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Frequentis-Aktie: Jetzt auch ein Spezialist zur Drohnenabwehr?

Neue Geschäftszahlen

Die Frequentis-Aktie konnte den Anstieg auf das Allzeithoch von rund 88 € nicht halten und korrigierte zuletzt wieder. Am Freitag verbessert sie sich um +7,6% auf 76,80 €. Auf Jahressicht hat sie sich mehr als verdoppelt. Lohnt sich nach der Korrektur ein Einstieg bei dem österreichischen Anbieter von Kontrollzenten?

Frequentis
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Zweistelliges Wachstum fortgesetzt

Im Geschäftsbericht vom 9. April berichtet das Unternehmen darüber, dass das zweistellige Wachstum im 5. Jahr in Folge fortgesetzt werden konnte. Im Bereich Kontrolle und Sicherheit gehört Frequentis zu den Weltmarktführern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Umsatz um 20,8% auf 580,1 Millionen € gesteigert. Hierzu trugen die beiden Segmente Air Traffic Management und Public Safety & Transport gleichermaßen bei.

Die Ertragslage verbesserte sich überproportional. Das operative EBIT stieg um 47,7% gegenüber dem Vorjahr auf 46,8 Millionen €. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von 8,1%. Auch das Konzernergebnis stieg um 43% auf 33,7 Millionen €.

Der Auftragseingang legte um 16,5% auf 680 Millionen € zu; der Auftragsbestand stieg um rund ein Drittel auf 795 Millionen €. Ein Höhepunkt war, dass 200 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf als sehr gut zu beschreiben. Für das laufende Geschäftsjahr gibt der Konzern sich mit einer erwarteten EBIT-Marge etwas vorsichtiger.

Frequentis‑CEO Norbert Haslacher kommentierte den Geschäftserfolg so:

Unser Wachstum und die Profitabilität zeigen, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig trägt – gerade in herausfordernden Zeiten. Sie sind Ausdruck unserer Innovationskraft und unseres klaren Fokus auf die Betreiber sicherheitskritischer Kontrollzentralen.

Breitgestreute Expertise vorhanden

Im Zuge der kriegerischen Unsicherheiten sowie Angriffe auf Flughäfen wird die Flugabwehrsicherheit, insbesondere von Drohnen, immer wichtiger. Frequentis bietet mit seinem hohen Know-how in diesem Bereich entsprechende Kommunikationssysteme für Einsätze zu Land, zu See und in der Luft.

Im Hauptsegment des zivilen Geschäfts wurde die erste cloudbasierte Kommunikationseinheit in West Yorkshire (Großbritannien) an die dortige Stelle für Fire & Rescue Service ausgeliefert. Damit wurde ein wichtiger Schritt in diese neue Technologie geschaffen.

Was bedeutet das für die Aktie?

Der starke Kursanstieg im letzten Jahr hing damit zusammen, dass das Unternehmen sehr stark von Quartal zu Quartal wuchs. Die Drohnenabwehr wird auch im zivilen Luftverkehr und bei den Flughäfen immer wichtiger.

Meiner Meinung nach besitzt die Aktie momentan nur ein begrenztes Potenzial. In dem Kursanstieg im letzten Jahr ist viel Positives eingepreist. Den fairen Wert sehe ich bei 80 €. Als Nebenwert mit einem geringen Handelsvolumen sind stärkere Kursschwankungen je nach Nachrichtenlage zu erwarten. Die Analysten sind mehrheitlich zuversichtlich. Deren Bandbreite reicht von 65 € bis 89 €.

Mein Fazit: Anleger sollten vorerst abwarten. Ein gutes Einstiegsniveau liegt bei 70 €.

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ℹ️ Frequentis in Kürze

  • Die Frequentis AG (WKN: A2PH65) ist ein international agierendes österreichisches Hightech-Unternehmen im Bereich der sicheren Kommunikationslösungen.
  • Die Firmengruppe mit Hauptsitz in Wien ist in mehr als 50 Ländern weltweit tätig.
  • Die Aktie ist an der Wiener Börse gelistet und die Marktkapitalisierung beträgt rund 1 Milliarde €.
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