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Vanguard und iShares: Können diese 2 ETFs den S&P 500 schlagen?

Fonds im Fokus
Redaktion

Die aktuellen Prognosen von State Street zeichnen ein differenziertes Bild der globalen Aktienmärkte: Während der S&P 500 in den kommenden drei bis fünf Jahren solide Renditen liefern dürfte, könnten kleinere US-Unternehmen und Schwellenländer leicht darüber liegen. Für Anleger eröffnen sich damit mehrere strategische Optionen – allerdings nicht ohne Risiken.

Vanguard S&P Small-Cap 600 ETF

Der Vanguard S&P Small-Cap 600 ETF (VIOO) bietet Zugang zu rund 600 kleineren US-Unternehmen mit Marktkapitalisierungen zwischen etwa 1,2 und 8 Milliarden US-Dollar. Das Portfolio ist breit über alle elf Sektoren diversifiziert, weist jedoch Schwerpunkte in Finanzwerten, Industrie, zyklischem Konsum und Technologie auf. Zu den größten Positionen zählen unter anderem Eastman Chemical, Element Solutions und Primoris Services.

In der langfristigen Betrachtung blieb die Wertentwicklung hinter großen Standardwerten zurück: Während der ETF in den vergangenen zehn Jahren rund 180 % zulegte, kam der S&P 500 auf etwa 315 %. Ein wesentlicher Grund liegt in der Zinssensitivität kleinerer Unternehmen, die stärker auf variabel verzinste Schulden angewiesen sind. Positiv hervorzuheben ist jedoch die vergleichsweise niedrige Kostenquote von 0,07 %, die deutlich unter dem Branchendurchschnitt liegt.

Mit Blick nach vorn sieht State Street dennoch Chancen: Günstigere Bewertungen und ein erwartet stärkeres Gewinnwachstum könnten Small Caps wieder attraktiver machen. Gleichzeitig bleibt das Zinsumfeld ein Unsicherheitsfaktor – insbesondere, wenn erhoffte Zinssenkungen ausbleiben.

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iShares MSCI Emerging Markets ETF

Der iShares MSCI Emerging Markets ETF (EEM) investiert in mehr als 1.200 Unternehmen aus Schwellenländern, mit einem starken Fokus auf Asien. Besonders stark gewichtet sind Märkte wie China, Taiwan, Südkorea und Indien. Branchenseitig dominieren Technologie-, Finanz- und Konsumwerte. Zu den größten Einzelpositionen gehören Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, Samsung Electronics sowie Tencent.

Auch dieser ETF konnte in der vergangenen Dekade nicht mit US-Aktien mithalten: Ein Plus von 133 % steht dem deutlich stärkeren Wachstum des S&P 500 gegenüber. Haupttreiber dieser Entwicklung war die Dominanz großer US-Technologiekonzerne. Gleichzeitig fällt die Kostenquote mit 0,72 % vergleichsweise hoch aus, was die Rendite zusätzlich belastet.

Dennoch spricht einiges für Schwellenländer: Eine mögliche Abwertung des US-Dollars, steigende Unternehmensgewinne und niedrigere Bewertungen könnten die Performance künftig stützen. Allerdings bleibt ein struktureller Nachteil bestehen – viele der weltweit führenden Technologieunternehmen sind in den USA ansässig.

Fazit: US-Standardwerte bleiben das Rückgrat

Trotz überzeugender Argumente für Small Caps und Schwellenländer bleibt der S&P 500 für viele Anleger die zentrale Anlageoption. Die Konzentration auf global führende Unternehmen, insbesondere im Technologiesektor, verschafft dem US-Markt strukturelle Vorteile – nicht zuletzt im Zuge des anhaltenden Booms rund um künstliche Intelligenz.

Small-Cap- und Emerging-Markets-ETFs können als sinnvolle Beimischung dienen, insbesondere zur Diversifikation. Doch angesichts der dominanten Marktstellung der USA und ihrer Innovationskraft spricht vieles dafür, US-Standardwerte weiterhin zu priorisieren.

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