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Super Micro Computer-Aktie: Super Schnäppchen oder fallendes Messer?

Existenziell gefährdet

Der Sturz der Super Micro Computer-Aktie scheint ins Bodenlose zu gehen. Nachdem der Kurs des Serverkonzerns bereits am Freitag um -33% abgesackt ist, setzt sich die Talfahrt auch am Montagmorgen mit einem Minus von über -6% im europäischen Handel fort. Findet der Tech-Titel denn überhaupt keinen Boden mehr oder können Anleger hier schon ein tolles Schnäppchen machen?

Modern Rack LED console in server room data center. Generative AI.
stock.adobe.com/visoot

Kommt der Nvidia-Cut?

Neue Nachrichten gibt es zum Wochenauftakt nicht in Bezug auf den Ende vergangener Woche aufgedeckten Schmuggelskandal rund um Hochleistungs-KI-Server nach China. Doch die Börse scheint sich Gedanken über zwei mögliche indirekte Folgewirkungen zu machen, die Super Micro Computer extrem schaden könnten.

Zum Ersten ist das die Sorge vor einem Nvidia-Cut. Sollte der weltgrößte Hersteller von KI-Chips aufgrund des völlig ramponierten Images von Supermicro seine Beziehung zum Serverhersteller einstellen und ihn nicht mehr mit Chips beliefern, wäre dessen Geschäftsmodell de facto am Ende. Die Kunden von Super Micro Computer würden ihrerseits umgehend ihre Geschäftsbeziehungen einstellen.

Ein Nvidia-Cut ist keineswegs ein Hirngespinst, denn der Chipkonzern muss selbst Acht geben, seine Beziehung zur US-Regierung nicht weiter zu belasten. In den vergangenen Monaten lagen Washington und Nvidia häufig im Clinch wegen der unterschiedlichen Auffassungen in Bezug auf die Zukunft des China-Geschäfts. Während Nvidia weiterhin Kunden aus der Volksrepublik beliefern will, möchte die US-Regierung am liebsten den Technologietransfer aus den USA nach China vollständig stoppen.

Vor diesem Hintergrund könnte sich Nvidia aufgrund des regulatorischen Drucks aus Washington gezwungen sehen, die Belieferung von Super Micro Computer zumindest mit den neuesten Chipgenerationen einzuschränken. Das wäre ein heftiger Dämpfer für die Wettbewerbsfähigkeit des Serverherstellers.

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Und fliegt Supermicro aus dem S&P 500?

Zum Zweiten macht sich die Börse zurecht Sorgen um einen Rauswurf der Super Micro Computer-Aktie aus dem US-Leitindex S&P 500. Ein Ausschluss ist absolut im Bereich des Möglichen und meiner Ansicht nach sogar wahrscheinlich, sofern sich die Lage nicht rasch stabilisiert.

Zwei Kriterien des Indexanbieters S&P Dow Jones könnten Supermicro zum Verhängnis werden. Das erste ist das Kriterium der angemessenen Governance. S&P betont in seinen Richtlinien, dass Unternehmen eine solide Unternehmensführung (Corporate Governance) aufweisen müssen. Bei Super Micro Computer muss man vor dem Hintergrund des aktuellen Skandals ein großes Fragezeichen hinter diesen Punkt machen.

Das zweite Kriterium ist die Marktkapitalisierung. Um im S&P 500 zu verbleiben, muss ein Unternehmen eine gewisse Größe behalten. Aktuell liegt die Hürde für Neuaufnahmen bei ca. 18 bis 20 Milliarden US$.

Bestehende Mitglieder dürfen zwar etwas tiefer sinken, aber aktuell liegt der Börsenwert von Super Micro Computer mit ca. 12 Milliarden US$ weiter unter dieser Schwelle. Wenn die Marktkapitalisierung dauerhaft unter die der kleinsten Index-Mitglieder fällt, wird das Unternehmen zum Streichkandidaten bei der nächsten Quartalsüberprüfung.

Ein desolates Chartbild

Das Chartbild der Super Micro Computer-Aktie ist in einem desolaten Zustand. Die Aktie ist zum Wochenschluss auf ein neues 2-Jahrestief gefallen.

Die nächste harttechnische Unterstützung liegt erst bei ca. 13,50 €. Ein Boden hat sich bislang noch nicht gebildet.

Das könnte der Sargnagel sein

Die Super Micro Computer-Aktie ist derzeit sowohl charttechnisch als auch fundamental gesehen ein Schnäppchen. Der Tech-Titel notiert auf einem neuen 2-Jahrestief und das Forward-KGV ist unter 8 gefallen.

Trotzdem sollten Anleger meiner Einschätzung nach der Versuchung widerstehen, in die Supermirco-Aktie zu investieren. Die Risiken sind momentan unübersehbar und vor allem existenziell.

Sollte Nvidia den Serverhersteller von seinen neuesten Chipgenerationen „abschneiden“, wäre das ein Sargnagel im Geschäftsmodell von Supermicro. Ich halte es durchaus für möglich, dass Nvidia-Chef Jensen Huang den Stecker zieht (zumindest ein wenig).

Meiner Meinung nach hat die Super Micro Computer-Aktie noch nicht ihren Boden gefunden. Ich gehe davon aus, dass die kommenden Tage sehr turbulent werden und es auch Konsequenzen im Management geben wird. Die Folgen für die Kursentwicklung sind unabsehbar.

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ℹ️ Super Micro Computer in Kürze

  • Super Micro Computer (WKN: A0MKJF) mit Sitz in San José in Kalifornien ist ein US-Anbieter von Server- und Speichertechnologien.
  • Das Unternehmen verfügt über eine sehr breite Produktpalette, die von Hauptplatinen und Barebones über Server bis zu Computergehäusen und Kühlungslösungen reicht.
  • Die Hauptbörse der Aktie von Super Micro Computer ist die Technologiebörse Nasdaq, in Deutschland ist sie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit rund 12 Milliarden US$ bewertet.
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