Strategy-Aktie unter Druck: Kippt das Saylor-Narrativ?
Strategy verkauft erstmals wieder Bitcoin
Strategy hat zuletzt einen Schritt vollzogen, den viele Anleger lange Zeit für nahezu ausgeschlossen hielten. Das Unternehmen verkaufte erstmals seit Jahren wieder einen Teil seiner Bitcoin-Bestände. Insgesamt wurden 32 Bitcoin veräußert, um Verpflichtungen im Zusammenhang mit den Vorzugsaktien des Unternehmens zu finanzieren.
Finanziell spielt die Transaktion kaum eine Rolle. Gemessen an den mehr als 843.000 Bitcoin in den Reserven entspricht der Verkauf lediglich einem winzigen Bruchteil der Bestände. Die Bedeutung liegt daher an anderer Stelle.
Über Jahre hinweg war Strategy eng mit der Idee verbunden, Bitcoin dauerhaft zu halten. Michael Saylor hatte immer wieder betont, dass Bitcoin für das Unternehmen ein langfristiger Vermögenswert sei. Genau diese Haltung machte die Aktie für viele Anleger interessant. Wer Strategy kaufte, setzte indirekt auf eine immer weiter steigende Bitcoin-Position.
Der jüngste Verkauf ändert zwar nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens. Er zeigt jedoch erstmals, dass die Bitcoin-Reserven unter bestimmten Umständen auch zur Finanzierung von Unternehmensverpflichtungen genutzt werden können. Für viele Investoren markiert das einen wichtigen Unterschied zur bisherigen Wahrnehmung. Hinzu kommt, dass der Schritt in eine Phase fällt, in der Bitcoin selbst unter Druck steht. Dadurch fällt es der Aktie schwer, neues Momentum aufzubauen.
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Wichtige Unterstützungszone rückt wieder näher
Die Strategy-Aktie verlor allein am vergangenen Handelstag knapp -6% und notiert aktuell bei rund 150 US$. Damit wurde ein großer Teil der vorherigen Erholung wieder abgegeben. Nach der Stabilisierung der vergangenen Wochen dominieren inzwischen erneut die Verkäufer. Der Abstand zu den Höchstständen der letzten Monate bleibt weiterhin erheblich.
Sollte die aktuelle Schwäche anhalten, dürfte zunehmend die Region um 100 US$ in den Mittelpunkt rücken. Diese Marke besitzt nicht nur eine hohe psychologische Bedeutung, sondern diente bereits in der Vergangenheit mehrfach als wichtige Unterstützungszone.
Noch ist die Aktie von diesem Bereich ein gutes Stück entfernt. Vom aktuellen Niveau aus wäre dafür eine weitere Korrektur von rund -30% notwendig. Bei Strategy sollten Anleger allerdings nicht unterschätzen, wie schnell sich Kursbewegungen entwickeln können. Die enge Verbindung zum Bitcoin-Kurs sorgt regelmäßig für deutlich höhere Schwankungen als bei klassischen Technologieunternehmen.
Auf der Oberseite fehlt derzeit ein klarer Impuls, der eine nachhaltige Erholung auslösen könnte. Solange Bitcoin selbst unter Druck bleibt und die Marktteilnehmer die jüngsten Entwicklungen rund um den Bitcoin-Verkauf verarbeiten, dürfte die Aktie anfällig für weitere Schwankungen bleiben.
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Strategy-Kurs auf TradingView
ℹ️ Strategy in Kürze
- Strategy (WKN: 722713), früher unter dem Namen MicroStrategy bekannt, ist ein US-Unternehmen mit Fokus auf Business-Intelligence- und Analysesoftware.
- International bekannt wurde das Unternehmen vor allem durch die aggressive Bitcoin-Strategie von Michael Saylor. Mit rund 818.000 BTC gehört Strategy aktuell zu den größten Bitcoin-Haltern weltweit.
- Die Strategy-Aktie ist an der Nasdaq gelistet und kann in Deutschland unter anderem über Tradegate gehandelt werden. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 55,7 Milliarden US-Dollar.
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Fazit
Für Strategy bleibt die Entwicklung des Bitcoin-Kurses weiterhin der wichtigste Faktor. Eine Stabilisierung bei Bitcoin könnte auch der Aktie wieder Rückenwind verleihen. Setzt sich die Schwäche am Kryptomarkt dagegen fort, dürfte die Region um 100 US$ zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dort wird sich zeigen, ob Käufer erneut bereit sind, die Aktie zu unterstützen oder ob die Korrektur weiter an Dynamik gewinnt.