The Platform Group-Aktie: Es wird spannend

Anleiheemission
Marco Messina
26.06.24 um 14:33

The Platform Group (WKN: A2QEFA) will ab dem heutigen Mittwoch 25 Millionen € über die Ausgabe einer Anleihe einsammeln. Parallel verkündet das Unternehmen bereits die nächste Übernahme. Was bedeutet das für Anleger?

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15 Millionen € frisches Kapital für Übernahmen

Wir haben bereits in der vergangenen Woche über die Pläne von The Platform Group berichtet, sich über eine Anleiheemission frisches Kapital zu sichern und damit den finanziellen Spielraum für die nächsten wegweisenden Übernahmen auszuweiten. Dieser Meilenstein wird nun in der nächsten Woche wohl erreicht.

Vom Nettoerlös der insgesamt 25 Millionen €, die eingenommen werden sollen, sollen 15 Millionen € für Übernahmen zur Umsetzung des anorganischen Wachstums der Gruppe bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024 eingesetzt werden. Rund 3 Millionen € sind für Software-Investitionen reserviert.

Sicherlich ein kluger Schachzug, denn wir sehen gerade, wie das Thema KI die Softwarewelt auf den Kopf stellt. Daher ist es wichtig, im Bereich eCommerce softwaretechnisch immer auf der Höhe der Zeit zu sein und auch hier nicht mit Investitionen zu knausern.

Zeichnungsfrist startet

Heute startet an der Frankfurter Börse die einwöchige Zeichnungsfrist für die Anleihe 2024/2028 (WKN A383EW), die bei vier Jahren Laufzeit eine jährliche Verzinsung zwischen 8 und 9% aufweist. Die Mindestzeichnungssumme liegt bei geringen 1.000 € und die Zeichnungsfrist endet spätestens am 3. Juli, wo dann auch der endgültige Zinssatz festgelegt wird.

Interessierte Anleger bekommen über den obigen Link zur Börse Frankfurt direkt alle Informationen rund um diese Anleiheemission und erfahren, wie sie diese bei ihrer Haus- oder Direktbank zeichnen können.

Überraschenderweise erhalten die Anleger ihre Zinszahlung zweimal im Jahr, jeweils am 11. Januar sowie am 11. Juli eines Jahres. Es besteht ein vorzeitiges Kündigungsrecht seitens der Gesellschaft.

Klare Aussage des CEO

CEO Dr. Dominik Benner kommt aus einem Familienunternehmen mit langjähriger Historie. Eine seiner Aussagen, dass er keinen Cashburn akzeptiere, hat sich bei Profiinvestoren und Analysten bereits eingebrannt. Mit über 70% Anteil am Unternehmen würde er sich selber auch am meisten schaden, wenn er keine klugen und vor allem finanziell lohnenden unternehmerischen Entscheidungen träfe.

Somit ist klar: Die eingesammelten Millionen werden nicht in irgendwelche riskanten Übernahmeprojekte investiert, sondern weiterhin sehr gewissenhaft in potenzielle Übernahmekandidaten, die zum weiteren Wachstum der Gesellschaft beitragen können.

Planzenplattform Aplanta übernommen

Nach den jüngsten Übernahmen haben die Düsseldorfer bereits bei ihrem Kapitalmarkttag ihre Prognosen deutlich erhöht. Am Dienstag wurde nun vermeldet, dass die Gesellschaft die Mehrheit an der Pflanzenplattform Aplanta übernommen hat.

Aplanta wurde erst vor knapp zwei Jahren gegründet und richtet den Fokus auf Kunstpflanzen und Kunstbäume. Die Kunden sind demnach B2B- und B2C-Kunden in Europa. Die bestehenden B2B-Kunden kommen unter anderem aus den Bereichen Hotel, Restaurant, Office und Event.

Gerade in Zeiten von Homeoffice werden hochwertige künstliche Pflanzen und Blumen immer mehr zum Trend. Aber auch in Fitnessstudios, in der Hotellerie und in der Gastronomie erfreuen sich die Kunstpflanzen immer größerer Beliebtheit.

Aplanta soll strategisch zur führenden europäischen Plattform für Kunstpflanzen ausgebaut werden. Ein Markt, der nach Angaben von The Platform Group jedes Jahr stark wachse und in dem Europa kaum digitale Player aufweise. Hier wäre TPG demnach auf einen Schlag vermutlich ein First Mover.

Weitere Einkäufe geplant

Mit den rund 15 Millionen €, die netto aus der Unternehmensanleihe für Übernahmen investiert werden sollen, strebt das Unternehmen weitere vier bis fünf Übernahmen in den kommenden Monaten bis Ende des Jahres an. So richtet The Platform Group zum Beispiel aktuell sein Augenmerk auf eine Luxusplattform aus dem Ausland. Auch eine Firma einer neuen Branche steht auf dem Kaufzettel.

Das Geld wird offenbar genau zum richtigen Zeitpunkt genutzt. Wie CEO Dr. Dominik Benner auf dem Capital Markets Day verlauten ließ, gebe es derzeit wie noch nie zuvor sehr gute, profitable Unternehmen im eCommerce günstig zum Kauf.

Aktie konsolidiert auf hohem Niveau

Nach einer ordentlichen Kursrallye seit Jahresanfang konsolidiert die Aktie von The Platform Group in den letzten Tagen auf hohem Niveau. Sollte die Vollplatzierung der Anleihe gelingen und sollten mit dem Nettoerlös die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, dürften Analysten und Investoren nochmal mit dem spitzen Bleistift nachrechnen, ob nicht bald wieder eine Erhöhung der Prognose vorgenommen werden muss.

ℹ️ The Platform Group in Kürze

  • The Platform Group AG ist ein Software-Unternehmen, welches in zahlreichen Branchen Plattformlösungen betreibt.
  • Über 11.800 Partner sind, stand März 2024, auf den Plattformen aktiv.
  • Die Umsatzprognose für 2024 liegt derzeit bei 480 bis 500 Millionen €., für 2025 bei 550 Millionen €
  • Ursprünglich im stationären Schuhhandel gestartet, bietet die TPG ihren Partnern mittlerweile softwarebasierte Plattformlösungen, insbesondere für Händler, an, für die sich ein umfangreicher und aufwendiger eigener Online-Shop nicht lohnen würde.
  • Der Hauptsitz des Konzerns ist im Schloss Elbroich in Düsseldorf.
  • Die Aktie des Unternehmens ist an der Börse aktuell mit rund 200 Millionen € bewertet.

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Interessenkonflikt: Ein Interessenkonflikt besteht darin, dass der Herausgeber für seine Berichterstattung über The Platform Group vom Unternehmen vergütet wurde.
Mitarbeiter des Herausgebers sowie der Herausgeber können selbst Aktien des besprochenen Unternehmens The Platform Group halten, diese jederzeit veräußern und dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren können. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags keine Aktien des besprochenen Unternehmens.

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