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Evotec-Aktie: Fällt jetzt die 3,00 €-Marke?

Bodenbildung gescheitert?
Die Evotec-Aktie befindet sich weiterhin tief im Abwärtstrend und notiert inzwischen rund -93% unter ihrem Allzeithoch. Damit hat die Biotech-Aktie über Jahre hinweg massiv an Wert verloren. Gleichzeitig rückt mit der Marke von 3,00 € eine psychologisch wichtige Schwelle näher. Nach dem enormen Kursverlust stellt sich nun die Frage, ob hier eine Stabilisierung gelingt oder der Abverkauf noch weitergeht.

Chartanalyse zur Evotec-Aktie

Seit dem Rekordhoch im September 2021 befindet sich die Evotec-Aktie in einem ausgeprägten langfristigen Abwärtstrend. Über einen Zeitraum von rund fünf Jahren hat sich der Kurs dabei massiv reduziert und inzwischen etwa -93% seines damaligen Spitzenwertes eingebüßt. Eine nachhaltige Trendwende ist bislang nicht gelungen, sodass der Abwärtstrend weiterhin das übergeordnete Chartbild bestimmt.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

In den vergangenen Monaten hat sich bei Evotec ein klar abwärtsgerichteter Trendkanal etabliert. Dessen Unterseite wurde am 14. Juli bereits getestet, ohne dass daraus eine nachhaltige Erholung entstand. Nun nähert sich der Kurs erneut dieser entscheidenden Begrenzung. Sollte die Unterstützung nach unten durchbrochen werden, könnte sich die Abwärtsbewegung weiter verschärfen.

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Evotec-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 32 Punkten (noch) in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist. Beim MACD ist ebenfalls ein bärisches Cross zu vernehmen.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Auf Wochenbasis bleibt das technische Bild überwiegend schwach. Sowohl RSI als auch MACD liefern weiterhin Verkaufssignale, allerdings hat der bärische Druck zuletzt spürbar nachgelassen. Das könnte auf eine bevorstehende Stabilisierung hindeuten. Eine bestätigte Trendwende ist daraus bislang jedoch nicht abzuleiten.

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Elliott-Wellen

Die Elliott-Wellen-Struktur im Wochenchart bleibt eindeutig bärisch. Seit dem Hoch im November 2021 bewegt sich Evotec in einer impulsiven Abwärtsbewegung, die sich bislang in fünf Wellen gliedern lässt. Der aktuelle Abwärtsimpuls könnte sich dabei seinem Ende nähern. Sollte die Welle 1 abgeschlossen werden, wäre anschließend eine technische Erholung im Rahmen einer Welle 2 denkbar, die durchaus stark ausfallen kann.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Der langfristige Kursanstieg von Februar 2009 bis zum Hoch im November 2021 lässt sich aus Elliott-Wellen-Sicht als korrektive A-B-C-Struktur einordnen. Die anschließende impulsive Abwärtsbewegung spricht dafür, dass der übergeordnete Abwärtstrend noch nicht abgeschlossen sein könnte. Damit bleiben langfristig auch neue Allzeittiefs möglich.

ℹ️ Evotec in Kürze

  • Evotec (WKN: 566480) mit Sitz in Hamburg ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffforschung.
  • In Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften mit Biotech-Unternehmen und Pharmakonzernen weltweit erforscht und entwickelt Evotec Wirkstoffkandidaten für Therapieansätze in verschiedensten medizinischen Richtungen.
  • Evotec ist Mitglied im TecDAX und 582,84 Millionen € wert.

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Fazit

Das technische Bild der Evotec-Aktie bleibt klar bärisch. RSI und MACD liefern weiterhin Verkaufssignale, auch wenn der Abwärtsdruck zuletzt nachgelassen hat. Die Annäherung an die Unterkante des Trendkanals könnte für eine Stabilisierung sorgen, ein konkretes Umkehrsignal gibt es bislang jedoch nicht.

Auch die Elliott-Wellen sprechen weiterhin für Vorsicht. Der laufende Abwärtsimpuls könnte sich zwar dem Ende der Welle 1 nähern und anschließend eine kräftige Welle-2-Erholung ermöglichen. Übergeordnet bleibt die Struktur jedoch abwärtsgerichtet, weshalb langfristig sogar neue Allzeittiefs möglich sind.