Gold: Kommt jetzt der Run auf 5.000 US$?

Neues Rekordhoch

Der Goldpreis steigt zum Auftakt in die neue Woche um mehr als +1,5% und markiert ein frisches Rekordhoch bei 4.690 US$. Was treibt das Edelmetall an und sind kurzfristig sogar Niveaus von 5.000 US$ möglich?

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Donald Trump als Preistreiber

Die neue Woche beginnt genauso wie die alte, mit einem Ausbruch von Gold auf neue Rekordstände. Und erneut ist es US-Präsident Donald Trump, der die Märkte bewegt. Vor einer Woche waren es die Sorgen vor einem US-Militärschlag im Iran nach den blutigen Niederschlagungen der Proteste, nun sind es neue Zollandrohungen gegenüber europäischen Staaten im Streit um Grönland, die die Anleger in sichere Häfen wie Gold und Silber treiben.

Am Wochenende hat der Mann im Weißen Haus seine Besitzansprüche an der politisch autonomen, aber formell zu Dänemark gehörenden arktischen Insel  bekräftigt. Und bedient sich dabei seines bevorzugten Druckmittels: Zölle. In einem Post auf seinem Sprachrohr Truth Social kündigte Trump zusätzliche Zölle von 10% gegen Deutschland und sieben weitere Nato-Partner in Europa (darunter Dänemark, Frankreich und Großbritannien) an.

Die Zölle sollen ab dem 01. Februar gelten und Anfang Juni auf 25% erhöht werden, sofern im Streit um Grönland bis dahin keine Einigung erzielt wird. An den Märkten geht die Angst um, dass es zu einem neuen transatlantischen Handelskrieg kommt, da die EU als Reaktion Gegenzölle prüft. Dazu ist ein Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs geplant.

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Was bedeutet das für den Goldpreis?

Während es an den traditionellen Märkten zu einer klassischen „Risk-off“-Bewegung kommt, erreichen Silber und Gold neue Höchststände, da sie als Krisenschutz fungieren.

Vor diesem Hintergrund könnte es sich für kurzfristig orientierte Anleger aktuell lohnen, weiter in Gold umzuschichten, da mit einer schnellen Einigung in der Grönland-Frage meiner Meinung nach nicht zu rechnen ist.

Doch auch mittel- bis langfristig dürfte das gelbe Edelmetall nichts an seiner Anziehungskraft verlieren, schließlich ist Donald Trump noch weitere drei Jahre im Amt. Das dürfte für eine anhaltende Unsicherheit an den Märkten sorgen, sowohl wirtschaftlich als auch geopolitisch.

Für Gold, dass obendrein auch von der starken Nachfrage der Zentralbanken und der Aussicht auf weitere Zinssenkungen profitiert, ergeben sich damit optimale Bedingungen, um den Anstieg in Richtung 5.000 US$ fortzusetzen.

Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass dieses Niveau in nicht allzu ferner Zukunft erreicht wird. Seit Jahresbeginn hat Gold bereits um +8% zulegen können. Damit fehlen nur noch +7,2% bis zur 5.000er-Marke.

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