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Rheinmetall mit Rebound, Henkel unter Druck: DAX-Ausblick

Erholungsbewegung gestartet

Nach einer vierwöchigen Verlustserie ist der DAX in eine Erholung eingeschwenkt. In der abgelaufenen Woche legte das größte deutsche Börsenbarometer 867 Punkte zu und schloss +3,89% höher mit 23.168 Punkten. Die höchsten Gewinne gab es bei Rheinmetall und Deutsche Börsen, Henkel rangierte am DAX-Ende. Setzt sich die Erholung in der neuen Woche fort?

Rote Leuchtreklame DAX - Börsenhandel in Deutschland, Darstellung DAX Aktienmarkt auf großem Monitor, Börsenhandel der größten deutschen Unternehmen
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Kurse erholen sich

Diplomatische Töne aus dem Weißen Haus bescherten dem Markt einen starken Wochenauftakt. Zeichen der Deeskalation und die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende trieben den DAX auch am Dienstag und am Mittwoch deutlich nach oben. Zum Ende der auf vier Handelstage verkürzte Karwoche kam es zunächst zu einem kräftigen Rücksetzer, da der US-Präsident bei seiner Rede an die Nation verbal wieder an der Eskalationsschraube drehte. Im Tagesverlauf wurden die Verluste aber wieder eingedämmt.

Wenn ein Mann die Märkte bewegt

Es bleibt dabei. Donald Trump bewegt die Märkte und Anleger hängen förmlich an seinen Lippen. Damit bestimmt ein Mann fast im Alleingang Richtung und Tempo an den Börsen. Dies war in der abgelaufenen Woche nur allzu gut zu beobachten. Nachdem der Präsident ein Ende der Kampfhandlungen in den nächsten zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt hatte, zogen die Märkte an.

Dies sorgte von Montag bis Mittwoch für eine kräftige Erholung. Dann kam die Rede an die Nation, bei der Trump zwar an der Aussage eines baldigen Kriegsendes  festhielt, gleichzeitig mit scharfer Rhetorik und der Ankündigung weiterer massiver Schläge in den nächsten Tagen aber unnötig Öl ins Feuer goss.

Hier sei erwähnt: Nicht jede Dividenden-Aktie bietet auch Kurspotenzial – doch einige tun es durchaus. Diese zehn Titel wurden nach beiden Kriterien ausgewählt und könnten 2026 für eine doppelte Rendite sorgen.

Aussicht auf Kriegsende als Kurstreiber

Die Marktreaktion war erwartungsgemäß tiefrot, da die Ölpreise in der Folge deutlich nach oben liefen. Allerdings wurden die anfänglichen Rücksetzer gekauft, sodass die Indizes im Tagesverlauf wieder ins Plus drehten, obgleich die Ölpreise ihre Gewinne halten konnten. Das ist doch sehr interessant und zeigt, dass der Markt durchaus nach oben möchte und die Aussicht auf ein baldiges Kriegsende scheinbar höher gewichtet als die noch folgenden Militärschläge.

Am Karfreitag wurde weder in Deutschland noch an der Wall Street gehandelt. Nichtsdestotrotz wurden mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht für den Monat März noch sehr wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Und der Bericht fiel überraschend stark aus.

So stieg die Zahl der außerhalb der Landwirtschaft geschaffenen Stellen im März um 178.000. Ökonomen hatten lediglich mit 65.000 neuen Jobs gerechnet. Außerdem sank die Arbeitslosenquote auf 4,4%, während Analysten ein Verharren auf dem Vormonatsniveau von 4,4% erwartet hatten. Der robuste Arbeitsmarkt ist ein positives Zeichen für die US-Wirtschaft und könnte an den Märkten wohlwollend zur Kenntnis genommen werden.

Blick auf die neue Woche

Die Osterwoche ist hierzulande wie die vergangene Woche auf vier Handelstage beschränkt, während die Börsen in den USA bereits am Montag wieder öffnen. Der Konjunkturkalender ist diesmal eher schwach gefüllt und die Berichtssaison der Unternehmen weitestgehend abgeschlossen.

So dürften der Konflikt im Nahen Osten und die Aussagen der Entscheidungsträger die Märkte weiterhin maßgeblich beeinflussen. Zumal in der Nacht auf Mittwoch das Ultimatum der USA an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus ausläuft. Dann drohen Angriffe auf Kraftwerke und die gesamte Energieinfrastruktur.

Am Mittwoch und am Donnerstag richtet sich der Blick hierzulande auf die Auftragseingänge für die deutsche Industrie und die Industrieproduktion. Diese stammen allerdings noch von Februar, also noch vor dem Beginn der Kämpfe im Nahen Osten. Dazu kommen am Freitag die US-Verbraucherpreise für den Monat März, die erste Hinweise liefern dürften, inwieweit die gestiegenen Energiepreise schon bei den Verbrauchern ankommen.

Entsprechende Daten für Deutschland und die Eurozone hatten in der vergangenen Woche deutlichen Aufwärtsdruck bei der Inflation offenbart. Hierzulande lag die Teuerungsrate zuletzt bei 2,7% – das höchste Niveau seit mehr als zwei Jahren. In der Eurozone liegt sie nun bei 2,5%, so hoch wie zuletzt im Januar 2025.

Unternehmensseitig interessant ist allenfalls die Analystenkonferenz des Maschinenbauers GEA am Dienstag.

Rheinmetall und Deutsche Börse ziehen an, Henkel gibt weiter nach

Hierzulande waren die Aktien von Rheinmetall und Deutsche Börse die Top-Performer mit einem Wochenplus von +9,37% bzw. +7,44%. Rheinmetall-Papiere vollzogen eine Gegenbewegung, nachdem am Montag noch ein neues Tief seit Ende April 2025 markiert wurde. Profitieren konnten sie von einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs. Die US-Investmentbank hat Rheinmetall auf die „European Conviction List“ gesetzt.

Die Aktie der Deutschen Börse befindet sich seit Mitte Februar in einer starken Aufwärtsbewegung und profitiert von der erhöhten Volatilität infolge des Nahostkonflikts. Hinzu kommen frische Kaufempfehlungen von Jefferies und Deutsche Bank, die ihre Kursziele auf 280 bzw. 300 € angehoben haben.

Weniger gut lief es für die Papiere des Konsumgüterherstellers Henkel, die auf Wochensicht -4,51% einbüßten. Damit setzt sich der starke Kursabfall seit Ende Februar fort, die Aktie sank am Freitag auf ein neues 30-Monats-Tief.

DAX auf Erholungskurs

Der DAX hat sich in der vergangenen Woche spürbar erholt und mit dem Wiederanstieg über die 23.000-Punkte-Marke auch aus charttechnischer Sicht einen großen Schritt nach oben gemacht.

Seit den Tiefständen vor zwei Wochen ist der Index damit um über 1.000 Punkte  bzw. gut +6% geklettert. Er befindet sich nun auf Höhe der 21-Tage-Linie (SMA21), die ein wichtiger Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

Ein Ausbruch darüber könnte Anschlusskäufe in Richtung der 24.000-Punkte-Marke auslösen, wo mit der 50- und der 200-Tage-Linie (SMA50; SMA200) wichtige Widerstände warten.

Prallt der DAX indes vom SMA21 nach unten ab und fällt zurück unter die 23.000-Punkte-Marke, könnten auch die jüngsten Tiefs durchaus noch einmal angelaufen werden.

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