BYD-Aktie: 2026 geht es um alles
Die BYD-Aktie startet mit großen Tagesschwankungen von über 2% ins neue Börsenjahr. Freitag hoch, Montag runter, Dienstag hoch und am Mittwochmorgen wieder runter. Haben Anleger derzeit keine Anhaltspunkte, wohin die Reise des chinesischen Autokonzerns 2026 gehen könnte?
Licht und Schatten
Anhaltspunkte gibt es schon, aber deren Interpretation ist nicht so einfach. Ich will mit den Fakten beginnen - sie zeigen sowohl Licht als auch Schatten.
Das Licht zuerst: Im vergangenen Jahr war BYD der mit Abstand größte Elektroautohersteller der Welt. Mit rund 2,26 Millionen verkauften Elektroautos stellten die Chinesen ihren Erzrivalen Tesla, der nur auf 1,64 Millionen Stück kam, klar in den Schatten.
Nun zum Schatten: Produktion und Absatz von BYD waren zuletzt rückläufig. Im Dezember sank die Produktion um fast 10% auf 420.000 Autos. Der Absatz brach sogar um 18% auf knapp über 420.000 Fahrzeug ein.
Diese katastrophalen Nachrichten haben keinen Neuigkeitswert mehr. Seit vielen Monaten kämpft auch der Branchenprimus BYD mit dem knallharten Wettbewerb auf dem chinesischen Heimatmarkt, der seit geraumer Zeit von Überkapazitäten, Preisnachlässen und Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten geprägt ist.
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Bald wieder einstellig?
Die BYD-Aktie konnte sich in den letzten Handelstagen knapp im zweistelligen Kursbereich stabilisieren. Die Marke von 10 € hat sich bislang als starker Support erwiesen. Allerdings steht angesichts der angespannten Lage auf dem internationalen Automobilmarkt zu befürchten, dass der Kurs in den kommenden Wochen wieder in den einstelligen Bereich rutscht.
Es wird verdammt schwer
2026 dürfte für Autobauer in aller Welt nicht einfacher werden als 2025. Nach einer Prognose des Wirtschaftsnachrichtendienstes Bloomberg wird sich das Wachstum im Elektroautomarkt von 23% auf 12% abschwächen.
Gleichzeitig bekommt es BYD mit einem immer stärkeren Wettbewerb zu tun. Auf dem chinesischen Heimatmarkt machen heimische Hersteller wie Xiaomi und Xpeng dem Branchenführer das Leben schwer und auf Auslandsmärkten dürfte BYD ebenfalls nicht mehr so einfach Fuß fassen wie in der Vergangenheit.
Europäische Volumenhersteller wie Volkswagen, Stellantis und Renault, die den hiesigen Markt dominieren, haben inzwischen Autos mit einem mit BYD vergleichbaren Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt. Vor diesem Hintergrund wird es für die Chinesen verdammt schwierig, auf dem so entscheidenden europäischen Markt größere Marktanteile zu gewinnen.
Ich bin deshalb nach wie vor skeptisch gegenüber der BYD-Aktie eingestellt. Mit einem Forward-KGV von 17 ist sie mir im Vergleich zu den großen europäischen und asiatischen Autobauern schlichtweg zu hoch bewertet.
2026 wird für BYD ein wegweisendes Jahr. Sollte der chinesische Branchenprimus den Wettbewerb gegen seine europäischen Konkurrenten auf deren Heimatboden verlieren, wird die BYD-Aktie ihre miserable Kursentwicklung der letzten Monaten fortsetzen. In China verdient BYD zu wenig Geld und im margenstarken Europa spielt der Autobauer eine zu geringe Rolle.
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ℹ️ BYD in Kürze
- BYD („Build your dreams“) (WKN: A0M4W9) ist ein chinesischer Mischkonzern, der vor allem im Bereich der Herstellung von Akkumulatoren und Automobilen tätig ist.
- Der im chinesischen Shenzhen ansässige Konzern stieg 2023 zum weltgrößten Hersteller von Elektroautos auf.
- Mit einer Marktkapitalisierung von rund 104 Milliarden € zählt BYD zu den wertvollsten Konzernen Chinas.