Strategy-Aktie nach Schock-Zahlen: Der Anfang vom Ende?
Michael Saylor, einer der prominentesten Fürsprecher von Bitcoin, steht mit seinem Unternehmen Strategy vor einem der schwersten Rückschläge seit Beginn seiner Krypto-Wette. Der jüngste Preisverfall Anfang des Jahres setzt das Unternehmen zusätzlich unter Druck.
Strategy hält mehrere hunderttausend Bitcoin und hat diese über Jahre hinweg zu immer höheren Preisen erworben. Erstmals seit langer Zeit fiel der Marktpreis der Kryptowährung unter den durchschnittlichen Kaufpreis des Unternehmens. Da die Bestände zum aktuellen Marktwert bewertet werden müssen, schlug der Kursrutsch unmittelbar auf die Bilanz durch und verwandelte frühere Buchgewinne in einen der größten Verluste, die je bei einem börsennotierten Unternehmen mit Krypto-Fokus verbucht wurden.
Rekordverlust
Der größte institutionelle Bitcoin-HODLER meldete für das 4. Quartal 2025 einen massiven Nettoverlust in Höhe von rund 12,4 Milliarden US-Dollar. Trotz dieses gewaltigen Verlusts übertraf der Umsatz mit knapp über 120 Millionen Dollar die Erwartungen der Analysten, was aber die enttäuschende operative Gesamtsituation nicht ausgleichen konnte. Die Strategy-Aktie rutschte an der Nasdaq nachbörslich zunächst weiter ab, nachdem sie in einem katastrophalen Kryptomarkt zuvor schon mit einem Minus von 17% aus dem Handel gegangen war.
Geschäftsmodell steht in Frage
Das Geschäftsmodell von Strategy ist eng mit der Entwicklung von Bitcoin verknüpft. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen wiederholt neue Aktien und Anleihen ausgegeben, um weitere Bitcoin zu kaufen. Solange die Aktie mit einem deutlichen Aufschlag auf den Wert der gehaltenen Kryptowährungen gehandelt wurde, ließ sich dieses Modell fortsetzen. Mit dem jüngsten Kursverfall ist dieses Premium jedoch weitgehend verschwunden, was die Finanzierung neuer Käufe deutlich erschwert.
Saylor bleibt überzeugt
Saylor selbst gibt sich dennoch gelassen. Nach Angaben des Unternehmens besteht keine Gefahr kurzfristiger Liquiditätsengpässe. Strategy verfüge über ausreichende Barreserven, um Zins- und Dividendenzahlungen über einen längeren Zeitraum bedienen zu können. Ein Verkauf von Bitcoin stehe nicht zur Debatte. Stattdessen hält das Management an der langfristigen Überzeugung fest, dass sich der Wert der Kryptowährung langfristig erholen werde.
Zukunft hängt am Bitcoin
Gleichzeitig dämpft das Unternehmen die Erwartungen der Anleger. Für das laufende Jahr rechnet Strategy nicht mit Gewinnen. Die jüngsten Zahlen zeigen, wie stark Unternehmen, die Bitcoin in den Mittelpunkt ihrer Bilanz stellen, von der Volatilität des Marktes abhängig sind. Was lange als visionäre Strategie galt, wird nun zu einem Stresstest – nicht nur für Strategy, sondern für die Idee, Kryptowährungen als zentrales Fundament eines börsennotierten Geschäftsmodells zu nutzen.
Wer auf ein baldiges Ende des Bitcoin-Bärenmarkts setzt, kann sich nun spekulativ auch in Strategy positionieren.
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ℹ️ Strategy in Kürze
- Strategy (WKN: 722713) ist ein US-Unternehmen mit operativem Fokus auf den Vertrieb von KI-getriebener Analysesoftware.
- Bekannt ist das Unternehmen aber vor allem als Bitcoin-Holding. Laut aktuellen Daten hält das Unternehmen etwa 713.000 BTC und damit rund 3,4% aller erzeugten Bitcoins.
- Neben der Hauptbörse Nasdaq kann die Aktie auch über Tradegate gehandelt werden. Aktuell liegt der Marktwert bei rund 31 Milliarden US-Dollar.