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Carnival-Aktie: Im Dip an Bord gehen?

Schwieriges Fahrwasser

Die Carnival-Aktie ist in schwierigem Fahrwasser unterwegs. Seit Ausbruch des Iran-Krieges Anfang März ist der Kurs des weltgrößten Kreuzfahrtkonzerns um gut -20% eingebrochen. Sollten Anleger in diesem Dip zukaufen oder besser nicht bei Carnival an Bord gehen?

Carnival
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Volle Breitseite durch den Ölpreis

Der Angriff der USA auf den Iran hat massive negative Konsequenzen für die Carnival-Aktie. Sie sind nicht direkt, denn der Kreuzfahrtkonzern entschied bereits im vergangenen Sommer, in der Wintersaison keine Reisen im Persischen Golf anzubieten.

Aber die Explosion der Ölpreise wirkt sich indirekt auf Carnival aus — und das ziemlich heftig. Der Konzern prognostiziert einen Mehraufwand von rund 500 Millionen US$ im laufenden Jahr aufgrund gestiegener Treibstoffpreise. Carnival treffen die steigenden Spritpreise mit voller Wucht, da der Kreuzfahrtbetreiber im Gegensatz zu Wettbewerbern keine Preisabsicherungsgeschäfte durchführt.

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Starke Zahlen, schwacher Ausblick

Vergangene Woche legte Carnival die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Diese machten eigentlich einen guten Eindruck. Der Umsatz in Höhe von 6,2 Milliarden US$ und der Gewinn je Aktie von 0,20 US$ lagen über den Erwartungen der Analysten.

Trotz des starken Auftaktquartals senkte das Carnival-Management jedoch die Gewinnprognose für das Gesamtjahr um rund 11% auf 2,21 US$ pro Aktie. Diesen schlechten Ausblick konnte auch die Meldung von Rekordbuchungsständen nicht überdecken.

Endlich stabilisiert

Die Carnival-Aktie hat sich zuletzt bei 24 US$ stabilisiert. Gleich fünfmal hat in den vergangenen Tagen diese Support-Marke gehalten.

Ein Ausbruch nach oben ist aber ebenfalls nicht geglückt. Am Mittwoch war bei 26,50 US$ Schluss mit der Kurserholung. Solange der Iran-Krieg noch andauert, ist mit einer Fortsetzung des Seitwärtstrends zu rechnen. Möglicherweise fällt der Kurs sogar kurzzeitig noch unter 24 US$.

Dieses Paradoxon für einen Kauf nutzen

Die Carnival-Aktie leidet momentan an einem Paradoxon. Das Geschäft boomt und die Schiffe sind zu historisch hohen Preisen stark ausgelastet. Aber die Angst vor weiter steigenden Treibstoffkosten und der konservative Blick des Managements auf das restliche Jahr sorgen dafür, dass Anleger derzeit nicht bei Carnival an Bord gehen.

Ich glaube, dass Anleger derzeit einen Fehler machen und rate zum Kauf der Carnival-Aktie. Der Krieg im Iran dürfte in wenigen Wochen zu Ende sein. US-Präsident Trump kann es sich kaum leisten, ihn noch länger fortzuführen. Selbst unter seinen Wählern ist der Einsatz im Nahen Osten größtenteils unpopulär und je länger die Preise an den Zapfsäulen steigen, umso größer wird der Unmut der Bevölkerung in den USA.

Die aktuellen Kursziele von Bankanalysten liegen in einer Bandbreite zwischen 29 und 45 US$. Das bedeutet, dass sie ein Upside für die Carnival-Aktie zwischen +14 und +76% sehen.

Mit einem Forward-KGV von 11 ist die Aktie in meinen Augen ziemlich moderat bewertet. Meiner Meinung nach dürfte der Kurs des Kreuzfahrtkonzerns nach der Beendigung des Iran-Kriegs recht zügig wieder zu ihrem erst Anfang Februar aufgestellten 3-Jahreshoch bei 34 US$ aufschließen. Anleger sollten den Dip ausnutzen, um bei Carnival an Bord zu gehen.

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ℹ️ Carnival in Kürze

  • Der amerikanisch-britische Carnival-Konzern (WKN: 120100) mit Sitz in Miami ist der weltgrößte Anbieter von Kreuzfahrten.
  • Er betreibt rund 90 Schiffe unter den Marken AIDA Cruises, Carnival Cruise Line, Costa Crociere, Cunard Line, Holland-America Line, P&O Cruises, P&O Cruises Australia, Princess Cruises und Seabourn Cruise Line.
  • Carnival notiert an der New York Stock Exchange und ist Mitglied im US-Leitindex S&P 500. Der Börsenwert beträgt aktuell ca. 35 Milliarden US$.
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