TeamViewer-Aktie: Wo findet sie einen Boden?

Weiter unter Druck

Noch tiefer geht nicht? Bei der TeamViewer-Aktie schon. Der Abwärtstrend scheint nicht zu stoppen, am Donnerstagmorgen notiert sie bei 4,50 €. Findet der Titel denn niemals einen Boden?

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Von einem Allzeittief zum nächsten

Welche Geschichte soll man leidgeplagten Anlegern erzählen, wenn eine Aktie in ihrem Depot fällt und fällt und fällt? Die TeamViewer-Aktie ist so ein Fall, sie eilt von einem Allzeittief zum nächsten.

Charttechnisch ist das Bild desaströs. Seit dem Sommer 2023 befindet sich die Aktie in einem langanhaltenden Abwärtstrend. Kurz-, mittel- und langfristig ist der Trend weiter fallend. Am spannendsten ist derzeit wohl die Frage, wo sie endlich einen Boden finden könnte.

Die nächste Unterstützung liegt bei 4,37 €. Sollte auch diese nicht halten, wird es zappenduster. Dann stehen nämlich Kursregionen von 3,52 € bis 3,76 € zur Debatte. Eine Prognose, die sich aus dem Chartbild ergeben könnte, ist hier schlicht nicht möglich.

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Shortseller drücken auf die Tube

Besonders ärgerlich aus Sicht von Anlegern dürfte der Umstand sein, dass die berüchtigten Shortseller fleißig an deren Niedergang arbeiten. Die Leerverkaufsquote ist seit geraumer Zeit bereits mit einem Anteil von rund 10% aller ausstehenden Aktien sehr hoch.

Bedenklich erscheint in diesem Zusammenhang, dass die Leerverkäufer jüngst ihre Aktivitäten sogar noch ausgedehnt haben, wie wir am Montag in diesem Artikel beleuchtet haben. Wissen diese etwa mehr? Oder setzen sie ganz einfach darauf, dass die KI dem Geschäftsmodell des Unternehmens den Garaus machen wird, nachdem das US-Analysehaus Bernstein genau dieses Gespenst in den Raum gestellt hatte?

Dass es diesbezüglich durchaus Risiken gibt, diese aber keinesfalls zwingend existenziell das Geschäftsmodell von TeamViewer bedrohen, haben wir in diesem Bericht aufgezeigt. Erstens, weil der Fernwartungsspezialist selbst KI einsetzt, zweitens weil es zwar weniger Fälle, dafür aber schwierigere und höherpreisige Fälle geben könnte.

Ist diese Aktie ein Schnäppchen?

Wenn man die Bewertung der TeamViewer-Aktie mit einem sehr niedrigen Kursgewinn-Verhältnis (KGV) von 5 und einem ebenso niedrigen Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 1 zugrunde legt, dann ist sie zweifellos sehr günstig, um nicht zu sagen ein Schnäppchen.

Von daher muss man sie schon fast kaufen, denn das Unternehmen steht ja keinesfalls vor der Insolvenz, wie der stetige Kursverfall suggerieren könnte, sondern erzielt leicht steigende Umsätze und ist überaus profitabel mit einer angepeilte operative EBITDA-Marge von 43% für  dieses Jahr. Das sehen auch alle Analysten so, denn das niedrigste Kursziel liegt bei 6,50 €, also weit über der aktuellen Notierung.

Der Wermutstropfen sind natürlich die Shortseller, die hier ihr Unwesen und den Kurs immer tiefer in den Keller treiben. Dazu muss man allerdings sagen, dass auch diese zwangsläufig irgendwann ihre Gewinne einstreichen wollen und die leerverkauften Aktien zurückkaufen müssen. Von daher ist hier auch meiner Meinung nach jederzeit ein Short Squeeze möglich.

Ein Hinweis zum Schluss: Wenn Dich das Thema KI interessiert und Du hier mögliche Gewinner suchst, schau doch mal in unseren kostenlosen Report KI-Gewinner 2026.

ℹ️ TeamViewer in Kürze

  • Die TeamViewer SE ist ein weltweit führender Software-Anbieter von Remote-Konnektivitätslösungen. Mittels seiner Software können Fernwartungen von Computern und anderen Endgeräten vorgenommen werden.
  • Neben dem Hauptsitz in Göppingen ist das Unternehmen weltweit mit Niederlassungen vertreten.
  • Die Marktkapitalisierung der im TecDAX gelisteten Aktie liegt aktuell bei 739 Millionen €.
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