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Shell-Aktie: Noch günstig genug?

Öl-Gigant im Fokus

Die Aktie von Shell war einer unserer absoluten Top-Favoriten zu Corona-Zeiten. Damals kostete das Öl-Schwergewicht kaum über 10,00 € je Anteil und bot eine extrem starke Dividendenrendite. Mittlerweile notiert der Titel fast viermal so hoch, ist aber im aktuellen Umfeld nach wie vor attraktiv.

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Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise weltweit nach oben – und rückt Öl- und Gaskonzerne erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Für die Aktie von Shell ergibt sich daraus eine besondere Konstellation: Während geopolitische Risiken steigen, verbessern sich gleichzeitig die kurzfristigen Ertragsaussichten.

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Energiepreise steigen sprunghaft an

Die Iran-Krise hat die globalen Energiemärkte in eine Phase akuter Angebotsunsicherheit versetzt. Besonders entscheidend ist die Lage in der Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen transportiert wird.

Durch Angriffe auf Infrastruktur und die teilweise Blockade der Route sind große Mengen an Angebot ausgefallen. In der Folge kletterten die Ölpreise zeitweise deutlich über die Marke von 100 US-Dollar je Barrel.

Analysten sprechen von der größten Angebotsstörung seit Jahren. Schätzungen zufolge sind mehrere Millionen Barrel täglich vom Markt verschwunden, was die Preise zusätzlich antreibt.

Warum Shell zu den Profiteuren zählt

Für integrierte Energiekonzerne wie Shell sind steigende Rohstoffpreise in der Regel ein direkter Gewinnhebel. Höhere Öl- und Gaspreise wirken sich unmittelbar auf Umsatz und Margen im Upstream-Geschäft aus, also bei Förderung und Produktion.

Zugleich profitiert Shell von seiner globalen Aufstellung. Während Teile der Produktion im Nahen Osten beeinträchtigt sein können, verfügt der Konzern über bedeutende Förderkapazitäten in Regionen wie den USA, Brasilien oder Australien. Diese Diversifikation ermöglicht es, von höheren Weltmarktpreisen zu profitieren, ohne vollständig von einzelnen Krisenregionen abhängig zu sein.

Hinzu kommt das starke LNG-Geschäft. Gerade im Gasmarkt führt die Krise zu zusätzlichen Preissprüngen, da Lieferketten gestört und Alternativen knapp werden. Europa und Asien konkurrieren verstärkt um verfügbare Mengen, was die Margen für Anbieter wie Shell weiter verbessert.

Kurzfristiger Preisschock als Gewinntreiber

Die aktuelle Marktdynamik ist vor allem kurzfristig geprägt. Der starke Anstieg der Spotpreise sorgt dafür, dass Förderunternehmen ihre Produktion zu deutlich höheren Preisen verkaufen können als noch wenige Monate zuvor.

Seit Beginn der Krise sind die Ölpreise um mehr als 25 Prozent gestiegen. Gleichzeitig rechnen große Banken inzwischen mit dauerhaft höheren Durchschnittspreisen für 2026.

Für Shell bedeutet dies: Selbst bei stabilen Fördermengen steigen die Erlöse deutlich an. Da ein Großteil der Kosten relativ fix ist, wirkt sich dies überproportional positiv auf die Gewinne und den freien Cashflow aus.

Markt bleibt vorsichtig bei Ölkonzernen

Trotz des Preisanstiegs reagieren die Aktien großer Ölkonzerne bislang vergleichsweise verhalten. Investoren gehen mehrheitlich davon aus, dass es sich um einen temporären Schock handelt und sich die Preise nach einer Entspannung der Lage wieder normalisieren könnten.

Diese Skepsis begrenzt kurzfristig das Kurspotenzial, eröffnet jedoch zugleich Chancen. Sollte sich die Krise länger hinziehen oder die Energiepreise auf erhöhtem Niveau bleiben, könnte sich die Bewertungslücke bei Unternehmen wie Shell schließen.

Cashflows und Ausschüttungen profitieren

Ein zentraler Effekt steigender Energiepreise liegt in der Verbesserung der Cashflows. Für Shell bedeutet dies mehr finanziellen Spielraum für Dividenden und Aktienrückkäufe.

Gerade in Phasen hoher Preise generieren Ölkonzerne enorme freie Mittelzuflüsse. Diese werden traditionell zu einem großen Teil an Aktionäre weitergegeben. Damit steigt die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Ausschüttungen.

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Risiken bleiben bestehen

Trotz der positiven Effekte ist die Situation nicht frei von Risiken. Eine längere Blockade wichtiger Transportwege könnte auch operative Probleme verursachen, etwa bei LNG-Projekten im Nahen Osten.

Zudem besteht die Gefahr politischer Eingriffe. Regierungen könnten bei stark steigenden Energiepreisen zusätzliche Steuern oder regulatorische Maßnahmen ergreifen, um Verbraucher zu entlasten.

Nicht zuletzt bleibt die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts hoch. Eine schnelle Entspannung würde die Preise wieder drücken und damit auch die kurzfristigen Gewinnimpulse reduzieren.

Fazit: Krise als kurzfristiger Rückenwind

Die Iran-Krise wirkt wie ein externer Katalysator für die Shell-Aktie. Steigende Öl- und Gaspreise verbessern unmittelbar die Ertragslage und stärken die Fähigkeit des Konzerns, hohe Ausschüttungen zu leisten.

Gleichzeitig bleibt der Markt vorsichtig und preist bislang keine dauerhaft hohen Energiepreise ein. Sollte sich die geopolitische Lage nicht rasch entspannen, könnte Shell zu den klaren Gewinnern der aktuellen Entwicklung zählen – mit entsprechendem Aufholpotenzial bei der Aktie.

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