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Abivax mit Daten: Erst Rakete, dann Absturz – erhöht Obefazimod das Krebsrisiko?

Blockbuster-Nachweis geliefert
Redaktion
Die Aktie von Abivax hat am Montagabend genau die Nachricht geliefert, auf die Investoren seit Monaten gewartet hatten. Das französische Biotech-Unternehmen präsentierte herausragende Topline-Ergebnisse aus der zulassungsrelevanten Phase-3-Erhaltungsstudie ABTECT für seinen Hoffnungsträger Obefazimod bei mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa. Die Resultate übertreffen selbst die hohen Erwartungen vieler Marktteilnehmer und dürften die Diskussion um das langfristige Umsatz- und Übernahmepotenzial des Unternehmens neu entfachen.

Der No Brainer Club hatte bereits seit geraumer Zeit das nun eingetroffene Szenario skizziert. Während zahlreiche Marktbeobachter nach dem Rückschlag rund um die zwischenzeitlich abgekühlte Übernahmefantasie vorsichtiger geworden waren, blieb die zentrale Investmentthese des Anlegerclubs unverändert: Liefert Obefazimod in der entscheidenden Phase 3 eine ähnlich starke Wirksamkeit wie zuvor angedeutet und bestätigt gleichzeitig sein günstiges Sicherheitsprofil, könnte Abivax in eine völlig neue Bewertungskategorie vorstoßen.

Genau dieses Szenario scheint nun eingetreten zu sein. Die Aktie knallt nach einem Trading Halt nachbörslich durch die Decke.

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Außergewöhnliche Wirksamkeit bei klinischer Remission

In der 44-wöchigen Phase-3-Studie erreichte Obefazimod den primären Endpunkt mit außergewöhnlicher Deutlichkeit. Die klinische Remission lag nach 44 Wochen bei 50,8 Prozent für die 25-mg-Dosis beziehungsweise 51,3 Prozent für die 50-mg-Dosis. Dem gegenüber stand eine Placebo-Remissionsrate von lediglich 10,4 Prozent. Daraus resultierten placeboadjustierte Unterschiede von 39,3 beziehungsweise 40,3 Prozentpunkten, jeweils mit einer hochsignifikanten statistischen Aussagekraft von p<0,0001.

Besonders stark fällt dabei die niedrige Placebo-Rate ins Gewicht. Abivax spricht von der bislang niedrigsten Placebo-Remissionsrate, die jemals in einer Phase-3-Erhaltungsstudie bei Colitis ulcerosa mit Re-Randomisierung der Responder beobachtet wurde. Dadurch gewinnt die Wirksamkeit von Obefazimod zusätzlich an Aussagekraft.

Alle wichtigen Endpunkte erreicht

Noch beeindruckender erscheint der Blick auf die sekundären Endpunkte. Beide Dosierungen erreichten sämtliche vorab definierten Schlüsselziele. Bei der endoskopischen Verbesserung wurden Raten von bis zu 64,1 Prozent erzielt, bei der endoskopischen Remission bis zu 47,7 Prozent. Auch die steroidfreie klinische Remission sowie die anhaltende Remission über den gesamten Studienverlauf hinweg wurden mit deutlichen Abständen gegenüber Placebo erreicht.

Besonders die nachhaltige Wirksamkeit dürfte Ärzte und Investoren gleichermaßen überzeugen. Die anhaltende klinische Remission lag bei mehr als 65 Prozent und unterstreicht das Potenzial von Obefazimod als langfristige Therapieoption für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Sicherheitsprofil bleibt entscheidender Trumpf

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der für potenzielle Pharmapartner oder Übernahmeinteressenten von enormer Bedeutung ist: Das Sicherheitsprofil blieb auch nach 44 Wochen Behandlung überzeugend. Abivax berichtete über keine neuen Sicherheitssignale. Schwerwiegende Infektionen blieben selten, Fälle von Pankreatitis oder Hinweise auf kardiale Fibrosen wurden nicht beobachtet.

Damit bestätigt die Phase 3 die bereits zuvor gezeigte langfristige Verträglichkeit des Wirkstoffs. Gerade im hart umkämpften Markt für Colitis-ulcerosa-Therapien könnte die Kombination aus starker Wirksamkeit, einfacher einmal täglicher Einnahme als Tablette und günstigem Sicherheitsprofil ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.

Woran sich aktuell jedoch die Geister scheiden: In der höher dosierten Kohorte kam es gleich zu mehreren Krebsfällen. Das Unternehmen will keinen Zusammenhang mit Obefazimod erkennen, doch könnte die US-Gesundheitsbehörde nun eine erneute Sicherheitsstudie verlangen.

Die aktuellen Ergebnisse stehen nicht isoliert da. Erst vor wenigen Wochen hatte Abivax zusätzliche Langzeitdaten aus der offenen Verlängerungsstudie 108 vorgestellt. Dort zeigte Obefazimod über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren eine anhaltende klinische Remission sowie ein weiterhin günstiges Sicherheitsprofil. Von besorgniserregenden Krebsfällen hatte es hier noch keine Spur gegeben.

No Brainer Club landet nächsten Volltreffer

Zuletzt hatte der No Brainer Club zu Recht darauf hingewiesen, dass die operative Entwicklung des Unternehmens weit wichtiger sei als kurzfristige Spekulationen über mögliche Übernahmen. Diese Einschätzung erweist sich nun als Volltreffer.

Während sich die Diskussion zuletzt stark um die verflogene Übernahmefantasie drehte, hat Abivax mit den Studiendaten den eigentlichen Werttreiber geliefert: den Nachweis eines potenziellen Best-in-Class-Medikaments in einem Milliardenmarkt. Dass die Phase-3-Daten derart deutlich ausfallen würden, wurde vom No Brainer Club bereits frühzeitig als möglicher Best Case beschrieben.

Nach seinem Einstieg zu Kursen unter 50 US-Dollar kann der NBC nun einen weiteren Multibagger innerhalb nur eines Jahres feiern.

Sind jetzt Kurse von 200 US-Dollar realistisch?

Für Anleger stellt sich nun zwangsläufig die Frage nach der zukünftigen Bewertung. Bereits vor den Daten galt Abivax als potenzieller Übernahmekandidat im Bereich entzündlicher Darmerkrankungen. Nach den nun vorgelegten Ergebnissen dürfte die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen FDA-Zulassung und damit das Interesse möglicher Interessenten deutlich gestiegen sein. Das Unternehmen plant die Einreichung des Zulassungsantrags für Obefazimod in Colitis ulcerosa bereits Ende des vierten Quartals 2026.

Vor diesem Hintergrund erscheinen frühere Kursziele inzwischen deutlich konservativer. Sollten die Zulassungsvorbereitungen planmäßig verlaufen und sich das kommerzielle Potenzial von Obefazimod in den Analystenschätzungen widerspiegeln, könnten selbst Bewertungen, die Kurse von 200 US-Dollar und darüber hinaus rechtfertigen, künftig zunehmend diskutiert werden. Die nun präsentierten Daten liefern jedenfalls die bislang stärkste Grundlage für ein solches Szenario.

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Redaktion

Fazit

Mit den ABTECT-Daten hat Abivax einen Meilenstein erreicht und eindrucksvoll bewiesen, dass Obefazimod das Potenzial besitzt, den Behandlungsstandard bei Colitis ulcerosa nachhaltig zu verändern. Die Kombination aus außergewöhnlicher Wirksamkeit, überzeugender Langzeitstabilität und einem günstigen Sicherheitsprofil dürfte das Unternehmen in den kommenden Monaten verstärkt in den Fokus von Investoren, Analysten und möglicherweise auch großen Pharmakonzernen rücken.

Für Mitglieder des No Brainer Club bestätigt sich damit eine Investmentthese, die lange vor den heutigen Daten formuliert wurde. Nach diesem klinischen Erfolg wirken selbst deutlich höhere Bewertungsniveaus von mehr als 200 US-Dollar gut vorstellbar.

Fakt ist: Abivax wurde vom NBC im vergangenen Jahr zu Kursen bis 49 US-Dollar zum Kauf empfohlen. Nach den heutigen Knallernews schießt das Papier nachbörslich auf zeitweise über 150 US-Dollar und damit auf mehr als +200% Kursgewinn für Mitglieder in die Höhe, bevor ein massiver „Sell on News“ und eine mögliche Shortattacke den Kurs deutlich zweistellig ins Minus beförderten. Der Grund findet sich im Kleingedruckten: Krebsfälle, die laut Unternehmen aber nicht in Verbindung mit dem Medikament stehen, verunsichern aktuell den Markt.