TeamViewer-Aktie: Wann verlässt sie das Tal der Tränen?
Die TeamViewer-Aktie bereitet Anlegern weiter keine Freude. Sie krebst aktuell um die Kursmarke von 4,50 € herum. Wann verlässt der Titel endlich das Tal der Tränen, in dem er sich schon so lange befindet?
Abstieg in den SDAX
Der anhaltende Kursverfall der TeamViewer-Aktie, binnen sechs Monaten sind es -46%, findet in wenigen Tagen seinen Niederschlag in einem Abstieg. Zum Handelsbeginn am 23. März, also kommende Woche Montag, geht es für den Titel vom MDAX der mittleren Werte in den SDAX der kleinen Werte. Er wird also fortan noch weniger Beachtung bekommen.
Prinzipiell ist das kein Weltuntergang. Das Unternehmen ist schlicht aus Sicht der Börse kleiner und bedeutungsloser geworden. Und das lässt sich allein an der stark gesunkenen Marktkapitalisierung ablesen, die aktuell nur noch bei knapp 732 Millionen € liegt.
Für Anleger ist wichtig zu wissen, dass sich mit dem Abstieg in den allermeisten Fällen auch das Handelsvolumen der Aktie verringert. Kauf- oder Verkaufsorder sollten also streng limitiert werden. Zudem gehen oft höhere Kursschwankungen damit einher.
Kleiner Tipp an dieser Stelle: Wenn Du über die Entwicklung von TeamViewer (und anderen spannenden Aktien) trotzdem auf dem Laufenden bleiben willst, dann sichere Dir einfach den kostenlosen SD Insider Newsletter.
Der nächste Analyst stuft ab
Wie häufig zu beobachten nach anhaltenden Kursverlusten, stufen immer mehr Analysten die entsprechende Aktie ab. Bei TeamViewer ist es aktuell die britische Investmentbank Barclays. Sie hat vergangene Woche Freitag ihre Einschätzung von „Overweight“ auf „Equal Weight“ geändert. Auch das Kursziel wurde von 7 € auf 5 € gesenkt.
Analyst Sven Merkt legt wie andere zuvor den Finger in die vermeintliche KI-Wunde, sprich er sieht entsprechende Risiken bei TeamViewer. Wir hatten das KI-Gespenst bereits in diesem Artikel näher beleuchtet und sind weiter der Ansicht, dass hier keinesfalls grundsätzlich das Geschäftsmodell der Göppinger bedroht sein muss, wie es stark im derzeitigen Kurs eingepreist ist.
Barclays markiert im Übrigen nun das niedrigste Kursziel aller Marktbeobachter – und selbst das liegt noch rund +11% über der aktuellen Notierung. Im Schnitt liegt das Kursziel der 17 Analysten, welche die Aktie covern, bei 8,69 €, was ein sattes Potenzial von +94% offenbart.
Übles Chartbild
Charttechnisch bietet die TeamViewer-Aktie ein Trauerbild. Der langanhaltende Abwärtstrend begann bereits im Sommer 2023 und aktuell ist weiterhin kein Boden in Sicht. Der Titel schleicht um die Unterstützung bei 4,45 € herum. Sollte diese nicht halten, rücken Kursregionen von 3,52 € bis 3,76 € ins Visier.
Von einem möglichen Trendwechsel könnte man erst sprechen, wenn die Aktie den Widerstand bei 5,24 e nachhaltig überwunden hätte.
Gehört diese Aktie ins Depot?
Die TeamViewer-Aktie ist nach dem langanhaltenden Aderlass mit einem sehr niedrigen Kursgewinn-Verhältnis (KGV) von rund 5 zweifellos günstig. Von der Bewertungsseite her spricht also alles für einen Kauf.
Wenn man dann noch feststellen muss, dass der Umsatz weiterhin moderat wächst (2025: 747 Millionen €) und das Unternehmen mit einer EBITDA-Marge über 40% hochprofitabel ist, bin ich mir recht sicher, dass genau das irgendwann wieder korrekt bewertet und in höheren Kursen Ausdruck finden wird. Aus meiner Sicht ist das nur eine Frage der Zeit.
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ℹ️ TeamViewer in Kürze
- Die TeamViewer SE ist ein weltweit führender Software-Anbieter von Remote-Konnektivitätslösungen. Mittels seiner Software können Fernwartungen von Computern und anderen Endgeräten vorgenommen werden.
- Neben dem Hauptsitz in Göppingen ist das Unternehmen weltweit mit Niederlassungen vertreten.
- Die Marktkapitalisierung der im TecDAX gelisteten Aktie liegt aktuell bei 736 Millionen €.