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DroneShield-Aktie: Drohen jetzt weitere -20%?

Planmäßig weiter abwärts
Die Papiere von DroneShield bleiben klar in der Hand der Verkäufer und notieren aktuell bei 0,817 €. Bereits in meinem Beitrag „DroneShield-Aktie bleibt unter 1 €: Rutscht sie jetzt noch tiefer?“ hatte ich auf die anhaltende Schwäche und die Gefahr einer Fortsetzung des Abwärtstrends hingewiesen. Genau dieses Szenario setzt sich nun fort: Ein nachhaltiger Befreiungsschlag blieb aus, stattdessen markierte der Wert neue Mehrmonatstiefs. Damit rückt das nächste markante Abwärtsziel bei 0,643 € zunehmend in den Fokus. Vom aktuellen Niveau aus entspräche dies einem weiteren Rückschlag von gut -20%.

Wachstum trifft auf Verluste

Während die DroneShield-Aktie an der Börse weiter abstürzt, entwickelt sich das operative Geschäft durchaus erfreulich. Mitte Oktober meldete der australische Drohnenabwehrspezialist für 2026 bereits vertraglich zugesagte Umsätze von 261 Millionen AU$. Im ersten Halbjahr stiegen die Erlöse zudem um +74% auf 125,8 Millionen AU$. Auch die Nachfrage nach modernen Drohnenabwehrsystemen bleibt angesichts der weltweiten Aufrüstung hoch.

Allerdings lässt die Profitabilität weiterhin zu wünschen übrig. So verbuchte DroneShield im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 32,2 Millionen AU$, verfügte Ende Juni jedoch über liquide Mittel von rund 180 Millionen AU$. Zusätzliche Fantasie liefert ein US-Rahmenvertrag mit einem Maximalvolumen von 500 Millionen US$, wobei daraus noch keine garantierten Umsätze resultieren. Die entscheidende Herausforderung bleibt somit, das starke Wachstum in nachhaltige Gewinne umzuwandeln.

Übrigens: Gewisse Rohstoffe entwickeln sich zur geheimen Währung der Rüstungsindustrie – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ stellt zwei Aktien vor, die davon massiv profitieren könnten.

Die Signallage

Quelle: stock3

Charttechnisch bleibt die Lage eindeutig bearish. Die Anteilsscheine notieren weiterhin unterhalb der fallenden Abwärtstrendlinien und konnten zuletzt nicht einmal die Zone um 0,887 € zurückerobern. Der jüngste Stabilisierungsversuch verpuffte damit frühzeitig, während das Tagestief bei 0,797 € den anhaltenden Verkaufsdruck unterstreicht. Solange DroneShield unter 0,887 € und erst recht unter 0,943 € bleibt, spricht das Chartbild für eine Fortsetzung der laufenden Talfahrt. In diesem Fall dürfte zunächst die Unterstützung bei 0,817 € weiter unter Druck bleiben, ehe anschließend 0,643 € als nächstes Ziel in den Fokus rückt.

Eine freundlichere Entwicklung wäre erst dann denkbar, wenn sich der Titel oberhalb von 0,817 € behauptet und im nächsten Schritt 0,887 € per Tagesschluss zurückerobert. Darüber könnte sich ein technischer Pullback bis 0,943 € sowie in der Folge bis 1,00 € und 1,11 € ausdehnen. Solange diese Hürden allerdings nicht überwunden werden, dürften Erholungen vorerst nur temporären Charakter haben. Der übergeordnete Abwärtstrend bleibt damit klar intakt.

ℹ️ DroneShield in Kürze

  • DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
  • Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt rund 756 Millionen AU$.

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Fazit

DroneShield liefert bislang genau das bearish geprägte Bild, das sich bereits in der Voranalyse abgezeichnet hatte. Neue Tiefs wurden erreicht und unterhalb von 0,887 € bleibt der Weg des geringsten Widerstands weiter nach unten gerichtet. Solange keine spürbare Stabilisierung einsetzt, favorisiere ich eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis 0,643 €. Erst oberhalb von 0,943 € würde sich das Chartbild wieder etwas aufhellen.

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