Bitcoin: Jetzt entscheidet sich der weitere Weg

Ausbruch oder Ablehnung?

Der Bitcoin-Kurs befindet sich seit Anfang Februar in einer Erholungsbewegung. Nach dem Rücksetzer vom Wochenende ist das Momentum zu Beginn der neuen Woche wieder auf die Seite der Käufer gewechselt. Kommt es nun zum entscheidenden Befreiungsschlag oder müssen sich Anleger auf eine Fortsetzung des Krypto-Winters einstellen?

a bitcoin sitting on top of a pile of gold nuggets
Foto: kanchanara / Unsplash

Seit Anfang Februar mit fast +30% im Plus

Im Kryptosektor lief es in den vergangenen Monaten alles andere als rund. Während Bitcoin von seinem Anfang Oktober markierten Hoch in der Spitze um mehr als -50% korrigierte, ging es für andere Coins zum Teil noch deutlich tiefer gen Süden. Doch seit dem letzten starken Abverkauf von Mitte Januar bis Anfang Februar zeigt sich eine deutliche Stabilisierung.

Der Bitcoin-Kurs hat gegenüber dem Tief inzwischen fast +28% zugelegt und mit der 50-Tage-Linie (SMA50) einen bedeutenden Widerstand überwunden. Doch die wohl alles entscheidende Hürde konnte noch nicht durchbrochen werden. Gemeint ist die Abwärtstrendlinie seit dem Rekordhoch von Anfang Oktober, die die größte und älteste Kryptowährung nun erreicht hat.

Eine bärische Ablehnung könnte zu einer Verlängerung des Kryptowinters führen und möglicherweise neue Tiefpunkte unterhalb von 60.000 US$ zur Folge haben.

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Tom Lee verbreitet Zuversicht

Doch Krypto-Experte Tom Lee, Mitgründer von Fundstrat und Vorsitzender der Ethereum-Treasury-Firma Bitmine, vertritt die Meinung, dass das Ende des Bärenmarktes nah sein könnte.

Wörtlich sagte er:

Viele meinen, der Krypto-Winter könne bis zum Herbst 2026 andauern, aber nach unserer Ansicht ist der Krypto-Winter viel näher am Ende.

Er stützt seine optimistische Prognose auf historische Marktmuster. Demnach waren frühere Krypto-Bärenmärkte seit 2015 in der Regel mit einem Kursrückgang am Aktienmarkt von mindestens -20% verbunden.

Dagegen betrug das Minus im S&P 500 in diesem Jahr lediglich rund -8%. Dies deute darauf hin, dass dem aktuellen Krypto-Abschwung die gesamtwirtschaftliche Grundlage fehle, die frühere Bärenmärkte geprägt haben. Das spreche für eine kürzere Dauer und eine schnellere Erholung.

Die jüngste Schwächephase bezeichnete der Krypto-Experte als „Mini-Krypto-Winter“, der primär durch makroökonomische Schocks und geopolitische Spannungen wie den Irankrieg ausgelöst wurde und nicht durch fundamentale Schwächen. In früheren Prognosen hatte Lee vorausgesagt, dass Bitcoin im Bereich der 60.000-US$-Marke einen Boden finden und spätestens im April eine Trendwende vollziehen würde.

Steht die Trendwende kurz bevor?

Das Tief hätte Lee damit fast punktgenau vorausgesagt. Fehlt nur noch das Signal für die Trendwende. Hierzu muss Bitcoin die Abwärtstrendlinie im Bereich von 76.000 US$ zur Oberseite durchbrechen.

Ein weiteres Indiz, dass dies gelingen könnte, ist der Umstand, dass die Akkumulation unter den Langfrist-Haltern (Hodler) zuletzt zugenommen hat. Der Wechsel von schwachen zu starken Händen in Korrekturphasen fand in früheren Marktzyklen oft kurz vor einem größeren Breakout statt.

Und: Kommt es zur erhofften Trendwende, würden die bullischen Kursziele von Tom Lee für das Jahr 2026 in den Fokus rücken, die bei 200.000 bis 250.000 US$ liegen und ein Aufwärtspotenzial von +160 bis +230% implizieren.

3 Top-Picks 2026

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Interessenkonflikt: Der Autor hält Bitcoin. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, Bitcoin – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

ℹ️ Bitcoin in Kürze

  • Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
  • Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
  • Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.
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