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Bayer-Aktie: Warum so pessimistisch?

US-Gericht genehmigt Vergleich

Die Bayer-Aktie konnte das Hoch vom Februar mit rund 50 € nicht halten und korrigierte wieder deutlich. Am Donnerstag verliert sie aktuell leicht und steht bei 37,70 €. Damit beträgt der Kursverlust während dieses Zeitraums rund -26%. Was ist zukünftig zu erwarten?

Whippany, New Jersey, USA - August 16, 2022: Bayer HealthCare U.S. headquarters in Whippany, New Jersey, August 16, 2022. Bayer AG is a German pharmaceutical company.
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Anleger bleiben nervös

Noch vor einem Monat schien für die Zukunft des Konzerns die Sonne und die Anleger honorierten den geplanten Vergleich mit den Glyphosat-Klägern. Bayer will in einem Vergleich einen Betrag von 7,25 Milliarden US$ zahlen, der Zeitraum erstreckt sich über 21 Jahre. Die vorläufige Genehmigung des US-Gerichts in St. Louis wurde am 4. März erteilt. Damit ist ein erster Schritt getan. Zudem ist auch ein Verfahren am obersten US-Gerichtshof anhängig, in dem überprüft werden soll, ob Bundesrecht von Bundesstaatenrecht gilt. Insgesamt will der Konzern das leidige Thema der Klagen hinter sich lassen.

Die anfängliche Euphorie ist mittlerweile wieder vollkommen verflogen und das Misstrauen der Anleger ist wieder deutlich gestiegen. Es ist weiterhin unklar, ob die Kläger in den USA den Vergleich annehmen. In den Klagen bezüglich PCB erfolgte Anfang des Jahres ein Vergleich zu den noch acht anhängigen Klagen.

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Hohe Sonderrückstellungen belasten

Auf der Bilanzpressekonferenz am 4. März erläuterte der Konzern seine Geschäftsziele und stellte nochmals die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Insgesamt wurden die eigenen Finanzziele erreicht. Der Umsatz verbesserte sich geringfügig auf 45,6 Milliarden €. Hierzu trug wesentlich die Sparte Crop Science bei.

Die Ertragslage verschlechterte sich. Das operative EBITDA vor Sondereinflüssen sank gegenüber dem Vorjahr um 4,5% auf 9,7 Milliarden €. Aufgrund hoher Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten fiel ein Konzernverlust von 3,6 Milliarden € an.

Für das laufende Geschäftsjahr wird eine stabile Geschäftsentwicklung beim Umsatz und Ertrag erwartet.

Potenzial vorhanden

Der starke Kursrückgang ist rational kaum zu erklären. Er dürfte überwiegend darauf beruhen, dass die Unsicherheit beim Rechtsvergleich weiterhin groß ist. Trotz der Genehmigung durch das US-Gericht, bleibt der Erfolg des Vergleichsvorschlags ungewiss. Es kommt jetzt auf das Verhalten der Kläger an. Die Entscheidung des obersten US-Gerichts steht ebenfalls noch aus.

Aus meiner Sicht fiel der Rückgang übertrieben hoch aus. Alle Fakten sind seit längerem bekannt; auch die Geschäftszahlen lagen schon vor. Der Iran-Konflikt rechtfertigt den Pessimismus ebenfalls nicht. Ich sehe den fairen Wert bei 48 €.

Die Analysten teilen mehrheitlich den Pessimismus ebenfalls nicht. Lediglich Jefferies sieht den fairen Wert bei 25 €. Die Mehrheit sieht ihn bei 50 €; Goldman Sachs sogar bei 54,50 €.

Mein Fazit: Der übertriebene Kursrückgang bietet wieder gute Einstiegskurse.

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ℹ️ Bayer in Kürze

  • Die Bayer AG ist einer der weltgrößten Chemie- und Pharmakonzerne. Der Konzern ist in drei Geschäftsbereiche untergliedert: Pharmaceuticals (rezeptpflichtige Arzneimittel), Consumer Health (rezeptfreie Medikamente) und Crop Science (Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung).
  • Bayer hat seine Konzernzentrale in Leverkusen und unterhält weltweit Niederlassungen.
  • Das Unternehmen ist im DAX gelistet. An der Börse wird es aktuell mit 37 Milliarden € bewertet.
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