Bitcoin: Hilft die institutionelle Nachfrage nicht?

Denkfehler?

Der Bitcoin-Kurs hat sich zuletzt wieder etwas erholen können. Doch Anleger, die jetzt auf einen starken Anstieg hoffen, sollten vorsichtig sein. Ein Experte warnt, dass Investoren einen Denkfehler begehen:

Foto: silverhousehd / Unsplash

Institutionelle Nachfrage soll nicht für Kurssprünge sorgen

Die Nachfrage von institutionellen Anlegern bei Bitcoin ist groß und viele Anleger erhoffen sich daher Kurssteigerungen, vor allem angesichts dessen, dass der Konflikt um Grönland vorerst gelöst scheint.

Doch laut dem Makroforscher und FFTT-Gründer Luke Gromen dürfte das nicht so einfach sein. Kürzlich erklärte er:

Wenn Sie darauf zählen, dass institutionelle Anleger den Kurs von beispielsweise 90 auf beispielsweise 150 treiben, wenn das Ihr Plan ist, dann wird das wahrscheinlich nicht ohne einen bedeutenden Auslöser geschehen.

Weiter führte er aus:

So handeln institutionelle Anleger nicht. Sie werden einfach abwarten und sagen: Ich warte.

Angesichts dieser These dürfte die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin eine weitaus geringere Rolle für den Kursverlauf spielen als bisher angenommen. Dies passt auch dazu, dass das Volumen in ETFs während der Schwächephase im vierten Quartal weiter gewachsen ist.

Was sollten Anleger jetzt tun?

Ob die häufig als Argument für die BTC-Kurssteigerung angeführte institutionelle Nachfrage also tatsächlich ein treibender Faktor ist, ist fraglich. Gleichzeitig sieht es mit Blick auf den Kurs der Kryptowährung nicht allzu gut aus, die bei einem Fall unter die Marke von 87.000 US$ noch deutlichere Kursverluste für Anleger produzieren könnte.

In diesem Umfeld sollten sich Investoren daher besser etwas zurückhalten, besonders wenn sie kurzfristig orientiert sind. Wer Schwankungen ertragen kann und einen langen Anlagehorizont hat, kann allerdings bereits jetzt die Chance nutzen und nachkaufen.

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Interessenkonflikt: Mitarbeiter von sharedeals.de und der Autor halten Anteile an Bitcoin. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Sie beabsichtigen, die Anteile – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren. 

ℹ️ Bitcoin in Kürze

  • Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
  • Der aktuelle BTC/USD-Kurs liegt um die 90.000 US$, nach leichten Verlusten in den letzten 24 Stunden, bewegt sich aber weiterhin in einem übergeordnet aufwärtsgerichteten Trend.
  • Analysten sehen kurzfristig eine volatile Seitwärtsphase um die Marke von 90.000–95.000 US$, während langfristig Kursziele deutlich über 100.000 US$ diskutiert werden.
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