Bitcoin: Zeichen der Hoffnung oder trügerische Ruhe?
Der Bitcoin-Kurs zeigt weiterhin positive Tendenzen. Zum Auftakt in die neue Woche steigt die Mutter aller Kryptowährungen in der Spitze um mehr als +2% und erreicht dabei ein neues 5-Wochen-Hoch bei 74.425 US$. Das steckt hinter der robusten Performance und so kann es jetzt weitergehen.
Eine relative Stärke, die überrascht
Trotz der Krise im Nahen Osten und deutlich gestiegener Öl- und Gaspreise infolge der Sperrung der Straße von Hormus läuft es bei Bitcoin und im gesamten Kryptomarkt erstaunlich gut. Die älteste und wichtigste Kryptowährung hat seit Kriegsbeginn knapp +12% zugelegt und stellt damit viele Assetklassen in den Schatten.
Die großen US-Indizes notieren in besagtem Zeitraum allesamt im Minus, besonders den US-Leitindex Dow Jones zog es mit rund -5% deutlich nach unten. Doch auch die Performance von S&P 500 und Nasdaq 100 fällt mit -3,6% und -2,3% klar schwächer aus als bei Bitcoin. Das gilt vor allem auch für die Edelmetalle Gold und Silber, die entgegen der Erwartung seit dem Start des Konflikts um gut -5% bzw. knapp -16% korrigiert haben.
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Das steckt hinter der Outperformance
Stellt sich die Frage, warum Bitcoin so stark performt, gilt der Kryptosektor für gewöhnlich doch als hochgradig volatil in geopolitisch unruhigen Zeiten. Analysten verweisen darauf, dass der Iran-Krieg anders als bei vielen Assets bereits vorher eingepreist war. Sie beziehen hier sich hierbei vor allem auf die starken Kursverwerfungen von Ende Januar und Anfang Februar.
Darüber hinaus gibt es Berichte, die nahelegen, dass die iranische Bevölkerung nach dem Ausbruch des Krieges ihr Vermögen in Bitcoin umgeschichtet haben könnte. Da sich der Konflikt mittlerweile auch auf andere Länder in der Golfregion ausgeweitet hat, halten Experten auch hier eine Flucht in die größte Cyberdevise für möglich.
Ohnehin scheint das Kaufinteresse am Kryptosektor und dem Bitcoin nach den Kursverwerfungen der vergangenen Monaten wieder zuzunehmen. So sind seit Beginn des Konflikts laut Daten von SoSoValue rund 1,3 Milliarden US$ in Bitcoin-ETFs geflossen.
Chartbild hellt sich auf, aber...
Auch charttechnisch hellt sich die Lage auf. Durch den Sprung zurück über die 70.000-US$-Marke und die knapp darüber verlaufende 50-Tage-Linie (SMA50) rückt nun der kritische Widerstand bei 73.794/74.434 US$ in den Fokus. Wird er überschritten, wäre der Weg in Richtung 80.000 US$ frei.
Aber: Im Bereich 84.000 US$ verläuft die Abwärtstrendlinie seit dem Hoch von Anfang Oktober. Ihr kommt eine besondere Bedeutung zu, denn nur wenn sie durchbrochen wird, kann es zu einer nachhaltigen Trendwende kommen.
Jetzt auf Bitcoin setzen?
Vor diesem Hintergrund sind die jüngsten Erholungsversuche und der Bodenbildungsversuch im Bereich 60.000 US$ auch weiterhin mit Vorsicht zu genießen. Denn schlussendlich ist nicht auszuschließen, dass es sich wie bei der Bewegung zum Ende des vergangenen und zu Beginn des neuen Jahres nur um eine Bärenmarktrallye handelt.
Grundsätzlich bleibe ich aber bullisch gestimmt und gehe davon aus, dass Bitcoin im Rahmen des nächsten Aufwärtszyklus deutlich höhere Notierungen erklimmen wird. Dann könnte sich das aktuelle Preisniveau rückblickend als günstiger Einstiegspunkt entpuppen.
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ℹ️ Bitcoin in Kürze
- Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
- Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
- Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.