Deutsche Bank-Aktie: Kaufen, wenn die Kanonen donnern?
Die Deutsche Bank-Aktie ist durch den Angriff auf den Iran unter die Räder gekommen. Das Hoch vom Februar konnte nicht gehalten werden. Am Dienstag gewinnt sie aktuell +1,6 und steht bei 27,60 €. Sind das wieder günstige Einstiegskurse?
Iran-Konflikt belastet
Bis zum 27. Februar war die Börsenwelt in Ordnung, so auch bei der Deutschen Bank. Die Aktie befand sich in einem langfristigen Aufwärtstrend und erreichte mit 33,70 € wieder ein Kursniveau von 2014. Kurstreiber waren neben einer allgemeinen Börsenstärke hauptsächlich die starken Geschäftszahlen für 2025.
Mit dem Angriff von Israel und der USA auf den Iran, änderte sich die Börsenwelt. Die Angst vor einem längerfristigen Krieg ließ die Kurse einbrechen. Die stark gestiegenen Erdölpreise sind Gift für die Wirtschaft. Es erhöht einerseits die Produktionskosten und mindert die Nachfrage.
Momentan bleibt die Lage im Iran unsicher, der Iran wehrt sich und greift auch die Nachbarländer militärisch an. Sollte es zu einem Flächenbrand in der Region kommen, leiden auch die Aktienkurse darunter.
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Wirtschaftlich wieder sehr stark aufgestellt
Die Deutsche Bank lässt die schwierigen Jahre hinter sich und erwirtschaftet wieder hohe Gewinne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Nettogewinn von 7,1 Milliarden € erzielt, doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.
Auch bei dem Ziel, das Aufwand-Ertrag-Verhältnis unter 65% zu halten, kam die Bank mit einem Verhältnis von 64% gut voran. In den vergangenen Jahren wurde der Personalbestand deutlich gesenkt.
Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7% auf 32,1 Milliarden €. Die Eigenkapitalrendite (Rote) fiel mit 10,3% gut aus. Die Prognose für das laufende Jahr dürfte bei der Vorstellung der endgültigen Jahreszahlen am 12. März erfolgen.
Ausschüttungen geliefert wie versprochen
Die Anteilseigner sollen an dem wirtschaftlichen Erfolg deutlich profitieren. Seit 2022 summierten sich die Ausschüttungen in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen auf 8,5 Milliarden €. Für 2025 ist eine Dividende von 1 € vorgesehen. Ebenfalls wurden in der Zeit vom 26. Februar bis 6. März insgesamt 5,9 Millionen eigene Aktien erworben.
Potenzial vorhanden
Wirtschaftlich ist der Rückgang unbegründet. Er beruht ausschließlich auf dem Iran-Konflikt, verbunden mit stark gestiegenen Erdölpreisen. Sobald sich die Lage wieder entspannt, dürften die Kurse auch wieder steigen. Der US-Präsident Trump sprach von Maßnahmen, um den Ölpreis wieder zu senken.
Meiner Meinung nach ist die Aktie deutlich unterbewertet, der faire Wert dürfte bei 34 € liegen. Aktuell entspricht das einem Kurspotenzial von rund +25%. Kurzfristig hängt der Kursverlauf jedoch wesentlich von dem weiteren Verlauf im Iran ab.
Die Analysten sehen das einheitlich genauso, deren Zielkurse liegen in der Range von 33 € bis 39 €. Was momentan für die Aktie spricht, ist die gute Dividendenrendite von 3,6%.
Mein Fazit: Das jetzige Kursniveau bietet wieder gute Einstiegskurse. Die Börsenweisheit "Kaufen, wenn die Kanonen donnern" sollte sich auch hier bewahrheiten.
Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.
ℹ️ Deutsche Bank in Kürze
- Die Deutsche Bank (WKN: 514000) ist die größte Bank in Deutschland und gehört zu den führenden Geldhäusern in Europa. Als Universalbank bietet sie alle üblichen Leistungen an.
- Neben dem Hauptsitz in Frankfurt unterhält die Bank an allen wichtigen Handelsplätzen Niederlassungen.
- Die Aktie ist im deutschen Leitindex DAX gelistet und der Börsenwert beträgt aktuell 51,6 Milliarden €.