Almonty-Aktie: Gelingt nun der Durchbruch?
Die Aktie von Almonty Industries hat in den vergangenen Wochen wieder deutlich zulegen können. Seit dem Tief vom 21. November ging es für den Titel um mehr als +76% nach oben. Was steckt hinter der neuerlichen Rallye und wie kann es jetzt weitergehen?
Nach Korrektur wieder auf Kurs
Von Mitte Oktober bis in die zweite Novemberhälfte hinein hatte der Aktienkurs stark korrigiert und gegenüber seinem Top von 10,68 US$ fast -50% eingebüßt. Die allgemeinen Marktkorrekturen und der Handelsdeal zwischen den USA und China bezüglich kritischer Rohstoffe belasteten den Kurs.
Doch inzwischen wurde dieser Kursrückgang weitestgehend wettgemacht. Zu Wochenbeginn zog die Aktie um mehr als +9% an und kratzt damit wieder an der 10,00-US$-Marke. Neben dem nun wieder zunehmenden Risk-on Sentiment profitiert die Aktie aktuell auch davon, dass die Deutsche Rohstoff AG an ihrer Beteiligung bei Almonty festhält.
Im Zuge der jüngsten Kapitalerhöhung ist es zwar zu einer Verwässerung gekommen, wodurch der Anteil der deutschen Holdinggesellschaft an Almonty auf rund 8% gefallen ist, trotzdem hält der Investor weiterhin 20,4 Millionen Aktien und CDIs. Bedenken über größere Anteilsverkäufe seitens der Ankeraktionäre konnten damit zerstreut werden.
Sangdong-Projekt im Fokus
Doch auch operativ macht Almonty Fortschritte. Im Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass in der südkoreanischen Sangdong-Mine erstmals Erz gefördert wurde. Sangdong gilt als Schlüsselprojekt von Almonty, da es eines der größten Wolfram-Vorkommen außerhalb Chinas beheimatet.
Wolfram ist ein unverzichtbares Metall, das in der Rüstungsindustrie, bei Halbleitern und in der Luftfahrt benötigt wird. Nach der Fertigstellung soll die Mine voraussichtlich rund 40% der globalen Nachfrage nach nicht-chinesischem Wolfram bedienen, wie aus einem Bericht der Korea Times vom Wochenende hervorgeht.
Damit kommt der Sangdong-Mine eine strategische Bedeutung zu, um die Abhängigkeit von autoritär regierten Staaten zu reduzieren und die westlichen Lieferketten sicherzustellen. Zur vertikalen Integration beitragen soll dabei auch das Gentung-Browns-Lake-Projekts im US-Bundesstaat Montana, das kürzlich von Almonty übernommen wurde.
Sangdong befindet sich in der Endphase der Inbetriebnahme. Nach der Hochlaufphase soll noch im ersten Quartal mit der kommerziellen Produktion begonnen werden. Darauf wird nun der Fokus liegen – auch der der Anleger.
Jetzt bei Almonty einsteigen?
Zeitliche Verschiebungen oder Misserfolge dürften zu entsprechender Volatilität führen, wohingegen ein erfolgreicher Hochlauf und der Übergang zur kommerziellen Produktion den Grundstein für eine nachhaltige Neubewertung legen könnte.
Gelingt es der Aktie das Oktober-Top bei 10,68 US$ zu überwinden, lägen die nächsten Projektionsziele im Bereich 14 und 19 US$. Die Kursziele der Analysten reichen derweil bis 12 US$. Im Durchschnitt sehen die Analysten den Titel mit 10,71 US$ fair bewertet.
Kurzfristig bleibt die Aktie anfällig für Volatilität, doch mittel- bis langfristig bietet Almonty ein attraktives Chancenprofil – insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Lieferkettenverschiebungen und eines möglichen Wolfram-Superzyklus. Für risikobewusste Anleger bleibt der Titel damit hochspannend.
Ein Blick über den Tellerrand: Geopolitische Spannungen befeuern die Nachfrage nach gewissen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ nennt zwei Schlüsselplayer, die nun ein enormes Kuspotenzial aufweisen.
ℹ️ Almonty Industries in Kürze
- Almonty Industries (WKN: A414Q8) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen.Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram
- Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
- Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und der Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 2,44 Milliarden US$ bewertet.