Deutsche Pfandbriefbank-Aktie: Allzeittief erreicht – was kommt jetzt?
Die Deutsche Pfandbriefbank-Aktie befindet sich seit August 2025 in einem langfristigen Abwärtstrend, der sich seit Jahresanfang deutlich verstärkte. Am Freitag steht sie aktuell bei rund 3 €. Damit erreicht sie ein neues Allzeittief. Lohnt sich hier ein Einstieg?
US-Geschäft belastet massiv
Das abgelaufene Geschäftsjahr steht ganz im Zeichen des Rückzugs aus dem US-Immobiliengeschäft. Damit ist der Eintritt von 2017 gescheitert. Der Ausstieg ist mit hohen Abschreibungen verbunden, die Jahresprognose für 2025 wurde daher frühzeitig massiv gesenkt. Somit kamen die schlechten Geschäftszahlen nicht überraschend.
Aufgrund von hohen Abschreibungen auf das US-Kreditgeschäft sowie Projektfinanzierungen von zusammen 410 Millionen € fiel ein Nettoverlust vor Steuern von 284 Millionen € an. Ein Jahr zuvor wurde ein Gewinn von 90 Millionen € erzielt.
Die operativen Erträge sanken von 544 Millionen € im Vorjahr auf 422 Millionen €. Das lag auch daran, dass das Kreditportfolio um 1,7 Milliarden € auf 27,3 Milliarden € fiel. Die Liquidität mit 5 Milliarden € wird seitens der Bank als sehr komfortabel bezeichnet.
Die schlechten Zahlen kamen nicht überraschend. In den einzelnen Quartalsberichten wurde darüber berichtet.
Stabilität erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einer Stabilisierung des Geschäftsverlaufes gerechnet. So soll das Neugeschäft von 6,3 Milliarden € auf 7,5 bis 8,5 Milliarden € steigen. Beim Vorsteuerergebnis wird ein Gewinn von 30 bis 40 Millionen € erwartet. Der Kreditbestand soll sich in einer Range von 27 bis 28 Milliarden € bewegen.
Vorstandschef Kay Wolf, kommentierte die Aussichten so:
Für 2026 wollen wir im Neugeschäft weiter an Fahrt aufnehmen und die Diversifikation unserer Erträge vorantreiben.
Die angestrebten Ziele wurden in das Jahr 2028 verschoben. Dann soll die ROTE (Eigenkapitalverzinsung) für das gesamte Geschäft bei 8% liegen. Bei den operativen Erträgen stehen dann 600 Millionen € auf dem Zettel.
Was bedeutet das für die Aktie?
Aus meiner Sicht fiel der Kursrückgang übertrieben hoch aus. Der Vorsteuerverlust wurde frühzeitig kommuniziert. Was nicht gut ankam, war die Verschiebung der Ziele auf 2028. Positiv ist, dass für das laufende Geschäftsjahr wieder ein Vorsteuergewinn angestrebt wird.
Die Münchener Bank ist dabei, das Immobilienmanagement deutlich auszubauen. Hierzu wurde die Mehrheit an der Deutschen Investment Gruppe übernommen. Die Gruppe verwaltet ein Portfolio von rund 3 Milliarden €. Mittelfristig wird sich das positiv auf die Ertragslage auswirken.
In der Summe bleibe ich weiterhin positiv bezüglich des zukünftigen Kursverlaufs, ein erstes Kursziel sollte bei 4,50 € liegen.
Die Deutsche Bank sieht den fairen Kurs ebenfalls bei 5 €, Warburg Research beließ ihr Kursziel bei 7 €.
Mein Fazit: Das weiter gesunkene Kursniveau bietet für risikobewusste Anleger gute Einstiegkurse.
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ℹ️ Deutsche Pfandbriefbank in Kürze
- Die Deutsche Pfandbriefbank, kurz (WKN: 801900) pbb, ist eine führende europäische Spezialbank für die Finanzierung von Immobilien und öffentlichen Investitionen.
- Sie zählt zu den größten Emittenten von Pfandbriefen. Für Privatanleger bietet sie Anlagen in Fest- und Tagesgeld an.
- Das Institut ist an über 10 Standorten in Europa sowie den USA vertreten und hat seinen Hauptsitz in München.
- Die Marktkapitalisierung der im Prime-Standard gelisteten Aktie beträgt aktuell 405 Millionen €.