Infineon-Aktie: Bärenstarker Jahresauftakt

Fast auf dem 20-Jahreshoch

Der Infineon-Aktie gelingt ein bärenstarker Start ins neue Jahr. Nachdem der deutsche Halbleiterkonzern bereits am Freitag und Montag in Summe um über +5% zulegen konnte, geht es am Dienstag um weitere +5% nach oben. Damit setzt sich Infineon an die Spitze des europäischen Leitindex EuroStoxx50. Was steckt hinter dem tollen Jahresauftakt und welches Potenzial auf die Infineon-Aktie 2026?

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Ein bullisches Kursziel

Kurstreiber zum Jahresbeginn ist eine sehr bullische Analystenstimme. Sie kommt vom US-Analysehaus Bernstein Research, das die Coverage von Infineon neu aufgenommen hat.

Die Experten von Bernstein empfehlen die Infineon-Aktie mit dem Rating „Outperform“ zum Kauf und sorgten mit ihrem Kursziel von 51 € für einen veritablen Neujahresknaller. Das Analysehaus prognostiziert damit nicht nur ein neues 20-Jahreshoch, sondern auch auch ein Upside für die Infineon-Aktie von gut +22%.

Grund für den großen Optimismus von Bernstein Research ist das boomende Geschäft mit Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren. Auch Infineon selbst rechnet auf Jahre hinaus mit einem kräftigen Wachstum bei Halbleitern für die Stromversorgung dieser Zentren.

Auch das deutsche Analysehaus Warburg Research empfiehlt die Infineon-Aktie nach wie vor zum Kauf. Allerdings liegt das Kursziel von 42 € deutlich unter dem fairen Wert von Bernstein Research.

Ein weiterer Kurstreiber zum Jahresauftakt ist zweifellos auch der Umsatzausblick des Wettbewerbers Micron Technology für das dritte Geschäftsquartal. Micron verzeichnete eine verbesserte Auftragslage und einen starken Auftragseingang zum Jahresende.

Ein charttechnischer Paukenschlag

Die Infineon-Aktie sorgte zum Jahresauftakt für einen charttechnischen Paukenschlag. Nach sieben Monaten gelang dem DAX-Wert endlich der Ausbruch aus seinem Seitwärtstrend zwischen 31 und 38 €. Die Aktie notiert aktuell nur noch haarscharf unter ihrem 20-Jahreshoch bei 43 €.

Kein allzugroßes Upside mehr

Auch ich rate Anlegern weiterhin zum Kauf der Infineon-Aktie. Sie dürfte sich 2026 gut entwickeln, wenngleich ich kein allzu großes Upside mehr für den Halbleitertitel sehe. Mit einem Forward-KGV von 24 ist Infineon meiner Meinung nach bereits relativ ambitioniert bewertet.

Der deutsche Halbleiterkonzern dürfte in meinen Augen in den kommenden Monaten von einer Kombination eines stabilisierten Kerngeschäfts, vor allem in der Automobilindustrie, und einem wachsenden Geschäft mit KI-Rechenzentren profitieren. Infineon ist ausgezeichnet im Bereich der Stromversorgung von KI-Systemen aufgestellt.

Generell gehört die Infineon-Aktie zu denjenigen Halbleiterwerten mit der breitesten Aufstellung und damit der größten Risikodiversifizierung. Der Konzern ist einer der führenden Anbieter bei Leistungshalbleitern für die industrielle Energie- und Leistungselektronik und damit etwas weniger konjunktursensibel als andere Chipkonzerne.

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ℹ️ Infineon in Kürze

  • Infineon (WKN: 623100) gehört zu den führenden internationalen Herstellern von Halbleitern. Die Schwerpunkte dabei liegt bei der Energieeffizienz, der Mobilität sowie der Sicherheit. Die Chips von Infineon finden sich in fast allen Geräten des modernen Lebens.
  • Hauptsitz des Unternehmens ist in Neubiberg bei München, daneben unterhält der Konzern weltweit Niederlassungen.
  • Die in den Leitindizes DAX und EuroStoxx50 gelistete Aktie wird aktuell mit rund 54 Milliarden € bewertet.
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