Symrise

Symrise-Aktie nach Kurssturz: Vorstände kaufen – wissen Insider mehr?

Wette auf Erholung

Bei Symrise ging es an der Börse in der vergangenen Woche ordentlich zur Sache. Obwohl der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen hatte, brach die Aktie am Mittwoch um mehr als -10% ein. Grund dafür war der etwas vorsichtigere Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr. Inzwischen gab es allerdings auch positive Nachrichten, denn gleich zwei Vorstandsmitglieder haben den Kursrückgang für Aktienkäufe genutzt. Ist die Reaktion der Börse möglicherweise übertrieben ausgefallen?

Symrise wächst stärker als erwartet – Aktie bricht trotzdem ein

Symrise hat vergangene Woche seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht und dabei zunächst durchaus überzeugt. Der Umsatz erreichte rund 1,31 Milliarden €, während das organische Wachstum bei 5,3 % lag. Analysten hatten zuvor lediglich mit einem Plus von etwa 5 % gerechnet.

Gut lief unter anderem das Geschäft mit Inhaltsstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung. Auch bei Duftstoffen konnte Symrise wieder stärker wachsen, wobei vor allem höhere Absatzmengen für die bessere Entwicklung sorgten.

Anleger hatten sich allerdings noch etwas mehr erhofft. Zwar bestätigte der Konzern seine bisherige Jahresprognose, rechnet inzwischen aber nur noch mit einem Umsatzwachstum von rund 3 %. Im vierten Quartal soll das Geschäft außerdem langsamer wachsen als zuletzt.

Hinzu kommen höhere Ausgaben für IT, neue Produkte und Mitarbeiter, weshalb die operative Gewinnmarge voraussichtlich in der unteren Hälfte der bisherigen Zielspanne von 21,5 bis 22,5 % liegen wird.

Das reichte an der Börse bereits für einen kräftigen Kursrutsch. Am Mittwoch verlor die Symrise-Aktie -10,24% und schloss bei 89,80 €. Immerhin ging es an den beiden folgenden Handelstagen wieder etwas nach oben, sodass die Aktie am Freitag bei 93,02 € aus dem Handel ging.

Die schwächeren Erwartungen für das Jahresende haben damit einen großen Teil der eigentlich guten Quartalszahlen überschattet. Dabei hat Symrise seine Jahresziele nicht gesenkt, sondern lediglich etwas konkreter eingegrenzt.

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Vorstände kaufen Aktien nach – Analysten sehen Chancen

Nach dem kräftigen Kursrückgang gab es auch aus dem Unternehmen selbst interessante Nachrichten. Vorstandsmitglied Michael Friede kaufte noch am Mittwoch Symrise-Aktien im Wert von rund 35.000 €. Bereits in den Monaten zuvor hatte er mehrfach zugegriffen.

Einen Tag später folgte Vorstandskollege Walter Ribeiro, der weitere Aktien für rund 46.000 € erwarb. Dass gleich zwei Führungskräfte nach den jüngsten Zahlen eigenes Geld investieren, kann durchaus als positives Signal gewertet werden. Eine Garantie für steigende Kurse ist das natürlich nicht.

Auch die Analysten bleiben überwiegend zuversichtlich. Jefferies bestätigte nach den Quartalszahlen seine Kaufempfehlung und hält weiterhin an einem Kursziel von 110 € fest. Gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag wäre das ein möglicher Anstieg von rund +18%.

Etwas zurückhaltender zeigt sich JPMorgan mit einem Kursziel von 100 €, wobei die Investmentbank weiterhin bei ihrer positiven Einschätzung bleibt. Die DZ Bank sieht den fairen Wert bei 105 €, während Bernstein Research mit 99 € und einer neutralen Einstufung vorsichtiger ist.

ℹ️ Symrise in Kürze

  • Die niedersächsische Symrise AG mit Sitz in Holzminden ist ein weltweit führendes Unternehmen der Duft- und Geschmacksstoffindustrie.
  • Die Produkte der Symrise werden von Parfum-, Kosmetik- und Nahrungsmittelherstellern eingesetzt.
  • Mit einem Marktanteil von rund 10% zählt der Konzern zu den größten Anbietern im globalen Markt.
  • Symrise ist mit über 100 Standorten auf allen Kontinenten vertreten und beliefert alle großen Konzerne dieser Branchen.
  • Die Symrise-Aktie ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und aktuell ca. 13 Milliarden € wert.

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Fazit

Der heftige Kursrückgang erscheint angesichts der weiterhin soliden Geschäftsentwicklung zumindest bemerkenswert. Immerhin hat Symrise seine Jahresprognose bestätigt und beim Umsatzwachstum sogar etwas besser abgeschnitten als erwartet. Die jüngsten Aktienkäufe aus dem Vorstand und die weiterhin positiven Analysteneinschätzungen könnten der Aktie neuen Auftrieb geben. Nach dem Einbruch wäre deshalb eine weitere Erholung denkbar, auch wenn das schwächere Wachstum zum Jahresende zunächst noch für Zurückhaltung sorgen könnte.