Siemens Energy weiter auf Rekordjagd, Heidelberger Materials unter Druck: DAX-Ausblick

Weiter erholt

Der DAX hat sich in der vergangenen Woche weiter stabilisiert. Unter dem Strich gewann das größte deutsche Börsenbarometer 193 Punkte hinzu und schloss +0,78% höher mit knapp 24.915 Punkten. Die höchsten Gewinne gab es bei Siemens Energy und Deutsche Telekom, Heidelberg Materials rutschte ans DAX-Ende. Geht es für den Markt in der neuen Woche weiter nach oben?

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Erst rauf, dann runter und wieder rauf

Zum Wochenstart zog der deutsche Leitindex zunächst deutlich an und überwand die 25.000-Punkte-Marke, doch der Dienstag und der Mittwoch brachten leichte Abgaben mit sich. Am Donnerstag gab der DAX seine Gewinne nach einem positiven Start im Sog einer schwachen Wall Street wieder ab. Zum Wochenabschluss am Freitag gab es leichte Gewinne.

Die Unsicherheit bleibt groß

Anleger müssen weiterhin durch ein von sehr viel Unsicherheit geprägtes Marktumfeld navigieren. Nachdem es in der ersten Januarhälfte für den DAX noch von einem Rekordhoch zum Nächsten ging, zeigt sich seit Mitte Januar eine große Volatilität.

Gerade im Tech-Bereich sind KI-Bedenken zuletzt wieder deutlich größer geworden, einerseits aufgrund der gewaltigen Ausgaben der großen Tech-Konzerne, andererseits aufgrund der Folgen von KI für bestimmte Sektoren wie den Softwarebereich.

Darüber hinaus bewegt nach wie vor auch die Geldpolitik die Märkte. Und hier zeigt sich ein gemischtes Bild: Während der Arbeitsmarktbericht mit mehr geschaffenen Stellen besser ausfiel als erwartet, lagen die Inflationsdaten für den Monat Januar unter den Erwartungen.

Da Arbeitsmarktdaten oftmals im Nachhinein nach unten korrigiert werden, sollten die aktuellen Zahlen meiner Meinung aber nicht überbewertet werden. Somit gibt es Spielraum für weitere Zinssenkungen in diesem Jahr. Aktuell preist der Markt zwei Zinssenkungen für 2026 ein, die erste davon im Juni.

Ferner stellen auch die Unberechenbarkeit von US-Präsident Trump, die angespannte Lage im Nahen Osten und der Krieg in der Ukraine Risiken für die Märkte dar. Dazu kommt, dass der Februar saisonal zu den schwächeren Börsenmonaten gehört, sodass auch in den nächsten Wochen mit anhaltender Volatilität zu rechnen ist.

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Blick auf die neue Woche

In der neuen Woche stehen wieder einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Die interessantesten Daten kommen erst am Ende der Woche. Am Freitag erscheinen Einkaufsmanagerindizes für Europa, Deutschland und die USA, die als wichtige Konjunktur-Frühindikatoren gelten. Sie könnten auf eine Erholung hindeuten.

Ebenfalls am Freitag kommt die erste Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt der USA im vierten Quartal. Experten gehen davon aus, dass der rekordlange Shutdown die Wirtschaft weniger stark belastet hat als zunächst befürchtet.

Zudem könnte am Freitag nun auch endlich der Supreme Court seine Entscheidung über die reziproken Zölle fällen. Allgemein erwartet wird, dass der Oberste Gerichtshof der USA die Zölle für illegal erklärt, was dem Markt neuen Auftrieb geben könnte.

Außerdem geht die Berichtssaison weiter. Aus dem DAX legt der Flugzeugbauer Airbus am Donnerstag Zahlen vor.

Siemens Energy und Deutsche Telekom ziehen an, Heidelberg Materials rutscht ab

In der abgelaufenen Woche waren die Aktien von Siemens Energy und Deutsche Telekom hierzulande die Top-Performer im DAX mit Zuwächsen von +6,64 bzw. +6,51%. Siemens Energy setzte die Rekordjagd fort und profitierte von starken Quartalszahlen und einem ebenso guten Ausblick.

Die Deutsche Telekom setzte ihre Erholung mit dem Sprung auf ein neues 8-Monats-Hoch fort – angetrieben von einem starken Ausblick der US-Tochter T-Mobile US.

Weniger gut lief es für die Papiere von Heidelberger Materials, die mit Verlusten von -12,51% ans DAX-Ende rutschten. Als Belastung erweisen sich Aussagen von Bundeskanzler Merz hinsichtlich einer möglichen Lockerung von Klimaschutzvorschriften im Rahmen des Emissionshandels.

DAX auf Erholungskurs

Der DAX orientiert sich weiter nach oben. Zwar schloss das größte deutsche Börsenbarometer unterhalb der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke, beendete die Handelswoche aber oberhalb des alten Tops aus dem Oktober bei 24.771 Punkten.

Nachdem sich der Index in der Vorwoche von der 50-Tage-Linie (SMA50) nach oben abdrücken konnte, stellt nun die 38-Tage-Linie (SMA38) auf der Unterseite eine Unterstützung dar,

Gelingt der Ausbruch über die 25.000-Punkte-Marke, wären Anschlusskäufe zum Januar-Top bei 25.507 Punkten möglich. Rutscht der Index aber wieder unter die 38-Tage-Linie, könnte es zu einem weiteren Test der 50-Tage-Linie kommen, die sich aktuell bei 24.600 Punkten befindet.

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