Hypoport-Aktie mit +20% – ist die Trendwende gelungen?
Chartanalyse zur Hypoport-Aktie
Das langfristige Kursbild wird von einer großen Schulter-Kopf-Schulter-Formation geprägt. Nach dem Bruch der ansteigenden Nackenlinie beschleunigte sich der Abverkauf erheblich. Inzwischen ist die Hypoport-Aktie in der Unterstützungszone zwischen etwa 65,00 und 73,00 € angekommen und von deren Unterseite dynamisch nach oben abgeprallt. Die jüngste Wochenkerze zeigt damit erstmals wieder eine deutliche Gegenwehr der Käufer.

Hypoport, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Für eine nachhaltige Erholung muss der Kurs der Hypoport-Aktie zunächst den Bereich um 83,00 € überwinden. Anschließend wartet zwischen ungefähr 87,00 und 103,00 € eine breite Widerstandszone. Scheitert die Aktie bereits an diesen Hürden, bleibt ein erneuter Test von 65,00 bis 73,00 € möglich. Darunter rückt die nächste Unterstützungszone zwischen etwa 50,00 und 57,00 € in den Fokus.
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Hypoport-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Die RSI-Linie notiert bei rund 40 Punkten und hat die Signallinie von unten gekreuzt. Zudem sind eine kleine und eine große bullische Divergenz erkennbar. Sowohl gegenüber dem jüngsten Tief als auch im längerfristigen Vergleich bildete die Hypoport-Aktie tiefere Tiefs aus, während der RSI jeweils höhere Tiefpunkte markierte. Das signalisiert einen nachlassenden Verkaufsdruck.

Hypoport, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Auch der MACD zeigt auf kurzer und längerer Sicht bullische Divergenzen. Allerdings steht diesen positiven Vorzeichen ein frisches bärisches Crossover gegenüber: Die MACD-Linie hat die Signallinie von oben gekreuzt. Beide Linien verlaufen zudem unterhalb der Nulllinie. Während die Divergenzen eine Bodenbildung unterstützen, bestätigt der MACD damit noch keine nachhaltige Trendwende.
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Elliott-Wellen
Im langfristigen Elliott-Wellen-Szenario könnte sich die Hypoport-Aktie weiterhin innerhalb der übergeordneten Welle 4 befinden. Der weiße Fibonacci-Bereich markiert deren möglichen Trendwendebereich. Dieser reicht vom 0,5er Fibonacci-Retracement bei 60,20 € bis zum 0,618er Retracement bei 34,74 €. Die laufende Erholung schließt daher einen späteren Rückfall in diese Zone noch nicht aus.

Hypoport, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Innerhalb der Welle 4 könnte eine korrektive C-Welle den Abverkauf vervollständigen. Deren 1,0er Fibonacci-Extension liegt bei 41,42 € und bildet eine technische Überschneidung mit dem weißen Trendwendebereich. Dabei handelt es sich nicht um ein festes Kursziel. Findet die Hypoport-Aktie dort oder bereits früher einen tragfähigen Boden, lässt das Elliott-Wellen-Szenario langfristig eine neue Aufwärtsbewegung oberhalb des bisherigen Rekordhochs zu.
ℹ️ Hypoport in Kürze
- Hypoport SE (WKN: 549336) mit Sitz in Berlin ist Muttergesellschaft eines Netzwerks von Technologieunternehmen im Finanzbereich.
- Die Unternehmensgruppe besteht aus vier Segmenten: Kreditplattform, Privatkunden, Immobilienplattform und Versicherungsplattform. Das Herzstück von Hypoport ist Europace, laut Firmenangaben „Die größte deutsche Plattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite“.
- Die Aktie ist im SDAX gelistet; die Börsenbewertung beträgt aktuell ca. 516,01 Millionen €.
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Fazit
Die Hypoport-Aktie zeigt mit den bullischen Divergenzen und dem RSI-Crossover erste glaubwürdige Stabilisierungssignale. Das bärische MACD-Crossover und die intakte Abwärtsstruktur verhindern jedoch eine Entwarnung.
Ich würde zunächst eine Rückeroberung von 83,00 € abwarten. Unterhalb dieser Marke bleibt die Erholung anfällig und ein späterer Rückfall in den Elliott-Wellen-Trendwendebereich möglich.