Almonty-Aktie: Das Beste kommt erst noch

Neuer Wolfram-Gigant entsteht

Die Almonty-Aktie musste zuletzt wieder eine deutliche Korrektur seit dem Hoch im Februar mit knapp 20 € hinnehmen. Am Mittwoch verbessert sie sich aktuell um +2,7% und steht bei 12,90 €. Der Wolfram-Förderer und Verarbeiter steht vor einer neuen Ära. Was bedeutet das für die Aktie?

Almonty
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Wolframnachfrage steigt

Die Nachfrage nach Wolfram ist zuletzt deutlich gestiegen. Der beste Indikator hierfür ist die Preisentwicklung. Lag der Preis pro MTU (Metric Ton Unit) Ende 2025 bei etwa 650 €, so lag er Ende März bei rund 2.500 €.

Der Preisanstieg wurde durch zwei Faktoren ausgelöst. Einerseits verknappt der wichtigste Lieferant China seine Exporte. Der zweite Faktor ist die deutlich gestiegene Nachfrage.

Wolfram ist aufgrund seiner extrem hohen Dichte, Härte und Temperaturbeständigkeit ein Schlüsselmaterial für moderne, panzerbrechende Munition und Panzerungen. Momentan wird in vielen Ländern massiv aufgerüstet. Ursachen hierfür sind einerseits die Kriege in der Ukraine sowie im Iran, als auch der mögliche Rückzug der USA bei der NATO. Das Resultat hiervon ist, dass Wolfram in der jetzigen Phase stark nachgefragt wird. Da China den Export beschränkt, kommt Almonty eine Schlüsselrolle zu.

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Produktionsstart der Sangdong Mine in Südkorea

Die neue Mine in Südkorea nahm Ende 2025 ihre Tätigkeit auf. Mitte März wurde die erste Phase der Förderung begonnen. Dabei ist ein Fördervolumen von 640 000 Tonnen Wolframerz geplant. Bereits 2027 sollen es dann 1,2 Millionen Tonnen sein. Die Qualität des Erzes mit 0,51% Wolframtrioxid ist im Vergleich zu anderem Wolframvorkommen sehr hoch. Bei voller Auslastung der Mine kann sie fast 40% des westlichen Wolfram-Bedarfs decken.

Neben der neuen Mine in Südkorea wird bereits die Panasqueira-Mine in Portugal betrieben. Um die Bedeutung als wichtiger Wolframlieferant auszubauen, soll in der zweiten Jahreshälfte das Gentung-Projekt in Montana produktionsbereit sein.

Potenzial vorhanden

Momentan schnauft die Aktie nach dem starken Anstieg seit November letzten Jahres von 5,50 € auf rund 20 € im Februar durch. Das ist nach solchen extremen Anstiegen normal; viele Anleger nehmen Gewinne mit. Zudem verschlechterte sich die Börsenstimmung durch den Iran-Angriff.

Aus meiner Sicht ist Almonty ein wahres Schätzchen. Mit einer prall gefüllten Kasse von mehr als 200 Millionen US$ kann das Unternehmen die weitere Expansion finanzieren. Das größte Asset sind jedoch die hohen Wolfram-Reserven. Deren Abbau wird sich in den kommenden Jahren stark erhöhen. Sehr positiv ist ebenfalls, dass Abnahmegarantien bestehen.

Der Kursrückgang ist zu begrüßen; eröffnet er doch wieder günstigere Einstiegschancen. Wenn die Lage auf dem Wolfram-Markt so bleibt wie jetzt, sind mittelfristig Kurse von über 20 € realistisch. Allerdings bleibt der Kursverlauf bis dorthin volatil.

Die Analysten halten die Aktie ebenfalls für unterbewertet. Das Analysehaus GBC sieht den fairen Wert bei ca. 17,70 €. Cantor Fitzgerald ist mit ihrem Zielkurs von umgerechnet 22 € noch zuversichtlicher.

Mein Fazit: Der Kursrückgang bietet wieder gute Einstiegskurse.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die Profiteur zu großen Profiteuren werden dürften.

ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen.Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und der Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit rund 3 Milliarden € bewertet.
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