Porsche-Vorzugsaktie: Das wird jetzt interessant

Neuer CEO

Seit dem Börsengang ist die Vorzugsaktie der Porsche AG das reinste Verlustgeschäft. Von dem einstigen Hoch mit 120 € ist nicht mehr viel übrig. Seit dem Tiefstwert im Juni mit 42 € bildet sich jedoch ein stabiler Boden. Am Montag gewinnt sie aktuell leicht und steht bei 47,50 €. Beginnt 2026 die Aufholjagd?

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Neuer Vorstandschef ab 2026

Bisher führte Oliver Blume die Porsche AG sowie den Mutterkonzern Volkswagen in Personalunion. Das ändert sich ab 2026; sein Nachfolger wird Dr. Michael Leiters. Vor seinem Ausscheiden war er lange Zeit in führender Funktion bei Porsche und ist bekannt für seinen problemorientierten Ansatz.

Der Rückzug von Blume ist zu begrüßen, er kann sich jetzt voll auf seine Führungsrolle bei VW konzentrieren. Für Porsche beginnt jetzt eine neue Ära, der neue CEO dürfte die bestehenden Probleme beherzt anpacken. Er bezeichnete den Job als den spannendsten in der Automobilbranche.

Gespräche wegen Bugatti-Beteiligung

Porsche hält eine Minderheitsbeteiligung von 45% an dem Joint Venture von Bugatti-Rimac. Die Rimac-Group hält die restlichen 55%. Gleichzeitig ist Porsche mit ca. 22% an der Rimac-Group beteiligt. Bereits Anfang 2025 kamen Gerüchte auf, dass Rimac die Anteile von Porsche übernehmen will. Laut Presseberichten verhandelt Porsche derzeit mit den beiden Finanzinvestoren HOF Capital und Blue Five Capital über die Abgabe der Beteiligungen.

Über den Stand der Verhandlungen und über was genau verhandelt wird, ist nichts bekannt. Der Wert des Anteils an Bugatti-Rimac soll nahe der Milliardengrenze liegen. Stehen beide Beteiligungen zur Disposition, wird diese Grenze deutlich überschritten.

Der Vorteil für das Stuttgarter Unternehmen ist, dass der Verkaufserlös für den derzeitigen Konzernumbau eingesetzt werden kann. Ein Nachteil ist jedoch, dass Porsche nicht mehr von dem Batteriegeschäft von Bugatti profitieren wird.

Es bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen ausgehen und wie viel bei einem Verkauf erlöst wird.

Prognose gesenkt

Nachdem die Umsätze in China massiv sanken, wurde die Jahresprognose gesenkt. Statt eines Umsatzes von 39 bis 40 Milliarden € werden jetzt 37 bis 38 Milliarden € erwartet. Die operative Umsatzrendite wurde von 10 bis 12% auf 6,5 bis 8,5% reduziert.

2025 ist laut Unternehmensangaben ein Übergangsjahr und 2026 soll es wieder deutlich aufwärtsgehen. Der Personalbestand wurde deutlich verkleinert. Neben den befristeten 2000 Jobs werden zusätzlich 1900 Stellen wegfallen. Zudem hält der Konzern an dem Verbrenner-Motor weiterhin fest.

Was bedeutet das für die Aktie?

Das vergangene Jahr war durch erhebliche Krisen geprägt: massiver Absatzrückgang in China, US-Zölle sowie ein Einbruch des Absatzes bei den E-Fahrzeugen in Europa. Die Folge war, dass der Aktienkurs sich deutlich reduzierte.

2026 wird aus meiner Sicht ein Jahr des Aufbruchs werden. Der neue CEO dürfte den Konzern wieder auf Vordermann bringen. Der Fokus liegt klar auf der Profitabilität sowie auf einer Rückbesinnung auf das eigentliche Kerngeschäft.

Ein Rückzug aus Bugatti ist aus meiner Sicht sinnvoll. Der VW-Konzern verzettelte sich zu sehr durch immer neue Übernahmen, so auch von Bugatti. Im laufenden Jahr sollten wieder Kurse von 60 € machbar sein. Allerdings dürfte dieser Anstieg mit einer hohen Volatilität verbunden sein.

Die Ansichten der Analysten sind sehr unterschiedlich, deren Bandbreite reicht von 38 bis 58 €. Was für die Aktie spricht, ist die aktuelle Dividendenrendite von 4,8%.

Hier sei erwähnt: Wer 2026 von kontinuierlichen Cashflows und gleichzeitig von Kursexplosionen profitieren möchte, findet in Top 10 Dividenden Picks 2026 zehn breit gestreute Top-Picks über verschiedene Sektoren und Regionen.

Mein Fazit: Ich bin zuversichtlich und erwarte steigende Kurse.

ℹ️ Porsche AG in Kürze

  • Der Sportwagenhersteller Porsche AG (WKN: PAG911) mit Sitz in Stuttgart ist seit Ende September an der Frankfurter Börse gelistet und nicht zu verwechseln mit der ebenfalls börsennotierten Porsche Automobil Holding SE.
  • Die Produktion erfolgt überwiegend in Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig und Bratislava.
  • Die im DAX notierte Vorzugsaktie kommt auf eine Börsenbewertung von rund 21,7 Milliarden €.
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