Oklo-Aktie: Raketenstart ins neue Jahr

Top-Nachrichten zum Jahresbeginn

Einen besseren Start ins neue Börsenjahr hätten sich Oklo-Aktionäre kaum wünschen können. Nachdem die Oklo-Aktie bereits in den ersten fünf Handelstagen des Jahres um +36% zulegte, schoss sie am Freitag um weitere +8% nach oben. Was steckt hinter der Mega-Performance des US-Nukleartechnologieunternehmens und können Anleger mit einer Fortsetzung rechnen?

Canva/SpaceManKris, Getty Images

Partnerschaft mit Meta Platforms

Auslöser des Kurssprungs der Oklo-Aktie zum Wochenschluss war Meta Platforms. Der Social Media Gigant kündigte eine Partnerschaft mit den drei Energieunternehmen Vistra, TerraPower und Oklo zur Stromversorgung des Prometheus-Rechenzentrums im US-Bundesstaat Ohio an.

Das Prometheus-Projekt ist ein zentraler Baustein für Meta Platforms nächste KI-Generation. Der Start des KI-Rechenzentrums ist bereits in diesem Jahr geplant.

Die drei Energiepartner von Meta sollen dem Technologiegiganten bis 2035 die gigantische Gesamtleistung von 6,6 Gigawatt liefern. Zur besseren Einordnung: Dabei handelt es sich um den gesamten Strombedarf des US-Bundesstaates New Hampshire.

Der Strom für das Prometheus-Projekt soll durch die Weiterführung bzw. den Ausbau von Kernkraftwerken in Ohio und Pennsylvania produziert werden. Oklo wird gemäß der Vereinbarung mit Meta Platforms einen 1,2-Gigawatt-Kraftwerkscampus in Ohio errichten. Zur Sicherstellung der Finanzierung dieses Campus wird Meta in Vorkasse gehen.

Erste Vorarbeiten sollen bereits 2026 beginnen. Die erste Phase des Kernkraftwerks könnte bereits 2030 in Betrieb gehen. Bis 2034 soll das Oklo-AKW schließlich seine volle Zielleistung von 1,2 Gigawatt erbringen.

Weite gute Nachrichten

Neben dem Deal mit Meta Platfroms sorgte Oklo noch für weitere positive Nachrichten. Das Nukleartechnologieunternehmen gab die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem US-Energieministerium bekannt, bei der es um die Entwicklung, den Bau und den Betrieb einer Pilotanlage für Radioisotope geht.

Darüber hinaus hat Oklo gemeinsam mit dem renommierten Los Alamos National Laboratory kritische Tests seines Pluto-Reaktorprogramms abschlossen. Und nicht zuletzt hat das US-Energieministerium die vorläufige Sicherheitsanalyse für Oklos Aurora-Brennstoffproduktionsanlage am Idaho National Laboratory genehmigt, sodass das Unternehmen nun mit der Bauphase beginnen kann.

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Massive Trendwende

Die Oklo-Aktie hat zum Jahreswechsel eine massive Trendwende hingelegt. Das Kursniveau von 70 US$ erwies sich zum Jahresende als Wendepunkt. Inzwischen notiert das Nukleartechnologieunternehmen wieder bei dreistelligen Kursen. Die Aktie könnte nun zum nächsten wichtigen Widerstand bei 143 US$ hochlaufen.

Auf dem Holzweg unterwegs

In meiner letzten Analyse Ende September habe ich die Oklo-Aktie zum Verkauf empfohlen. Damals lag der Kurs bei ca. 140 US$. Heute liegt er trotz der Rallye der letzten Tage bei 110 US$.

Trotz der zahlreichen guten Nachrichten bleibe ich bei meiner Verkaufsempfehlung für die Oklo-Aktie und das hat nicht nur damit zu tun, dass ich ein erklärter Atomkraftgegner bin.

Seit vielen Jahren schwärmen Atomkraftbefürworter vom flexiblen Einsatz kleiner modularer Reaktoren. Bis heute ist auf dem Gebiet so gut wie nichts passiert, außer dass die Kosten von SMR wie immer bei AKW-Projekten explodieren.

A propos Kosten: Die Stromgestehungskosten von Atomkraftwerken liegen heutzutage deutlich über denen von Solar- und Windkraftanlagen. Die USA befinden sich mit ihrem gezielten Ausbau der Kernkraft damit auf einem absoluten umweltpolitischen und vor allem kommerziellen Holzweg.

Ich glaube nicht, dass sich die Hoffnungen der Börse in die Oklo-Aktie jemals erfüllen werden. Wir sprechen hier über ein Unternehmen mit einem Börsenwert von fast 17 Milliarden US$, das seit seiner Gründung im Jahr 2013 noch nie einen einzigen US$ Umsatz gemacht hat. Früher oder später wird Anlegern dieses Missverhältnis auffallen und sie werden die Oklo-Aktie wie einen heißen Brennstab fallenlassen.

ℹ️ Oklo in Kürze

  • Oklo (WKN: A3CUTU) ist ein 2021 gegründetes Nukleartechnologieunternehmen mit Sitz in Santa Clara in Kalifornien.
  • Kerngeschäft von Oklo ist die Entwicklung und Konstruktion kleiner modularer Reaktoren (Small Modular Reactors oder SMR).
  • SMR lassen sich wesentlich schneller und günstiger produzieren als herkömmliche Atomgroßkraftwerke und sind eine gut skalierbare Option zur lokalen Versorgung mit Atomenergie.
  • Zudem forscht Oklo an der Optimierung der Brennstoffzyklen von Nuklearbrennstoffen und entwickelt Technologien zur Wiederverwertung von nuklearem Abfall.
  • Oklo notiert an der New York Stock Exchange und ist aktuell ca. 16,5 Milliarden US$ wert.
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