Rheinmetall-Aktie: Ein Konkurrent von DroneShield?

Breites Sortiment vorhanden

Wenn von Drohnenabwehr die Rede ist, wird in erster Linie die Aktie von DroneShield genannt. Dabei ist auch Rheinmetall auf diesem Gebiet sehr aktiv. Das dürfte daher für die Rheinmetall-Aktie ebenfalls wichtig sein. Am Montag verbessert sie sich aktuell um +2,9% und steht bei rund 1.650 €. Besitzt die Aktie weiteres Potenzial?

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Drohnenabwehr wird immer wichtiger

Der Ukrainekrieg zeigt die Rolle der Drohnen. Tagtäglich überzieht Russland die Ukraine mit hunderten von Drohnen. Aber auch die Ukraine setzt zunehmend Drohnen im russischen Luftraum ein. Um sich gegen diese Drohnen zu wehren, bedarf es effektiver Drohnenabwehrsysteme.

Auf dem Gebiet der Drohnenabwehr sind viele Unternehmen aktiv. Bei Börsianern wird jedoch in erster Linie die Aktie von DroneShield genannt. Weitere Anbieter sind Volatus und EOS. Dass auch Rheinmetall ein führender Anbieter ist, ist wenig bekannt.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern ist breit gegliedert und bietet mit seiner Sparte Rheinmetall Air Defence zahlreiche Produkte zur Abwehr von Luftangriffen. Hierunter fällt auch der Drohnenabwehrbereich.

Das gesamte Drohnenabwehrsystem ist unter dem Begriff Skynex gebündelt. Dazu gehören die Skymaster-Kommandozentrale sowie die jeweiligen Abwehrsysteme. Die Drohnenabwehr erfolgt durch Flugabwehrkanonen, durch Störsender oder über High-Energy-Lasersysteme. Das System kann stationär aufgestellt werden, ist aber auch mobil einsatzfähig.

Wichtige Aufträge erhalten

Anfang 2025 bestellte Italien ein Skynex-System im Wert von 73 Millionen €. Es bestehen Optionen über weitere drei Systeme im Wert von 204 Millionen €. Auch Rumänien entschied sich für dieses System.

Die Drohnenabwehrsysteme von Rheinmetall sind in der Ukraine im Einsatz und sind erfolgreich. Zukünftig dürften weitere NATO-Staaten Abwehrsysteme bei Rheinmetall bestellen. Kürzlich wurde das System auf den Ground-Based Air Defence (GBAD) Demo Days in Finnland erfolgreich getestet.

Was bedeutet das für die Aktie?

Der Hype um DroneShield beruht weniger auf wirtschaftlichen Daten, sondern vielmehr darauf, dass es ausschließlich erfolgreiche Abwehrsysteme für Drohnen anbietet. Zudem war das Unternehmen einer der ersten Massenanbietern. Im Ukrainekrieg wurde die Wichtigkeit solcher Systeme erkannt. Deren Systeme sind sehr mobil und leicht zu handhaben.

Bei Rheinmetall ist das Segment Drohnenabwehr ein Randgeschäft und steht daher nicht im Vordergrund. Der Umsatzanteil am Gesamtumsatz ist ebenfalls gering. Das Segment sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Würden die Umsätze in diesem Segment wie bei DroneShield bewertet, müsste die Rheinmetall-Aktie deutlich höher stehen.

Aber auch ohne die einzelnen Segmente zu betrachten, besitzt die Aktie weiteres Potenzial. Kurse um 2.000 € sind mittelfristig wieder realistisch. Der Aufrüstungsbedarf innerhalb der NATO und anderer wichtiger Staaten ist sehr hoch. Momentan nehmen die internationalen Krisen deutlich zu. Der Taiwan-Konflikt mit China könnte eskalieren.

Die Analysten halten die Aktie einheitlich für unterbewertet, deren mittleres Kursziel liegt bei 2.100 €.

Mein Fazit: Das aktuelle Kursniveau bietet noch immer gute Einstiegschancen. Das Segment der Drohnenabwehr wird hier noch unterschätzt, und ja, Rheinmetall ist ein Konkurrent von DroneShield.

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ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Seit Anfang 2023 ist der Konzern Mitglied im deutschen Leitindex DAX und knapp 75,7 Milliarden € wert.
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