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Delivery Hero-Aktie: Großaktionär drängt auf Strategiewechsel

Profitabilität zu gering

Die Delivery Hero-Aktie bereitete zuletzt wenig Freude; seit Jahresanfang fiel sie um rund -38%. Am Montag gewinnt sie aktuell leicht und steht bei 17 €. Ein Großaktionär ist unzufrieden und stellt Forderungen. Was bedeutet das für die Aktie?

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Aspex Management drängt auf Verkäufe

Aspex, mit 9,2% einer der größten Aktionäre, wirft dem Unternehmen mangelnde Konzentration auf die Profitabilität vor. Andere Konkurrenten sind da wesentlich weiter; sie konzentrieren sich auf die Ertragskraft und verkaufen unrentable Geschäftseinheiten.

Bemängelt wird, dass Delivery Hero nicht genug tut. Zuletzt scheiterte der Verkauf der taiwanesischen Tochter an Uber. Der Essenslieferant ist in über 70 Ländern aktiv, das ist aus Sicht von Aspex zu viel, um die Ertragskraft zu erhöhen. Sollte hier nicht mehr getan werden, sollte es zu einem Wechsel an der Konzernspitze kommen.

Aspex schrieb in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden von Delivery Hero, Niklas Östberg folgendes:

Wir erwarten, dass Sie alle Vermögenswerte identifizieren, bei denen Delivery Hero nicht der beste Eigentümer und Betreiber ist und deren Verkauf einen höheren Wert generiert.

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Weiteres Wachstum gemeldet

Für das Geschäftsjahr 2025 gibt der Konzern sich zufrieden. Basis hierfür ist der Geschäftsbericht vom 27. Februar. Der Konzern konnte den Bruttowarenwert um 9% auf 49,2 Milliarden € und den Umsatz von 12,8 auf 14,8 Milliarden € steigern. Besonders stark entwickelte sich das Quick-Commerce-Geschäft (Lebensmittel und Artikel des täglichen Lebens), hier stieg der Umsatz um 30%.

Das bereinigte EBITDA soll über 900 Millionen € liegen – im Vorjahr waren es knapp 700 Millionen €. Auch der Free Cashflow liegt über 200 Millionen €.

Insgesamt sind die vorläufigen Geschäftszahlen zufriedenstellend ausgefallen. Der Geschäftsbericht wird Ende März veröffentlicht.

Was bedeutet das für die Aktie?

Der Kursverlauf seit letztem Jahr war sehr volatil. Mit dem Kursrückgang seit Jahresanfang befindet er sich wieder auf einem Tiefpunkt. Ob Aspex sich mit seinen Forderungen durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Meiner Meinung nach ist die Aktie unterbewertet, ein erstes Kursziel sollte bei 20 € liegen. Das entspricht aktuell einem Potenzial von rund +18%. Aktien von Essenslieferanten stehen momentan nicht im Fokus der Anleger; gleiches gilt für HelloFresh.

Die Analysten sind mehrheitlich deutlich zuversichtlicher, lediglich die Deutsche Bank mit ihrem Zielkurs von 21 € teilt meine Einschätzung. Die UBS und Jefferies mit jeweils 32 € sowie Barclays mit 36 € halten die Aktie massiv für unterbewertet.

In der Summe halte ich die Aktie zwar für unterbewertet, sehe jedoch nur ein begrenztes Kurspotenzial.

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ℹ️ Delivery Hero in Kürze

  • Die Delivery Hero SE (A2E4K4) mit Sitz in Berlin betreibt eine Online-Bestell- und Lieferplattform für Mahlzeiten, Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs.
  • Die Tochterunternehmen des Konzerns betreiben unter verschiedenen Firmen- und Markennamen Online-Bestelldienste, bei denen Kunden an Restaurants und Lieferdienste vermittelt werden.
  • Delivery Hero ist weltweit tätig, hat sich jedoch aus dem deutschen Heimatmarkt weitgehend zurückgezogen. An der Börse ist der Konzern derzeit mit 5,1 Milliarden € bewertet.
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