AMD-Aktie: Hält die 500 US$-Marke?
Chartanalyse zur AMD-Aktie
Der Kurs der AMD-Aktie ist nach dem neuen Allzeithoch bei 660,00 US$ deutlich zurückgefallen. Mit dem jüngsten Einbruch rückt nun die Unterstützungszone zwischen etwa 460,00 und 480,00 US$ in den Fokus. Dort konnten die Käufer den Kurs bereits mehrfach stabilisieren. Solange dieser Bereich hält, bleibt eine erneute Erholung in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 600,00 US$ möglich.

Advanced Micro Devices, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Unterhalb der Unterstützung wartet zwischen ungefähr 365,00 und 390,00 US$ eine bislang offene Kurslücke. Ein nachhaltiger Bruch von 460,00 US$ würde das Risiko erhöhen, dass die AMD-Aktie dieses Gap vollständig schließt. Darunter folgen größere Auffangzonen zwischen etwa 230,00 und 260,00 US$ sowie 160,00 und 190,00 US$. Auf der Oberseite bleibt das Rekordhoch der zentrale Widerstand.
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AMD-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI ist infolge des Kurssturzes auf knapp 40 Punkte zurückgefallen. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben gekreuzt und damit ein bärisches Crossover ausgebildet. Der Indikator befindet sich zwar weiterhin im neutralen Bereich, signalisiert aber einen deutlichen Verlust an relativer Stärke. Ein überverkaufter Zustand, der unmittelbar für eine Gegenbewegung sprechen würde, liegt noch nicht vor.

Advanced Micro Devices, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Auch der MACD hat sich spürbar eingetrübt. Die MACD-Linie verläuft unterhalb der Signallinie und bestätigt damit ein bärisches Crossover. Zugleich ist das Histogramm in den negativen Bereich gerutscht. Der Verkaufsdruck nimmt somit wieder zu. Erst eine Stabilisierung der MACD-Linie mit anschließender Aufwärtskreuzung würde ein neues positives Signal für die AMD-Aktie liefern.
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Elliott-Wellen
Die pinke Elliott-Wellen-Zählung beschreibt eine komplexe korrektive Struktur. Nach der übergeordneten Welle (A) könnte sich die AMD-Aktie aktuell innerhalb einer Welle (B) befinden. Der jüngste Anstieg auf das Rekordhoch wäre demnach eine interne, überschießende Welle B gewesen. Mit dem anschließenden Abverkauf dürfte nun die interne Welle C laufen und eine tiefere Korrektur vorbereiten.

Advanced Micro Devices, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Nach Abschluss der Welle (B) lässt das Elliott-Wellen-Szenario noch eine Welle (C) zu, die den Kurs erneut über das bisherige Allzeithoch führen könnte. Da die pinke Zählung jedoch eine korrektive und keine impulsive Struktur zeigt, wäre ein solcher Anstieg nicht automatisch der Beginn eines dauerhaft stabilen Aufwärtstrends. Zunächst muss die laufende Abwärtsbewegung einen belastbaren Boden ausbilden.
ℹ️ Advanced Micro Devices in Kürze
- Advanced Micro Devices (AMD) mit Hauptsitz in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt und vertreibt Mikroprozessoren, Chipsätze und System-on-a-Chip-Lösungen.
- Eine eigene Fabrikationsstätte hat das Unternehmen seit der Ausgründung der eigentlichen Halbleiterherstellung im Jahr 2009 in Globalfoundries nicht mehr.
- AMD ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500 und hat eine Marktkapitalisierung von rund 824,07 Milliarden US$.
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Fazit
Meiner Einschätzung nach bleibt die AMD-Aktie kurzfristig korrekturgefährdet. Die bärischen Signale von RSI und MACD sowie die offene Kurslücke sprechen dafür, die Unterstützung bei 460,00 US$ genau zu beobachten.
Hält diese Zone, ist eine Gegenbewegung möglich. Ein Bruch würde dagegen die Kurslücke zwischen 365,00 und 390,00 US$ in den Fokus rücken. Langfristig lässt das Elliott-Wellen-Szenario dennoch ein neues Rekordhoch zu.