Adidas-Aktie -7%: Warum so negativ ins neue Jahr?
Mit einem Minus von -7% ist die Adidas-Aktie am Dienstagmorgen der große Verlierer im deutschen Leitindex DAX. Was drückt zum Jahresbeginn auf den Kurs des Sportartikelgiganten und wie sind die Aussichten für das Börsenjahr 2026?
Das sagt die Bank of America
Auslöser des heutigen Kurseinbruchs der Adidas-Aktie ist ein Analystenkommentar der Bank of America. Ihre Experten reduzierten das Rating des Sportartikelherstellers gleich um zwei Stufen von „Kaufen“ auf „Underperform“. Solch eine Doppelabstufung ist bei größeren Unternehmen ein eher seltener Vorgang, was die sehr negative Reaktion der Adidas-Aktie erklärt.
Gleichzeitig stampfte die Bank of America auch das Kursziel für die Adidas-Aktie von bislang 213 auf nunmehr 160 € ein. Das ist fast punktgenau der aktuelle Kurs des DAX-Titels.
Zur Ehrenrettung von Adidas muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass die US-Großbank auch andere Aktien im Zuge eines neues Sektorausblicks für den globalen Sportartikelmarkt abstrafte. Die BoA-Analysten sehen derzeit keine positiven Katalysatoren für die Branche. Nicht einmal die im Juni anstehende Fußballweltmeisterschaft in Nordamerika wird ihrer Meinung nach der Adidas-Aktie Rückenwind geben.
Das sagen andere Banken
Mit dieser Meinung über die Adidas-Aktie steht die Bank of America allerdings ziemlich alleine da. Die Mehrheit der Bankanlysten kommt derzeit zu einer positiven Einschätzung.
26 von 32 bei Bloomberg gelisteten Adidas-Analysten raten momentan zum Kauf der Adidas-Aktie. Nur drei Experten empfehlen, die Aktie zu verkaufen.
Hält das 2-Jahrestief?
Der heutige Kurssturz der Adidas-Aktie ist ein charttechnisch fatales Signal. Dadurch wird der seit Ende November anhaltende Aufwärtstrend zunichte gemacht. Zudem durchbricht der DAX-Titel die Unterstützung bei 160 €.
Nun ist es gut möglich, dass die Adidas-Aktie noch einmal das erst im vergangenen November aufgestellte 2-Jahrestief bei 150 € testet. Ein Durchbruch nach unten wäre eine charttechnische Katastrophe.
Ein Schnäppchen mit Potenzial
Ich schließe mich trotz des negativen Votums der Bank of America der Mehrheitsmeinung der Banken an und empfehle die Adidas-Aktie zum Jahresbeginn zum Kauf. Seit seinem 3-Jahreshoch im Februar vergangenen Jahres hat der Sportartikeltitel fast -40% an Wert verloren. Das ist meiner Meinung nach eine negative Übertreibung der Börse.
2025 dürfte Adidas mit einer leichten Umsatzsteigerung, aber vor allem mit einem starken operativen Gewinnsprung abgeschlossen haben. Darüber hinaus sehe ich die diesjährige Fußball-WM der Männer durchaus als Katalysator für den Kurs der Adidas-Aktie. Sportgroßereignisse hatten in der Vergangenheit vielfach positive Auswirkungen auf den Aktienkurs des deutschen Sportartikelriesen.
Und nicht zuletzt spricht auch die Bewertung der Adidas-Aktie in meinen Augen ganz klar für einen Kauf. Das Forward-KGV von 16 liegt deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Quartale. Im Klartext: Die Adidas-Aktie ist ein Schnäppchen mit Potenzial.
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ℹ️ Adidas in Kürze
- Adidas mit Sitz in Herzogenaurach bei Nürnberg ist nach Nike der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. Fast jedes Kind kennt die Marke mit den drei Streifen, die sich vor allem als Ausstatter in Leistungssport und Popkultur einen Namen gemacht hat.
- Das Produktspektrum des Konzerns reicht von Bekleidung und Schuhen über Sportausrüstung bis zu Accessoires. Zudem werden unter Lizenz Brillen, Kosmetik und Uhren vermarktet.
- Der Adidas ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50. An der Börse ist der Konzern aktuell ca. 28 Milliarden € wert.