Meta Platforms-Aktie: Darum überwiegen die Chancen

Attraktives Kaufniveau
Redaktion

Mit dem Start ins neue Börsenjahr rückt die Aktie von Meta Platforms erneut in den Blick. Aktuelle Unternehmenszahlen und Berichte über eine mögliche Übernahme liefern frische Argumente für eine Neubewertung des Tech-Konzerns, dessen Kurs zuletzt schwächelte.

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Der Meta-Kurs hat über die letzten Monate eine deutliche Abkühlung erfahren: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis ist von rund 32 im Sommer 2025 auf etwa 21,5 gefallen. Dieser Rückgang steht im Kontrast zu einer weiter steigenden Ertragskraft des Unternehmens. Während die Bewertung nachgegeben hat, hat sich das operative Potenzial verbessert. Angesichts wachsender Gewinne, hoher Investitionen in Zukunftstechnologien und einer aggressiven Kapitalallokation erscheint der Abschlag nur schwer nachvollziehbar.

Operative Entwicklung bleibt auf hohem Niveau

Die Geschäftszahlen liefern kaum Ansatzpunkte für Pessimismus. Im dritten Quartal 2025 erzielte Meta einen Umsatz von mehr als 51 Milliarden US-Dollar, das Werbegeschäft wuchs um über 25 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig blieb die operative Marge mit rund 40 Prozent auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Die Profitabilität des Kerngeschäfts zeigt damit weiterhin große Stabilität.

Sonderfaktor verzerrt Gewinn je Aktie

Auf den ersten Blick fällt der starke Rückgang des verwässerten Ergebnisses je Aktie auf, das von 7,14 US-Dollar im zweiten auf 1,05 US-Dollar im dritten Quartal sank. Dieser Effekt ist jedoch nicht operativ bedingt. Ursache war eine einmalige, nicht zahlungswirksame Steuerbelastung in Höhe von fast 16 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit einer neuen Gesetzgebung. Bereinigt um diesen Sondereffekt hätte das Ergebnis je Aktie sogar leicht zugelegt.

Nutzerzahlen und Monetarisierung mit Rückenwind

Auch zentrale Leistungskennzahlen entwickeln sich positiv. Die täglich aktiven Nutzer innerhalb der App-Familie stiegen um mehr als sieben Prozent, während der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer um knapp 18 Prozent zulegte. Diese Kombination aus wachsender Reichweite und verbesserter Monetarisierung unterstreicht die Stärke des Geschäftsmodells.

Starker Cashflow trotz hoher Investitionen

Selbst die hohen Investitionen stellen kein Warnsignal dar. Trotz eines Kapitalaufwands von rund 19 Milliarden US-Dollar im Quartal erwirtschaftete Meta einen freien Cashflow von über 10 Milliarden US-Dollar. Das operative Geschäft generierte dabei nahezu 30 Milliarden US-Dollar an Zahlungsmitteln. Die Fähigkeit, massive Investitionen aus dem laufenden Geschäft zu finanzieren, bleibt ein zentrales Merkmal des Konzerns.

Management sieht klare Wachstumstreiber

Das Management betont zwei wesentliche Faktoren für das weitere Umsatzwachstum: steigendes Engagement der Nutzer und eine zunehmend effizientere Monetarisierung. Die tägliche Nutzung wächst über alle großen Plattformen hinweg, während verbesserte Inhalte und Empfehlungsalgorithmen die Verweildauer weiter erhöhen. Insbesondere Facebook und Instagram verzeichneten zuletzt eine Beschleunigung der globalen Nutzungszeit.

Künstliche Intelligenz als strategischer Beschleuniger

Parallel dazu treibt Meta die Integration künstlicher Intelligenz mit hohem Tempo voran. Berichte über die geplante Übernahme des KI-Startups Manus unterstreichen diese Strategie. Ziel ist es, fortschrittliche KI-Lösungen noch tiefer in Produkte und Werbesysteme einzubetten. Bereits heute generieren vollständig KI-gestützte Werbetools einen jährlichen Umsatzlauf von mehr als 60 Milliarden US-Dollar. Langfristig arbeitet der Konzern an der Zusammenführung mehrerer KI-Systeme zu einer einheitlichen Plattform, die Empfehlungen und Geschäftsprozesse über alle Anwendungen hinweg steuert.

Übernahme mit strategischer Signalwirkung

Sollte die Akquisition abgeschlossen werden, würde sie die jüngste Reihe von KI-Zukäufen fortsetzen und den Ausbau agentenbasierter KI-Fähigkeiten beschleunigen. Die strategische Ausrichtung auf Datenzentren, KI-Infrastruktur und neue Monetarisierungswege jenseits früherer Metaverse-Ambitionen wird damit weiter gefestigt.

Attraktiver Einstieg bei unveränderter Qualität

Unterm Strich präsentiert sich Meta heute bei rund 660 US$ deutlich günstiger bewertet als noch im Sommer, während sich das operative Geschäft weiter verbessert hat. Umsatz, Margen und Cashflows zeigen Stärke, und zusätzliche Impulse aus dem KI-Bereich könnten die Ertragskraft weiter erhöhen. Bei einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 21,5 erscheint die Aktie nicht teuer. Vielmehr eröffnet die aktuelle Bewertung Raum für weiteres zweistelliges Kurspotenzial, getragen von Gewinnwachstum und einer möglichen Neubewertung.

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ℹ️ Meta Platforms in Kürze

  • Meta Platforms (ehemals Facebook) (WKN: A1JWVX) ist ein US-Technologieunternehmen und Mutterkonzern der weltweit größten sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.
  • Darüber hinaus gehören auch die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger sowie der Virtual-Reality-Gerätehersteller Meta Quest zu Meta Platforms.
  • Der Konzern hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park und ist sowohl Mitglied des Nasdaq 100 auch als des S&P 500 Index.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 1,67 Billionen US$ liegt Meta Platforms gegenwärtig auf Platz 8 der wertvollsten Unternehmen der Welt.
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