ThyssenKrupp hat sich in den letzten Wochen ein nahezu perfekter Sturm zusammengebraut.

Die Energiepreise schossen durch die Decke, was für Großverbraucher wie TK eine enorme Belastung darstellt. Gleichzeitig müssen sich die Hauptabnehmerbranchen des Konzerns in den kommenden Monaten auf Nachfragerückgänge einstellen.

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Ein großes Fragezeichen mache ich auch hinter den Verkauf der Stahlsparte an Jindal Steel. Die Due Diligence der Inder dauert mir inzwischen etwas zu lange. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass es zwischen den Parteien große Meinungsverschiedenheiten gibt. Ein Scheitern der Verhandlungen ist für mich überhaupt nicht mehr ausgeschlossen.

Anleger lassen deshalb besser die Finger von der ThyssenKrupp-Aktie. Es könnten turbulente nächste Wochen werden.

ℹ️ Thyssenkrupp in Kürze

  • Thyssenkrupp mit Hauptsitz in Essen ist ein diversifizierter Industrie- und Technologiekonzern mit Schwerpunkt in der Stahlherstellung.
  • Der Konzern ging 1999 aus der Fusion der beiden Traditionsunternehmen Friedrich Krupp AG und Thyssen AG hervor.
  • Thyssenkrupp ist im Nebenwerteindex MDAX notiert und ist aktuell 4,5 Milliarden € wert.
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