Exelixis-Aktie: Blockbuster-Kandidat Zanzalintinib vor Zulassung
Auf der Suche nach wachstumsstarken Biotech-Unternehmen mit angemessener Bewertung rückt Exelixis ins Blickfeld. Der Onkologiespezialist ist profitabel, verfügt über mehrere in den USA vermarktete Therapien und wartet mit einem Blockbuster-Wirkstoff auf, der kurz vor seiner ersten Zulassung steht.
Exelixis ist ein Entwickler von Krebsmedikamenten mit einer Marktkapitalisierung von rund zwölf Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen konzentriert sich auf Tumorarten, die als besonders schwer behandelbar gelten. In den USA sind drei Therapien zugelassen, hinzu kommt ein weiteres Präparat, das in Japan vermarktet wird. Parallel dazu treibt Exelixis mehrere Wirkstoffe in unterschiedlichen Entwicklungsstadien voran.
Bewährte Produkte als stabile Umsatzbasis
Das wichtigste Medikament des Unternehmens ist Cabozantinib, das in zwei vermarkteten Formen angeboten wird. Unter dem Namen Cabometyx kommt der Wirkstoff als Tablette bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom nach vorheriger Therapie zum Einsatz. Als Kapselpräparat Cometriq wird Cabozantinib zur Behandlung von fortgeschrittenem und metastasiertem medullärem Schilddrüsenkrebs verwendet. Ergänzt wird das Portfolio durch Cotellic, einen MEK-Hemmer zur Therapie bestimmter fortgeschrittener Melanomformen. In Japan vertreibt Exelixis zudem Minnebro zur Behandlung von Bluthochdruck.
Pipeline mit mehreren klinischen Meilensteinen
Neben den etablierten Produkten arbeitet Exelixis an einer Reihe neuer Therapien. Dazu zählt die Kombination aus Cabozantinib und Nivolumab in einer Phase-3-Studie zur Behandlung von Nierenkrebs. Ein weiterer Schwerpunkt ist Zanzalintinib, das in Kombination mit Atezolizumab eine Phase-3-Studie bei Darmkrebs erfolgreich abgeschlossen hat. Auch die Kombination mit Nivolumab wird in einer späten klinischen Phase bei nicht klarzelligem Nierenkrebs untersucht.
Darüber hinaus wird Zanzalintinib als Monotherapie in einer Phase-2-3-Studie bei neuroendokrinen Tumoren getestet. Eine weitere Phase-3-Studie untersucht die Kombination mit Belzutifan bei Nierenkrebs. Ergänzend befinden sich mehrere Wirkstoffe in früheren Entwicklungsphasen für verschiedene solide Tumoren.
Impulse von der Healthcare-Konferenz
Auf der jüngsten JPMorgan Healthcare Conference betonte Exelixis die zentrale Rolle von Cabozantinib für das kurzfristige Wachstum. Cabometyx gilt in den USA als führender Tyrosinkinase-Hemmer bei Nierenzellkarzinomen. Der Markt für Cabozantinib soll zwischen 2026 und 2034 jährlich um rund neun Prozent wachsen, was den bestehenden Produkten weiterhin Bedeutung verleiht.
Gleichzeitig setzt das Management große Erwartungen in Zanzalintinib als nächste bedeutende Ertragsquelle. Für vorbehandelte Patienten mit metastasiertem Darmkrebs wurde Ende 2025 der Zulassungsantrag eingereicht. In der Phase-3-Studie verlängerte die Kombinationstherapie das mediane Gesamtüberleben und senkte das Sterberisiko deutlich gegenüber der Vergleichstherapie. Langfristig soll Zanzalintinib als Grundlage für weitere Kombinationen und Indikationen dienen.
Solide Zahlen und disziplinierte Ausgaben
Vorläufige Zahlen für das Jahr 2025 zeigen ein Umsatzwachstum von sieben Prozent auf 2,32 Milliarden US-Dollar. Der Produktumsatz stieg um 17 Prozent, getragen vor allem von Cabozantinib. Der Kassenbestand erhöhte sich deutlich auf 1,65 Milliarden US-Dollar.
Trotz ambitionierter Forschungsziele blieb der Forschungs- und Entwicklungsaufwand unter der Marke von einer Milliarde US-Dollar. Das Management verweist auf gezielte Investitionen und eine hohe Ausgabendisziplin, die sich positiv auf die Margenentwicklung auswirkt.
Wachstumsstrategie mit langfristigem Anspruch
Exelixis verfolgt die Strategie, zunächst einzelne Wirkstoffe zu etablieren und diese anschließend durch Kombinationen und neue Anwendungsgebiete auszubauen. Ziel ist es, sowohl den Unternehmenswert zu steigern als auch den therapeutischen Nutzen für Patienten zu erhöhen. Für Zanzalintinib rechnet das Unternehmen bei erfolgreichen Zulassungen mit einem Umsatzpotenzial von bis zu fünf Milliarden US-Dollar jährlich bis 2033.
Attraktive Bewertung im Branchenvergleich
An der Börse wird Exelixis derzeit mit dem etwa 14-fachen der erwarteten Gewinne für 2026 bewertet. Damit liegt das Unternehmen unter dem Durchschnitt der Branche. Für 2026 wird ein Gewinnwachstum von rund 15 Prozent erwartet, getragen von steigenden Umsätzen und weiter zunehmenden Margen. Die Bruttomarge liegt bereits nahe an der Vollauslastung, während operative Marge und Nettomarge in den vergangenen Quartalen deutlich zulegen konnten.
Chartbild und mögliche Kurstreiber
Technisch betrachtet zeigt die Aktie einen mehrjährigen Aufwärtstrend, der von den starken Verkaufszahlen der Hauptprodukte gestützt wird. Die wichtigsten Indikatoren signalisieren weiterhin eine positive Grundtendenz. Als nächster wichtiger Termin gilt die Vorlage der endgültigen Quartalszahlen im Februar 2026. Zudem könnte die für den 3. April geplante Zulassungsentscheidung für Zanzalintinib zusätzliche Impulse liefern.
Regulatorische und operative Risiken
Wie in der gesamten Pharmaindustrie unterliegt auch Exelixis strengen regulatorischen Rahmenbedingungen. Eingriffe in die Arzneimittelpreisgestaltung oder neue Vorschriften könnten die Profitabilität belasten. Verzögerungen oder eine ablehnende Entscheidung bei der Zulassung von Zanzalintinib würden die Stimmung am Markt spürbar beeinflussen. Hinzu kommen mögliche Belastungen durch Handelszölle und steigende Kosten in den Lieferketten.
Perspektiven über mehrere Jahre
Exelixis verfügt über eine klare Strategie für nachhaltiges Wachstum. Kurzfristig sorgen die etablierten Cabozantinib-Produkte für stabile Einnahmen, während Zanzalintinib das Potenzial besitzt, über Jahre hinweg neue Umsatzquellen zu erschließen. In Verbindung mit der vergleichsweise niedrigen Bewertung ergeben sich gute Voraussetzungen für eine überdurchschnittliche Entwicklung der Aktie in den kommenden Jahren.
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