Intel-Aktie: -13,5% - was kommt jetzt?

Neue Zahlen

Die Intel-Aktie konnte gestern an der Nasdaq die Marktexperten nicht überzeugen, allerdings blieb der große Kurseinbruch aus. Bei Tradegate verliert sie jedoch aktuell -13,5% und steht bei rund 40 €. Wie geht es jetzt weiter?

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Solide Zahlen erzielt

Im Hinblick auf die Transformation des Konzerns fielen die Geschäftszahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vom 22. Januar insgesamt solide aus.

Der Umsatz im vierten Quartal reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2% auf 13,7 Milliarden US$ (Non GAAP). Auf Jahressicht blieb er mit 52,9 Milliarden US$ relativ konstant. Der Umsatz beim Foundry-Geschäft verbesserte sich um 3% auf 17,8 Milliarden US$; im Geschäftsfeld Client Computing sank der Umsatz um 3% auf 32,2 Milliarden US$. Ein Wachstumssegment ist allerdings das Geschäft der Ausrüstung von Rechenzentren mit KI-Prozessoren, hier betrug das Wachstum 5%.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 0,15 US$, damit über den Erwartungen von 0,08 US$. Auf Jahressicht wurde ein EPS-Gewinn von 0,42 US$ erzielt. Im Vorjahr wurde ein hoher Verlust aufgrund von massiven Abschreibungen erzielt.

Insgesamt befindet sich der Konzern auf einem guten Weg, die Restrukturierung beginnt zu greifen.

Lip-Bu Tan, CEO von Intel, kommentierte die Lage so:

Wir haben das Jahr erfolgreich abgeschlossen und Fortschritte auf unserem Weg zu einem neuen Intel erzielt.

Schwächeres Quartal erwartet

Für das Auftaktquartal gibt der Konzern sich jedoch vorsichtiger. Hier wird mit einem Umsatz von 11,7 bis 12,7 Milliarden US$ gerechnet. Das EPS soll bei 0 US$ liegen.

Die Nachfrage nach dem neuen Core-Serie-3-Prozessor ist jedoch sehr hoch. Intel ist bei über 200 Geräten der globale Marktführer bei der Erstausrüstung. Ebenfalls wurden Fortschritte bei der Entwicklung neuer leistungsfähiger KI-Prozessoren erzielt.

Intel baut seine Produktionskapazitäten aus. Im Laufe des Geschäftsjahres dürfte das sich positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken.

Was bedeutet das für die Aktie?

Der massive Kurseinbruch bei Tradegate beruht auf den schlechten Aussichten für das erste Quartal, das kam bei den Marktteilnehmern nicht gut an. Hier sollte die Messlatte jedoch nicht so hochgelegt werden. Intel befindet sich in einem Transformationsprozess und dieser ist mit hohen Kosten verbunden.

Auf dem jetzigen Kursniveau ist viel Positives eingepreist. Seit August letzten Jahres beträgt der Kursgewinn rund +130%, in der Spitze betrug der Anstieg rund +175%. Hierzu trugen auch der Einstieg von Nvidia mit rund 5 Milliarden US$ bei sowie die Forderung der USA, mehr Chips im eigenen Land zu fertigen.

Meiner Meinung nach besitzt die Aktie vorerst wenig Potenzial, mittel- und langfristig sieht das jedoch anders aus. Dann dürfte Intel wieder auf den Wachstumspfad zurückkommen. Möglich ist auch immer noch eine Zerschlagung des Konzerns, ein Einstieg der USA sowie eine Übernahme.

Die Analysten sind ebenfalls wenig zuversichtlich. JP Morgan erhöhte ihren Zielkurs auf 35 US$, das ist deutlich unter dem aktuellen Kurs von 54 US$. RBC bestätigte ihre Einschätzung von 50 US$.

Mein Fazit: Vorerst sollten Anleger an der Außenlinie abwarten.

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ℹ️ Intel in Kürze

  • Die Intel Corporation (WKN:855681) mit Sitz im kalifornischen Santa Clara ist ein führender US-Anbieter von Halbleitern.
  • In seinem Kerngeschäft mit der Herstellung von Mikroprozessoren für PCs und Laptops dominiert der Konzern 70% des weltweiten Markts.
  • Das Unternehmen ist im Dow Jones sowie der Nasdaq gelistet und erreicht aktuell einen Börsenwert von rund 200 Milliarden €.
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