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AMD-Aktie: Wann schießt sie wieder hoch?

Chartbild trübt die Stimmung

Die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) steht trotz milliardenschwerer Aufträge für KI-Chips unter Druck, handelt heute auf dem tiefsten Stand seit vergangenem Oktober. Doch während Skepsis gegenüber dem KI-Boom die Halbleiterbranche belastet, baut der US-Konzern seine Position bei großen Cloud-Kunden weiter aus.

AMD
stock.adobe.com/Sundry Photography

Milliardenauftrag bestätigt technologische Relevanz

Der Chipsektor steht seit Monaten unter Druck, da Investoren zunehmend vor einer möglichen Überbewertung des KI-Marktes warnen. Dennoch gelingt es Advanced Micro Devices weiterhin, große Verträge für seine KI-Beschleuniger abzuschließen.

Zuletzt gab das Unternehmen eine umfassende Vereinbarung mit Meta Platforms bekannt. Der Social-Media-Konzern plant, bis zu sechs Gigawatt Rechenleistung mit AMD-Instinct-Chips für seine KI-Infrastruktur zu installieren.

Der Einsatz des Grafikprozessors MI450 soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 beginnen und zunächst eine Infrastruktur mit einem Gigawatt Leistung unterstützen. Ergänzend sollen EPYC-Prozessoren eingesetzt werden, die auf der ROCm-Softwareplattform laufen und in einer Helios-Rack-Architektur integriert sind.

Die Struktur des Geschäfts ähnelt der zuvor vereinbarten Kooperation mit OpenAI. AMD gibt dabei 160 Millionen Optionsscheine aus, deren Ausübung an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Dazu zählen umfangreiche GPU-Käufe sowie ein Kursziel von 600 US-Dollar für die AMD-Aktie.

Nach Unternehmensangaben könnte der Vertrag langfristig Einnahmen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar generieren. Ein wesentlicher Vorteil des MI450 liegt in seiner flexiblen Anpassbarkeit, wodurch Meta die Hardware gezielt für KI-Inferenzaufgaben einsetzen kann, die für seine Plattformen besonders relevant sind.

Solche Großverträge dienen zugleich als technologischer Vertrauensbeweis. Mit Referenzkunden wie OpenAI und Meta dürfte AMD seine Position im KI-Chipmarkt weiter stärken und zusätzliche Kunden gewinnen.

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Verträge mit Hyperscalern versprechen enormes Wachstumspotenzial

Mit den Vereinbarungen mit OpenAI und Meta verfügt AMD inzwischen über zwei außergewöhnlich große Partnerschaften mit führenden Cloud-Betreibern. Das kombinierte Vertragsvolumen übersteigt 200 Milliarden US-Dollar.

An der Börse richtet sich die Aufmerksamkeit allerdings stärker auf die ausgegebenen Optionsscheine als auf deren Bedingungen. Beide Partner profitieren erst dann vollständig von diesen Instrumenten, wenn der Aktienkurs von AMD auf 600 US-Dollar steigt.

Finanzchefin Jean Hu betonte bei einer Investorenkonferenz, dass die Kooperationen einen wichtigen Beitrag zu den langfristigen Finanzzielen leisten sollen. Dazu zählt ein durchschnittliches jährliches Wachstum des KI-Rechenzentrumssegments von über 80 Prozent sowie ein Gewinn von mehr als 20 US-Dollar je Aktie innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre.

Zwar kritisieren einige Anleger die mögliche Verwässerung der Aktienstruktur, da beide Vereinbarungen zusammen etwa zehn Prozent der ausstehenden Anteile betreffen könnten. Gleichzeitig sichern sich jedoch zwei der einflussreichsten KI-Unternehmen eine enge Partnerschaft mit AMD und sind damit auch finanziell an dessen Erfolg gebunden.

Sollte der Kurs tatsächlich 600 US-Dollar erreichen, könnten die Optionsscheine einen Gesamtwert von rund 96 Milliarden US-Dollar erreichen. Selbst bei diesem Kursniveau würde die Aktie auf Basis der internen Gewinnprognosen lediglich mit dem etwa 30-fachen der erwarteten Gewinne bewertet.

Analysten unterschätzen mögliche Umsatzdynamik

Auffällig ist, dass viele Analysten bisher nur ein moderates Umsatzwachstum prognostizieren. Nach Erlösen von 34,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 rechnen Konsensschätzungen für 2026 mit rund 46,5 Milliarden US-Dollar.

Dabei überschritt AMD im vierten Quartal erstmals die Marke von zehn Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz. Dennoch gehen zahlreiche Prognosen für die erste Jahreshälfte kaum von weiteren Steigerungen aus. Selbst für das vierte Quartal 2026 wird im Durchschnitt nur ein Umsatz von etwa 14,5 Milliarden US-Dollar erwartet.

Diese Erwartungen wirken konservativ, da sowohl die Vereinbarung mit OpenAI als auch der Meta-Vertrag in der zweiten Hälfte des Jahres starten sollen. Für die ersten Installationen mit jeweils einem Gigawatt Leistung wurden Erlöse von etwa 15 bis 20 Milliarden US-Dollar pro Gigawatt in Aussicht gestellt.

Damit könnten allein diese beiden Projekte ab 2026 zusätzliche Einnahmen von 30 bis 40 Milliarden US-Dollar generieren. Zwar wird der MI450 erst im Laufe des Jahres hochgefahren, wodurch kurzfristige Kapazitätsfragen entstehen. Dennoch spiegeln die aktuellen Konsensschätzungen das mögliche Umsatzpotenzial bisher kaum wider.

Selbst die Prognosen für 2027 mit rund 67 Milliarden US-Dollar Umsatz berücksichtigen noch nicht vollständig die mögliche Auslastung der ersten Gigawatt-Installationen. Hinzu kommt weiteres Wachstum durch zusätzliche Kunden. Zum Vergleich: Ende des vierten Quartals lag der Umsatz mit KI-GPUs erst bei rund 2,5 Milliarden US-Dollar.

KI-Chipmarkt eröffnet langfristige Ertragschancen

Um das interne Ziel von mehr als 20 US-Dollar Gewinn pro Aktie zu erreichen, müsste AMD laut Berechnungen bei einer operativen Marge von etwa 35 Prozent einen Jahresumsatz von rund 125 Milliarden US-Dollar erzielen.

Das Potenzial könnte sogar noch höher liegen. Bei einem Marktanteil von rund 20 Prozent in einem geschätzten KI-Chip-Markt von 750 Milliarden US-Dollar wären langfristig Gewinne von bis zu 30 US-Dollar je Aktie denkbar.

Der Wettbewerber Nvidia hat bereits Umsätze von über 200 Milliarden US-Dollar erreicht und strebt für das Geschäftsjahr 2027 rund 367 Milliarden US-Dollar an. Für das Geschäftsjahr 2029 werden sogar etwa 548 Milliarden US-Dollar erwartet.

Selbst bei einem Umsatzniveau von 125 Milliarden US-Dollar würde AMD in einem solchen Szenario lediglich rund ein Fünftel des Gesamtmarktes bedienen. Auch andere Halbleiterunternehmen positionieren sich aggressiv im KI-Segment. Broadcom beispielsweise erwartet für 2027 etwa 100 Milliarden US-Dollar Umsatz mit KI-Chips.

Risiken durch Abhängigkeit von Großkunden bleiben bestehen

Trotz der attraktiven Perspektiven bleiben Risiken bestehen. Ein zentraler Kritikpunkt ist die gegenseitige finanzielle Verflechtung zwischen Technologieunternehmen.

So investierte Nvidia rund 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI, um im Gegenzug umfangreiche GPU-Verkäufe zu sichern. Gleichzeitig plant OpenAI nun, Hardware im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar bei AMD zu erwerben und könnte dafür eine Beteiligung von bis zu zehn Prozent am Unternehmen erhalten.

Einige Investoren sehen darin eine problematische Struktur, bei der AMD einen erheblichen Anteil am eigenen Unternehmen abgibt, um Aufträge zu sichern, die wirtschaftlich dem Wert der abgegebenen Anteile entsprechen könnten.

Sollte die Nachfrage nach KI-Rechenzentren hinter den Erwartungen zurückbleiben oder sollten Meta und OpenAI ihre geplanten Investitionen reduzieren, könnte dies deutliche Auswirkungen auf Umsatz und Aktienkurs haben. In diesem Fall wäre auch ein Kursniveau von 600 US-Dollar kaum erreichbar.

Bewertung spiegelt Chancen nur teilweise wider

Trotz der jüngsten Partnerschaften spiegelt die Bewertung der AMD-Aktie das langfristige Potenzial des KI-Geschäfts bislang nur begrenzt wider. Die Verträge mit zwei der wichtigsten KI-Akteure erhöhen zwar die Planungssicherheit für zukünftige Umsätze, haben sich jedoch bisher nur begrenzt im Kurs niedergeschlagen.

Für langfristig orientierte Investoren ergibt sich daraus ein gemischtes Bild. Einerseits bleibt die Aktie angesichts der erwarteten Nachfrage nach KI-Rechenleistung ein potenzieller Wachstumswert. Andererseits hängt ein erheblicher Teil der Zukunftsaussichten davon ab, ob sich die geplanten Investitionen im KI-Infrastrukturmarkt tatsächlich materialisieren.

Auch wenn das Chartbild gerade wenig einladend ist: Für uns ist die AMD-Aktie zu Kursen von derzeit nur noch rund 190 US-Dollar absolut kaufenswert.

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ℹ️ AMD in Kürze

  • Advanced Micro Devices (AMD) mit Hauptsitz in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt und vertreibt Mikroprozessoren, Chipsätze und System-on-a-Chip-Lösungen.
  • Eine eigene Fabrikationsstätte hat das Unternehmen seit der Ausgründung der eigentlichen Halbleiterherstellung im Jahr 2009 in Globalfoundries nicht mehr.
  • AMD ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500 und hat Marktkapitalisierung von rund 309 Milliarden US$.
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