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Gerresheimer-Aktie: Kommt eine Übernahme?

Gerüchte beflügeln

Zuletzt konnte sich die Gerresheimer von dem Mehrjahrestief mit rund 15,50 € erholen. Verantwortlich waren Übernahmegerüchte. Am Mittwoch steht sie aktuell bei 20,70 €. Wird sie jetzt wieder interessant und was sollten potenzielle Anleger beachten?

Gerresheimer
stock.adobe.com/Timon

Übernahmegerüchte beflügeln

Nach den vielen Negativmeldungen und den damit verbundenen drastischen Kurseinbrüchen, kam in den letzten Tagen wieder etwas Hoffnung in die Aktie. Prompt führt das auch zu erheblichen Kursanstiegen.

Laut Mediengerüchten prüft der US-Verpackungsspezialist Silgan Holdings eine Übernahme von Gerresheimer. Silgan ist im Verpackungssegment breit aufgestellt. Das Düsseldorfer Unternehmen würde daher gut zur weiteren Diversifikation des US-Unternehmens passen.

Laut Insidern könnte der Übernahmepreis bei bis zu 41 € liegen. Das entspricht dem Doppelten des aktuellen Preisniveaus. Allerdings soll sich die Gespräche in einem frühen Stadium befinden.

Seitens beider Unternehmen gab es keine Erklärungen dazu. Gerresheimer war 2025 schon einmal ein Übernahmeobjekt von Finanzinvestoren. Die Gespräche wurden im Juli 2025 ergebnislos abgebrochen.

Ob ernsthafte Gespräche zwischen beiden Unternehmen geführt werden, kann objektiv nicht beurteilt werden. Der mögliche Übernahmepreis von 41 € erscheint mir in der jetzigen Lage zu hoch. Wozu soll ein Investor einen so hohen Preis zahlen, wenn die Übernahme auch zu einem deutlich niedrigeren Preis möglich ist? Gerresheimer besitzt keinen Ankeraktionär; somit wäre eine Übernahme leichter zu erreichen.

Prüfungen gehen weiter

Das Hauptproblem des Verpackungskonzerns sind Fehler bei der Rechnungslegung. Die Bill-and Hold-Verbuchung (Verbuchung des Umsatzes vor der Auslieferung) ist rechtswidrig. Zudem soll eine Abschreibung auf die Schweizer Tochter Sensile Medical nicht erfolgt sein.

Momentan lässt das Unternehmen die Vorgänge von zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften untersuchen. Auch die BaFin weitete ihre Prüfungen aus. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes kann laut Unternehmensangaben vor Ende März nicht mehr erfolgen. Ebenfalls wurde der Bericht des ersten Quartals verschoben.

Solche Vorwürfe kommen bei Anlegern und Marktexperten nicht gut an. Das Resultat zeigte sich in dem drastischen Kursverfall.

Was bedeutet das für die Aktie?

Momentan befindet sich die Aktie in einer sehr schwachen Phase. Eine mögliche Übernahme zu diesem Preis wäre eine Überraschung. Ob sie zustande kommt, kann derzeit nicht beurteilt werden. Erst müssen beide Unternehmen offizielle Gespräche bestätigen.

Ob solche Gespräche dann auch zum Erfolg führen, ist ebenfalls ungewiss. Sollten sie bestätigt werden, ist mit einem deutlichen Kursanstieg zu rechnen. Erfolgt das nicht, dürfte der Kursanstieg wieder hinfällig werden.

Anleger, die jetzt einsteigen, sollten daher eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen.

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ℹ️ Gerresheimer in Kürze

  • Die Gerresheimer AG (WKN: A0LD6E) stellt Spezialprodukte in den Bereichen Glas und Kunststoff insbesondere für die Pharma- sowie Healthcare-Industrie her und gilt als weltweit führender Schlüssellieferant für diese Branchen. Die Produkte reichen vom Insulin-Pen bis zu Ampullen, aber auch schnöde Parfümflakons gehören zum Portfolio.
  • Der Hauptsitz ist in Düsseldorf, daneben ist der Konzern weltweit mit Standorten in Europa, Asien und Amerika vertreten.
  • Die Aktie ist im MDAX gelistet, die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 720 Millionen €.
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