Tesla-Aktie: Deshalb ist sie ein brutales Risiko
Bei der Tesla-Aktie wird es in dieser Woche ernst. Wenn Elon Musk am Mittwoch nachbörslich die neuen Quartalszahlen vorlegt, geht es um weit mehr als ein paar Cent Gewinn oder Verlust. Es geht um Vertrauen. Und um die Frage, ob die hohe Bewertung noch zu rechtfertigen ist.
Schwaches Kerngeschäft sorgt für Unruhe
Zuletzt tat sich die Aktie schwer. Nach der kräftigen Erholung zum Jahresanfang kam wieder Sand ins Getriebe. Anleger zögern, sich vor den Zahlen klar zu positionieren – ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Markt mit Überraschungen rechnet.
Das größte Problem liegt auf dem Tisch: die Autoverkäufe. Tesla hat im abgelaufenen Quartal erneut weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Preisnachlässe sollten die Nachfrage ankurbeln, haben aber vor allem eines bewirkt – sinkende Margen.
Genau hier werden die Investoren hinschauen. Wie stark ist der operative Gewinn unter Druck geraten? Und vor allem: Gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung im laufenden Jahr? Bleibt Tesla hier vage, dürfte das den Anlegern nicht gefallen.
Die Konkurrenz schläft nicht
Hinzu kommt der wachsende Druck aus China. BYD hat Tesla bei den Auslieferungen überholt und drängt mit aggressiven Preisen auf den Weltmarkt. Auch traditionelle Hersteller holen bei Reichweite, Software und Kostenstruktur auf.
Teslas Vorsprung ist zweifellos kleiner geworden, böse Zungen behaupten sogar, es gebe gar keinen mehr – das spiegelt sich bislang noch nicht vollständig im Aktienkurs wider.
Visionen tragen den Kurs – noch
Warum hält sich die Aktie trotzdem vergleichsweise stabil? Die Antwort lautet: Zukunft. Autonomes Fahren, Robotaxis, Optimus-Roboter, Software-Erlöse – Elon Musk liefert weiter große Visionen. Besser gesagt: Versprechen. Viele Anleger setzen darauf, dass Tesla sich vom Autobauer zum Plattform-Konzern wandelt.
Doch genau hier liegt das Risiko. Solange diese Projekte keine nennenswerten Umsätze liefern, bleibt die Bewertung lediglich eine Verheißung auf morgen. Enttäuschende Quartalszahlen können dieses fragile Gleichgewicht schnell kippen.
Fazit: Nein, danke
Die anstehenden Zahlen werden aus meiner Sicht auf jeden Fall zur Nagelprobe. Liefert Tesla zumindest einen soliden Ausblick und zeigt Fortschritte bei Kosten und Cashflow, könnte die Aktie wieder Fahrt aufnehmen. Enttäuscht der Konzern hingegen erneut, droht eine schmerzhafte Neubewertung.
Für Anleger heißt das: Wer bereits investiert ist, braucht starke Nerven. Wer neu einsteigen will, sollte unbedingt die Zahlen abwarten.
Es mag Chancen geben, aber bei einer in meinen Augen utopischen Bewertung von einem KGV jenseits der 300 extrem hohe Risiken. Für mich heißt es daher: Tesla-Aktie, nein danke. Ich bin der Meinung, dass wir alsbald den Anfang vom Ende dieser Börsenstory sehen.
Wer klüger investieren und besser schlafen will, hier kommt ein Tipp: Mit unserem kostenlosen Report „3 Top-Picks 2026“ ist Dein Depot in diesem Jahr gut gerüstet.
ℹ️ Tesla in Kürze
- Der 2003 gegründete US-Autohersteller mit Hauptsitz in Austin im US-Bundesstaat Texas ist derzeit der weltweit zweitgrößte Hersteller von Elektroautos. Neben Fahrzeugen stellt Tesla (WKN: A1CX3T) auch Batteriespeicher und Photovoltaikanlagen her.
- Die Fahrzeuge und teilweise auch die Batterien werden in Gigafactories genannten Großfabriken produziert. Derzeit betreibt Tesla Gigafactories in den USA, Deutschland und China.
- Tesla ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500. Der Unternehmenswert liegt aktuell bei 1,49 Billionen US$.