Deutsche Pfandbriefbank: Eine der spannendsten Bankaktien für 2026?

Investmentgeschäft gestärkt

Das abgelaufene Jahr war für die Deutsche Pfandbriefbank-Aktie kein gutes Jahr. Während andere Bankaktien von Hoch zu Hoch liefen, steht die Aktie auf dem Niveau zum Jahresanfang 2025. Am Montag verliert sie aktuell leicht und notiert bei 4,40 €. Das könnte sich 2026 ändern, was ist hier zu erwarten?

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Beteiligung an Investment Gruppe

Das Münchener Institut änderte bereits 2025 sein Geschäftsmodell. Statt nur auf Finanzierungen zu setzen, soll das Management von Immobilien verstärkt werden. Um das Geschäft zu erreichen, wurde die Mehrheit an der Deutschen Investment Gruppe übernommen. Das Closing wurde am 5. Januar gemeldet.

Die Deutsche Investment verwaltet ein Portfolio von rund 3 Milliarden € und verfügt über ein breites Netzwerk zu institutionellen Anlegern. Von Vorteil ist, dass der bisherige Hauptgesellschafter und Geschäftsführer Enver Büyükarslan, das Unternehmen weiterhin leitet. Somit ist eine Kontinuität gegeben.

Dieser Schritt dürfte sich für die pbb-Bank mittelfristig sehr positiv auswirken und wesentlich zur Transformation beitragen.

Dr. Pamela Hoerr, Mitglied des Vorstands der pbb, beschreibt die Aussichten so:

Mit dem Closing schaffen wir ein starkes Fundament für den weiteren Ausbau unseres Investmentmanagements und zahlen direkt auf die strategischen Wachstumsziele unserer Strategie 2027 ein.

Prognose gesenkt

Aufgrund nicht erfüllbarer Plandaten wurde die Jahresprognose gesenkt. Statt eines erwarteten Neugeschäfts von 6,5 bis 7,5 Milliarden €, werden jetzt nur noch 5,5 bis 6 Milliarden € erwartet. Erreicht wurden in den ersten neun Monaten bereits 4 Milliarden €.

Beim Vorsteuerverlust werden 210 bis 265 Millionen € erwartet. Hierin sind hohe Abschreibungen enthalten. Im Bericht zum dritten Quartal ist bereits ein Vorsteuerverlust von 235 Millionen € ausgewiesen. Im vierten Quartal könnte sogar ein Vorsteuergewinn anfallen. Bereinigt um die Abschreibungen wird ein Vorsteuergewinn von 50 bis 105 Millionen € erwartet.

Was bedeutet das für die Aktie?

Der starke Kursverlust beruht auf den schlechten Geschäftszahlen sowie der reduzierten Prognose. 2025 ist jedoch ein Übergangsjahr, das wurde seitens des Unternehmens auch so kommuniziert. Jetzt gilt es, nach vorn zu schauen. Im laufenden Geschäftsjahr dürfte sich die Ertragslage deutlich verbessern. Wie hoch die Unternehmenserwartungen sind, wird sich in der neuen Prognose zeigen.

Insgesamt halte ich das derzeitige Kursniveau für zu niedrig. Die Risiken sind alle eingepreist. Einen fairen Kurs sehe ich mittelfristig bei 6 €. Die Übernahme der Deutschen Investment Gruppe wird die Ertragslage wesentlich verbessern. Möglich ist für 2026 auch wieder die Aufnahme der Dividendenausschüttung.

Die Analysten halten die Aktie ebenfalls für unterbewertet. Die Deutsche Bank sieht den fairen Wert bei 5 € und Warburg Research bei 7 €.

Mein Fazit: Das jetzige Kursniveau bietet wieder gute Einstiegskurse.

Ergänzend dazu: Für wachstumsorientierte Anleger bietet unser brandneuer Report „3 Top-Picks 2026“ wertvolle Einblicke in drei Technologie-Aktien, die das Potenzial haben, zu den großen Gewinnern des neuen Jahres zu werden.

ℹ️ Deutsche Pfandbriefbank in Kürze

  • Die Deutsche Pfandbriefbank, kurz (WKN: 801900) pbb,  ist eine führende europäische Spezialbank für die Finanzierung von Immobilien und öffentlichen Investitionen.
  • Sie zählt zu den größten Emittenten von Pfandbriefen. Für Privatanleger bietet sie Anlagen in Fest- und Tagesgeld an.
  • Das Institut ist an über 10 Standorten in Europa sowie den USA vertreten und hat seinen Hauptsitz in München.
  • Die Marktkapitalisierung der im Prime-Standard gelisteten Aktie beträgt aktuell 590 Millionen €.
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