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Airbus-Aktie nach Rücksetzer: Ist das jetzt die Kaufchance?

Signale der Hoffnung

Die Airbus-Aktie hat seit ihrem Jahreshoch deutlich korrigiert und steht nun an einer entscheidenden Marke. Neue Auslieferungsdaten für Februar und ein weiterhin rekordhoher Auftragsbestand rücken jetzt in den Fokus der Anleger. Entscheidet sich hier die nächste Richtung der Aktie?

Airbus A380. The world's largest passenger aircraft
stock.adobe.com/Mike Mareen

Dreht der Kurs nach den neuen Auslieferungsdaten?

Die Airbus-Aktie hat in den vergangenen Wochen eine deutliche Korrektur erlebt. Vom Hoch bei rund 221 € Mitte Januar fiel der Kurs zeitweise bis auf etwa 167 , was einem Rückgang von fast -25% entspricht. Damit hat die Aktie einen erheblichen Teil ihrer zuvor starken Rally wieder abgegeben.

Auslöser waren nicht unbedingt schwache Geschäftszahlen, im Gegenteil. Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 fielen insgesamt solide aus. Vielmehr sorgten vor allem Erwartungen rund um zukünftige Produktions- und Auslieferungszahlen für Enttäuschung bei Investoren.

Neue Daten zu den Flugzeugauslieferungen im Februar könnten nun jedoch ein erstes Signal dafür liefern, wie sich die Dynamik im laufenden Jahr entwickeln könnte.

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Starke Geschäftszahlen, aber enttäuschte Erwartungen

Airbus konnte im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 793 Verkehrsflugzeuge ausliefern und damit die eigene, zuvor angepasste Prognose erreichen. Gleichzeitig stieg der Konzernumsatz auf 73,4 Milliarden , was einem Wachstum von rund 6% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Auch beim operativen Ergebnis zeigte sich eine deutliche Verbesserung. Das bereinigte EBIT lag bei 7,1 Milliarden , während der Nettogewinn auf rund 5,2 Milliarden anstieg. Zusätzlich generierte Airbus einen freien Cashflow von etwa 4,6 Milliarden , was die insgesamt starke operative Entwicklung unterstreicht.

Die Nachfrage nach neuen Flugzeugen bleibt weiterhin hoch. Der Auftragsbestand von Airbus liegt derzeit bei rund 8.754 Flugzeugen, was einer Produktionsauslastung von mehr als zehn Jahren entspricht. Trotz dieser grundsätzlich positiven Fundamentaldaten reagierte der Markt jedoch enttäuscht.

Der zentrale Grund für die Kursschwäche lag in den Erwartungen rund um die zukünftigen Auslieferungszahlen. Airbus hatte ursprünglich deutlich ambitioniertere Ziele im Markt kommuniziert. Viele Analysten gingen langfristig davon aus, dass der Konzern relativ schnell in Richtung 900 ausgelieferter Flugzeuge pro Jahr vorstoßen könnte.

Das Management gab für das laufende Jahr jedoch eine vorsichtigere Prognose ab. Für 2026 rechnet Airbus mit rund 870 Flugzeugauslieferungen, was zwar einen neuen Rekord darstellen würde, aber unter den Erwartungen einiger Marktteilnehmer liegt. Zudem bleibt die Produktionsplanung weiterhin stark von Problemen in der Lieferkette abhängig.

Triebwerksprobleme bremsen die Produktion

Ein wichtiger Faktor sind weiterhin Engpässe bei Zulieferern, insbesondere beim Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Diese Probleme betreffen vor allem Flugzeuge der stark nachgefragten A320neo-Familie. Verzögerungen bei der Lieferung von Triebwerken haben dazu geführt, dass Airbus seine Produktionsplanung anpassen musste und die Auslieferungen langsamer hochfahren kann als ursprünglich geplant.

Zusätzlich sorgten Qualitätsprobleme bei Bauteilen sowie Anpassungen an Produktionslinien dafür, dass einige Flugzeuge später ausgeliefert werden mussten. Solche Faktoren sind für Investoren besonders wichtig, da Airbus einen Großteil seiner Einnahmen erst mit der finalen Auslieferung eines Flugzeugs realisiert.

Neue Auslieferungszahlen sorgen für erste Hoffnung

Ein Blick auf die neuesten Monatsdaten zeigt nun jedoch eine erste Verbesserung. Im Februar 2026 lieferte Airbus insgesamt 35 Verkehrsflugzeuge an 21 Kunden aus, nachdem im Januar lediglich 19 Maschinen ausgeliefert worden waren. Damit hat sich das Auslieferungstempo gegenüber dem Jahresanfang nahezu verdoppelt.

Insgesamt kommt Airbus damit im laufenden Jahr bislang auf 54 ausgelieferte Flugzeuge. Trotz dieser Verbesserung bleibt die Dynamik weiterhin relativ niedrig. Um das Ziel von 870 Flugzeugen im Gesamtjahr zu erreichen, müsste Airbus im Durchschnitt rund 72 Flugzeuge pro Monat ausliefern. Die kommenden Monate werden daher entscheidend sein, ob Airbus die Produktion wie geplant hochfahren kann.

Entscheidende Kurszone jetzt im Blick

Auch aus charttechnischer Sicht befindet sich die Airbus-Aktie aktuell an einer spannenden Stelle. Der Kurs ist zuletzt bis in den Bereich von 167 gefallen. Diese Zone hat in der Vergangenheit mehrfach eine wichtige Rolle gespielt und fungiert als wichtige Unterstützung im Kursverlauf.

Nachdem die Aktie diesen Bereich erneut getestet hat, zeigte sich zuletzt eine erste Stabilisierung. In den vergangenen Handelstagen konnte der Kurs von dieser Zone aus wieder leicht nach oben drehen und erstes positives Momentum entwickeln. Sollte diese Unterstützung halten, könnte sie eine wichtige Basis für eine mögliche Erholung der Airbus-Aktie bilden.

Airbus-Aktie: Wichtige Unterstützung. Quelle: TradingView

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Fazit der Airbus-Aktie

Die Airbus-Aktie hat nach ihrem Jahreshoch eine deutliche Korrektur von rund -25% hinter sich. Obwohl das Unternehmen operativ weiterhin stark aufgestellt ist und über einen rekordhohen Auftragsbestand verfügt, sorgten enttäuschte Erwartungen bei den Auslieferungen sowie anhaltende Probleme bei Triebwerken und Lieferketten zuletzt für Druck auf den Kurs.

Aus charttechnischer Sicht ist nun vor allem der Bereich um 167 entscheidend. Diese Zone spielte bereits mehrfach eine wichtige Rolle im Kursverlauf der vergangenen Jahre und fungiert als wichtige Unterstützung.

Gelingt es Airbus, diese Zone nachhaltig zu verteidigen und gleichzeitig im Laufe des Jahres steigende Auslieferungszahlen zu liefern, könnte sich die jüngste Korrektur im Nachhinein als attraktive Einstiegsphase herausstellen.

ℹ️ Airbus in Kürze

  • Die Airbus SE (WKN: 938914) ist Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern und einer der weltweit führenden Hersteller von Verkehrsflugzeugen.
  • Mit 793 ausgelieferten Flugzeugen (2025) ist Airbus gegenwärtig der weltweit größte Hersteller von Passagierflugzeugen.
  • Der multinationale europäische Konzern hat seine Zentrale im französischen Toulouse, besitzt jedoch in ganz Europa etwa 70 Entwicklungs- und Produktionsstandorte.
  • Airbus ist Mitglied im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 und hat eine Marktkapitalisierung von rund 140 Milliarden .
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